Bund gibt eine Million Euro für Stadthalle Görlitz
Görlitz, 13. November 2014. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat heute in der abschließenden Beratung über den Bundeshaushalt 2015 auf Antrag von CDU/CSU und SPD die Investitionsmittel für die inländische Kulturförderung um 26 Millionen auf knapp 53 Millionen Euro aufgestockt. Von den zusätzlichen Mitteln profitiert auch die Stadt Görlitz, denn im kommenden Jahr ist nun eine Million Euro für die seit Jahren geschlossene Stadthalle Görlitz vorgesehen.
Kommt der Sanierungsbeginn 2015?
Thema: Stadthalle Görlitz

Die Stadthalle Görlitz wurde 1910 als Veranstaltungsort des Schlesischen Musikfestes eröffnet. Hoher Sanierungsbedarf und die ungenügende Selbstfinanzierung führten im Jahr 2005 zur Einstellung des Betriebs und zu Verkaufsbestrebungen seitens der Stadt Görlitz. Die Ende Januar 2010 vom Stadtrat beschlossene Sanierung wurde, ohne dass Arbeiten am Gebäude begonnen hätten, im Oktober 2012 gestoppt, weil Fristen für Fördermittel zu kurz waren. Erst 2018 stellten Bund und Land Geld für eine über die Sicherung hinausgehende Sanierung bereit. Eine große Herausforderung stellen die Betriebskosten für die Stadthalle Görlitz dar.
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Dazu erklärte der aus dem Landkreis Görlitz kommende Bundestagsabgeordnete Thomas Jurk, der zugleich SPD-Berichterstatter im Haushaltsausschuss ist: "Ich freue mich sehr, dass ich als Mitglied des Haushaltsausschusses mit dazu beitragen konnte, dass der Bund einen Beitrag zum Erhalt dieser traditionsreichen Kulturstätte leistet. Wir Sozialdemokraten haben einen besonderen historischen Bezug zur Stadthalle, so fand hier im Jahr 1921 der SPD-Parteitag mit der Verabschiedung des Görlitzer Programms, einem Vorläufer des späteren Godesberger Programms, statt."
Die 1910 eröffnete Stadthalle Görlitz ist ein denkmalgeschütztes Jugendstilgebäude, das bis zur Schließung aus finanziellen und bautechnischen Gründen 2005 als Spielstätte zahlreicher Veranstaltungen diente. Am 15. Meridian und der Johannes-Paul-II- Stadtbrücke zur polnischen Schwesterstadt Zgorzelec gelegen, besitzt die Kulturstätte mit der von der renommierten Orgelbaufirma Sauer gebauten weltweit einzigen Konzertsaalorgel dieser Größe ein überaus wertvolles Denkmal der Musikgeschichte.
Mehrere Sanierungsvorhaben, die das Ziel der Wiedereröffnung verfolgten, waren in den letzten Jahren gescheitert. Zuletzt wurde im Jahr 2012 ein bereits geplantes Projekt durch den Görlitzer Stadtrat gestoppt.
Aktuell ist die Stadthalle einsturzgefährdet und weiträumig abgesperrt. Eine Notsicherung der Stadthalle mit geschätzten Kosten von ca. 555.000 Euro wurde im Oktober 2014 Jahres vom Görlitzer Stadtrat beschlossen.



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- Quelle: red
- Erstellt am 13.11.2014 - 14:22Uhr | Zuletzt geändert am 13.11.2014 - 14:22Uhr
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