Zittauer kämpfen für ihr Theater
Zittau. Immer wieder sind es die Frauen, die Weisheit und Mut zusammenbringen. Eine davon ist die Schülerin Anneke Pogarell (Foto) aus Friedersdorf/Sa., die in Zittau das Christian-Weise-Gymnasium besucht. Sie schimpft nicht nur über die zum kulturellen Kahlschlag gewetzte Axt, sondern sammelt seit dem 8. Dezember 2011 mit einer Online Petition im Namen der Unterzeichner Stimmen für den Erhalt des Theaters Zittau. Sie meint: "Kulturelle Vielfalt ist gerade in einer strukturschwachen Region wie dem Landkreis Görlitz wichtig."
Petition macht Widerstand messbar
Thema: Theater

Wenn man über die Theaterlandschaft der Oberlausitz spricht, führt kein Weg am Gerhart-Hauptmann-Theater (GHT) vorbei.
Die Online Petition wendet sich an den Görlitzer Landrat Bernd Lange, an den Zittauer Oberbürgermeister Arnd Voigt und nicht zuletzt an den sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich.
Teilnehmen kann man an der Online Petition auch, ohne dass der eigene Name veröffentlicht wird. Außerdem kann man Argumente "Pro" und "Contra" die Einsparungen am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau veröffentlichen.
Diese Petition erlaubt es, den Widerstand gegen die Kürzungspläne messbar zu machen. Deshalb erlaubt die Nutzung dieses demokratischen Instruments durch möglichst viele Bürgerinnen und Bürger eine Aussage, wie wichtig den Zittauern und Oberlausitzern ihr Theater ist. Der Austausch von Argumenten kann helfen, sich selbst eine Meinung zu bilden.
Basis der Aktion ist Artikel 17 des Grundgesetzes: "Jedermann hat das Recht, sich einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen schriftlich mit Bitten oder Beschwerden an die zuständigen Stellen und an die Volksvertretung zu wenden. "
Abstimmen!
http://www.openpetition.de/petition/online/theater-zittau-muss-bleiben
Der Zittauer Anzeiger berichtete am 3. und 4. Dezember 2011:
Schüler treten für das Theater Zittau ein

Ergebnis: Soll das Gerhart-Hauptmann-Theater Zittau-Görlitz auf heutigem Stand erhalten werden?
Umfrage seit dem 08.12.2011
Teilnahme: 234 Stimmen

Theater Zittau
Von Frank am 31.12.2011 - 02:39Uhr
Lieber Ernst,
wer Anfang der 90-er, also vor 20 Jahren, vom Personal des Theaters freiwillig in ABM gegangen ist interessiert heute keinen mehr, am wenigsten den Landrat.
Der baut sich halt derzeit sein überdimensioniertes Schlösschen genau und zielbewusst in der alten SED-Kreisleitung.
Was den Landrat da geritten hat in diesem unseligem Haus ein Landratsamt zu errichten, fragt sich mancher Görlitzer.
Das Geld scheint dem Landrat aber dort besser als in der Kultur angelegt zu sein. Bisher liefen die Geschäfte des Landrats auch ohne diese überteuerte Residenz, für die sogar noch Geld aus der Altstdtmillion abgezweigt wurde.
Aber die meisten Bürger im Landkreis haben den halt gewählt und müssen nun erdulden, was jetzt überteuert durchgezogen wird.
Guten Rutsch wünscht Frank
Theater Zittau
Von Ernst am 14.12.2011 - 13:24Uhr
Man muss berücksichtigen, dass die Beschäftigten schon mal für ihr Theater gekämpft haben, als sie Anfang der 90er freiwillig(!) in ABM gingen. Diese Leute wegen der verfehlten Entwicklungspolitik nun zu feuern, wäre im höchsten Maße unfair.
Das Theater in Zittau ist wichtiger als ein aufwendiger neuer Landratssitz in Görlitz. Der wäre auch im Gewerbegebiet gut aufgehoben gewesen. Ein Theater aber gehört in die bzw. zur Stadt.

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- Quelle: red
- Erstellt am 08.12.2011 - 21:31Uhr | Zuletzt geändert am 13.12.2011 - 08:59Uhr
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