Görlitzer Oberbürgermeisterkandidatin Franziska Schubert pro Feuerwehr

Görlitz, 14. November 2018. Direkt zur Sache kommen: Gespräche und Besuche bei der Freiwilligen Feuerwehr sowie der Görlitzer Berufsfeuerwehr gehören mit zu den ersten Terminen, die Franziska Schubert als Görlitzer Oberbürgermeisterkandidatin gemacht hat. Für die junge Frau, bekannt für ergebnisorientiertes Anpacken, ist die Kandidaturphase weder Schaulaufen noch Schlammschlacht, sondern eine Art Probezeit, in der sie sich zu den Aufgabenstellungen in der Neißestadt positioniert. Gestern traf sie Ortswehrleiter Markus Hartung von der Ortsfeuerwehr Stadtmitte.
Abbildung: Markus Hartung und Franziska Schubert reden Klartext darüber, was die Feuerwehren in Görlitz brauchen, um jederzeit und wirksam einsatzbereit zu sein

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Klare Unterstützung für jene, die im Ernstfall die Retter sind

Thema: Oberbürgermeisterwahl Görlitz

Bild zu Oberbürgermeisterwahl Görlitz

Am 26. Mai 2019 wird in Görlitz im ersten Wahlgang über einen neuen Oberbürgermeister resp. eine neue Oberbürgermeisterin abgestimmt. Amtsinhaber Siegfried Deinege tritt nicht noch einmal an.

Franziska Schubert liegen die Feuerwehren in mehrfacher Hinsicht am Herzen: "Die Feuerwehren sind da, die Menschen in der Stadt zu schützen und zu retten. Mir ist es wichtig, von Anfang an klar zu machen: die Görlitzer Feuerwehren haben in mir eine Unterstützerin. Ich höre zu, sehe, was zu tun ist – und setze mich dafür ein. Ich bin so aufgewachsen: die Feuerwehren sind ein wichtiger Teil des Gemeinwesens. Sie löschen nicht nur Brände – sie sind auch aktiv in der Kinder- und Jugendarbeit." Sie fügt hinzu, dass sich Wertschätzung nicht nur in warmen Worten ausdrücken dürfe: "Ich denke gerne von den Aufgaben her – was ist zu tun und warum ist das wichtig?"

Schubert benennt die konkreten Aufgaben für die nächsten Jahre

Schubert: "Seit zehn Jahren geht es darum, ein neues Feuerwehrgerätehaus am Standort Cottbuser Straße zu bauen für die Freiwillige Feuerwehr. Das muss endlich kommen! Und ich will auch klar machen, wie hier die Realität aussieht: Durch Ausschreibungen und Planungen reden wir hier von einem Zeithorizont von sieben Jahren." Umso ärgerlicher ist für Schubert, dass seit zehn Jahren keine Umsetzung erfolgt ist. Sie betont: "Ich bin bereit, mich dieser Aufgabe als Oberbürgermeisterin anzunehmen – und gemeinsam mit dem Stadtrat endlich die Weichen zu stellen."

Auf offene Ohren trifft sie damit bei Markus Hartung, Ortswehrleiter der Ortswehr Stadtmitte, der sich seit etlichen Jahren für dieses Thema engagiert. Hartung erklärt aus erster Hand, warum das Feuerwehrgerätehaus so wichtig ist: "Durch die Zusammenführung der Ortswehren Stadtmitte und Klingewalde/Königshufen zur Ortsfeuerwehr Innenstadt schaffen wir eine Wehr, die durch den höheren Personalansatz schneller und effektiver zum Einsatz gebracht werden kann. Gerade die Tageseinsatzbereitschaft wird dadurch besser. Dies ist gerade in größeren Schadenslagen, zum Beispiel bei Unfällen, Großbränden oder Gefahrguteinsätzen, notwendig."

Schubert zu den Arbeitsbedingungen der Feuerwehrleute

"Für die Feuerwehren müssen ordentliche Arbeitsbedingungen das Ziel sein", schreibt sich Schubert auf die Fahne und erläutert: "Dazu gehören attraktive und leistungsfähige Fahrzeuge, gute Arbeitskleidung und adäquate Unterbringung." Schubert plädiert für die Umsetzung des Fahrzeugkonzepts, was längst ausgearbeitet vorliegt: "Der jahrelange Gesprächsprozess muss endlich in einen Konsens überführt werden – damit gewinnen alle Seiten Planbarkeit. Zudem erhöhen wir dadurch auch die Sicherheit für die Kameradinnen und Kameraden." Markus Hartung als Insider weiß, wie der Fahrzeugpark im Moment aussieht: "Wir haben momentan die schwierige Situation, dass eine Vielzahl von Fahrzeugen über 25 Jahre alt sind. Diese Technik muss ausgetauscht werden, wir fahren auf Verschleiß."

Schubert will die Feuerwehren samst der Technik stärker in den Fokus rücken, nicht zuletzt auch für die Sicherung des Personalbestandes: "Ich wünsche mir wirklich, dass erkannt wird, wie sehr all das mit der Motivation der Kameradinnen und Kameraden zusammenhängt – und auch mit der Nachwuchsgewinnung. Im Bereich der Freiwilligen Feuerwehren im Stadtgebiet müssen wir darüber nachdenken, welche Anreize wir schaffen, damit Menschen sich gern engagieren."

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  • Quelle: red | Foto: Paul Glaser
  • Erstellt am 13.11.2018 - 23:03Uhr | Zuletzt geändert am 14.11.2018 - 12:00Uhr
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