FOLKLORUM 2018: Festival der Superlative
Görlitz, 3. September 2018. Das gestern zu Ende gegangene 25. FOLKLORUM – Festival der Turisedischen Festspiele in der "Geheimen Welt von Turisede" hat neue Maßstäbe gesetzt, so hoch, dass selbst die Turiseder verwundert eine Genickstarre bekamen. König Bergamo (Jürgen "Jurusch" Bergmann) wurde nicht nicht müde zu betonen, dass diesmal pünktlich zum Festivalbeginn alle Vorbereitungen fertig geworden seien. Gestern endete das Festival mit seinen traditionellen Ritualen, ergänzt um die Kür der ersten Goldturiseder aller Zeiten.
Abbildung oben: Hilfe, sie kommen! Der buntgewürfelte Demonstrationszug ist in Richtung Elfenmarkt und Neiße unterwegs, auf Sänften sitzen die Ehrenturiseder
Finale in Turisede: Von Abschlusshöhepunkt zu Abschlusshöhepunkt
Thema: Die Geheime Welt von Turisede

Die frühere Kulturinsel Einsiedel ist inzwischen aufgegangen in der Geheimen Welt von Turisede, dem wenige Kilometer nördlich von Görlitz gelegenen Ferienresort für Abenteuer und Kultur für Kinder und Erwachsene.
Es waren aber auch zweieinhalb verrückte Tage (plus Vor-FOLKLORUM) auf dem größten FOLKLORUM-Festgelände, das es jemals gab: Beiderseites der Neiße und in, auf und über dem Fluss wurde gefeiert und Wettbewerbe der Turisedischen Festspiele ausgetragen, zu Lande wurde erstmal zum Galoppum gegeneinander angetreten. Neue Stände für Speisen und Getränke, so die "Wurzelschänke", "Zum heißen Büffel" und der "Brandherd", lockten mit ideenreichen, wohlschmeckenden Speisen. Die Logistik stimmte, lange Wartezeiten gab es nicht.
Der abwechslungsreiche Festivalmix aus Musik unterschiedlicher Stilrichtungen, Erzählern, Tanz, Händlern und Handwerkern macht – neben den Turisedischen Festspielen – dieses Festival wohl zum abwechslungsreichsten der Welt.
Die Stimmung an der Großen Bühne kochte, als sich am Sonntagabend der Demonstrationszug in Richtung Neiße in Bewegung setzte und sich am Holzplatz mit den Turisedern vereinigte. Die selbstgemalten Transparente wurden am Elfenmarkt gemeinschaftlich bewertet und dann ging es auf drei großen Schleppteppichen, gezogen von den monströsen Radladern der Künstlerische Holzgestaltung Bergmann GmbH, durch die Auwiesen hinab zum Neißefluss.
Hier wurde erstmals der Wettbewerb um den Titel des Goldturiseders ausgetragen: Ein mit einem turisedischen Wissensquiz kombiniertes Floßrennen, bei dem die Mannschaften als Neißetreidler agierten. Das alljährliche Ritual, bei dem auf dem Schwimmsteg das Festivalplakat zum Opfer der Kettensäge wird, markierte das Ende des 25. FOLKLORUMs.
Doch das ist nicht so einfach zu stoppen, denn eine weitere Tradition lässt sich nicht unterdrücken: Die turisedsche Menschenpyramide inmitten des Flusses. Drei Etagen hoch - eine Herausforderung! Nun alles vorbei? Mitnichten! Der am Ufer vorbereitete mächtig gewaltige Holzstapel wurde entzündet und wurde zum Vulkan, als dahinter das Feuerwerk begann.
Wer trotz alledem noch nicht ans Festivalende glauben konnte, tanzte bis in die Nacht an der Holztanzbühne zu Shantel.
Viele Eindrücke finden sich in der mit 144 Bildern anlassgerecht rekordgrößten Bildergalerie, die der Görlitzer Anzeiger je hatte!



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- Quelle: TEB | Fotos: © Görlitzer Anzeiger
- Erstellt am 03.09.2018 - 08:57Uhr | Zuletzt geändert am 03.09.2018 - 17:22Uhr
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