Gastgewerbe im Trend: Doch der Kreis Görlitz klagt über Personalmangel
Görlitz, 6. Mai 2024. Im vergangenen Jahr verzeichnete der Landkreis Görlitz rund 412.600 Übernachtungen, ein Anstieg von 9,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Obwohl die Tourismusbranche floriert, kämpft das Gastgewerbe mit einem ernsthaften Fachkräftemangel.
Touristenströme steigen, doch das Gastgewerbe in Görlitz stößt an Grenzen.
Foto: Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Region Dresden-Chemnitz
Zuwachs an Touristen, Mangel an Fachkräften
Laut der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Dresden-Chemnitz und Daten des Statistischen Landesamtes Sachsen betrug die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste im Kreis Görlitz 2,3 Tage. „Die Besucherzahlen steigen, aber der Sektor leidet unter einem eklatanten Mangel an qualifizierten Fachkräften“, erklärt Uwe Ledwig, Vorsitzender des NGG-Landesbezirks Ost. Von der Rezeption bis zur Küche, die Branche ist auf professionell ausgebildetes Personal angewiesen, das derzeit vorrangig durch Mini-Jobber ersetzt wird.
Langfristige Folgen der Pandemie
Die Personalzahlen im Gastgewerbe sind während der Corona-Pandemie stark gesunken und haben sich bis heute nicht erholt. „Wir sehen, dass weniger Personal immer mehr Arbeit übernehmen muss. Das führt zu dünneren Speisekarten und eingeschränkten Serviceangeboten“, führt Ledwig weiter aus. Viele Betriebe müssen bereits ihre Öffnungszeiten reduzieren, um den Arbeitsanfall bewältigen zu können.
Lohnstruktur und Tarifverhandlungen
Ein zentrales Problem stellt die Lohnstruktur in der Branche dar. „Die Bezahlung in der Gastronomie reicht oft nicht aus, um die Lebenshaltungskosten zu decken. Deshalb ist es entscheidend, mehr in das bestehende Personal zu investieren“, betont Ledwig. Er kritisiert insbesondere den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Sachsen, dessen aktuelle Tarifangebote zu einer weiteren „Personalflucht“ führen könnten.



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- Quelle: red / Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Region Dresden-Chemnitz
- Erstellt am 06.05.2024 - 11:01Uhr | Zuletzt geändert am 06.05.2024 - 16:25Uhr
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