Japanische Visuelle Poesie
Görlitz, 10. August 2013. Die Galerie Brüderstraße zeigt ab heute Japanische Visuelle Poesie. 33 Künstlern aus drei Generationen geben einen vielfältigen und reizvollen Überblick, der entdecken lässt, wie Sprache sinnlich wird und sich über ihre bildliche Erscheinung ganz anders zu verstehen gibt.
Was Schrift als Bild gesehen auslöst
Die Geschichte der Visuellen Poesie reicht zurück bis in die griechische Antike und zu den asiatischen Schreibmeistern. Mit der international verflochtenen Bewegung der Konkreten Poesie erhielt sie entscheidende neue Impulse. So gibt es seit den späten 1950er Jahren enge Kontakte zwischen japanischer und westlicher Visueller Poesie.
Von bedeutendem Unterschied zwischen Ost und West sind allerdings die zugrunde liegenden Zeichensysteme: Die Buchstaben unserer lateinische Schrift tragen selbst keine Bedeutung; sie sind willkürlich mit Lauten verbunden. Anders die Schriften des Japanischen: Das Kanji ist eine Symbol- bzw. Bilderschrift, integriert also bildliche, klangliche und begriffliche Aspekte in jedem einzelnen der Zeichen, von denen es - anders als bei unseren 26 Buchstaben - ein riesige Vielfalt gibt. Besonders attraktiv ist die in vielen Arbeiten der Ausstellung gestaltete Spannung zwischen verschiedenen Zeichensystemen, auch zwischen den westlichen und den östlichen.
Gezeigt werden Arbeiten aus der Sammlung des österreichischen Künstlers und Kurators Josef Linschinger, begleitet vom Katalogbuch "Japanische Visuelle Poesie II“ von Friedrich W. Block, Kunsttempel Kassel, erschienen im Ritter Verlag, Wien-Klagenfurt.
Veranstalter der Schau sind die Freunde der Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur in Kooperation mit der Görlitzer Kulturservicegesellschaft.
Vernissage!
Sonnabend, 10. August 2013, 17 Uhr
Galerie Brüderstraße, Görlitz
Geöffnet!
Vom 10. August bis zum 20. Oktober 2013,
montags bis freitags von 11 bis 18 Uhr, sonnabends von 13 bis 18 Uhr.



-
Intendantenwechsel am Gerhart-Hauptmann-Theater - Daniel Morgenroth gibt Leitung ab
Görlitz, 24. März 2025. Intendant Daniel Morgenroth wird das Gerhart-Hauptmann-Theater G&o...
-
„Vom Tellerwäscher zum Millionär!“ – Sinfoniekonzert mit Generalmusikdirektor Brogli-Sacher
Görlitz, 18. März 2025. Das Gerhart-Hauptmann-Theater lädt mit dem 6. Philharmonische...
-
Frühlingsabenteuer in Turisede
Görlitz, 8. März 2025. Der Winter packt langsam seine Koffer, die ersten Sonnenstrahlen ki...
-
Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau beim Heidelberger Stückemarkt 2025
Görlitz, 4. März 2025. Das Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau wurde mit der Sch...
-
NS-Raubkunst restituiert: Oskar Molls „Aechmea fasciata“ bleibt in Görlitz
Görlitz, 25. Februar 2025. Ein bedeutendes Werk der Breslauer Moderne bleibt der Öffentlic...
- Quelle: red | Fotos: GÖSAM
- Erstellt am 09.08.2013 - 21:55Uhr | Zuletzt geändert am 10.08.2013 - 06:54Uhr
Seite drucken