Zuwachs für Stadtwerke Görlitz
Görlitz | Rothenburg. Die Stadtwerke Görlitz AG übernimmt die technische und kaufmännische Betriebsführung des benachbarten Zweckverbands Abwasser Rothenburg/O.L.
Betriebsführung beim Abwasserverband Rothenburg/O.L.
Rothenburg/O.L. ist das östlichste Städtchen Sachsens und Deutschlands. Der in der Nähe an das Versorgungsgebiet der Stadtwerke Görlitz angrenzende Zweckverband Abwasser Rothenburg/O.L. umfasst auch die Gemeinde Horka und drei Ortsteile der Gemeinde Neißeaue und entsorgt somit das Schmutzwasser von insgesamt rund 8.500 Einwohnern.
Die Anlagen des Zweckverbands bestehen im Wesentlichen in einer Kläranlage, die für 17.000 Einwohnerwerte ausgelegt ist, 106 Kilometern Kanälen sowie 15 Haupt- und 26 Zwischenpumpwerken. In der Kläranlage Rothenburg werden jährlich etwa 240.000 m³ Abwasser gereinigt.
Der Vertrag wird am 1. Juli 2006 wirksam und hat eine Laufzeit von zehn Jahren. Die Stadtwerke Görlitz AG übernimmt das operative Geschäft, also den Betrieb der Abwasseranlagen und die Kundenbetreuung. Der Zweckverband bleibt Eigentümer aller seiner Anlagen und behält die hoheitlichen Aufgaben einschließlich der Entscheidungen über die Höhe der Abwassergebühren und über Investitionen.
Die acht Beschäftigten des Zweckverbands werden von den Stadtwerken übernommen. Sie genießen für die Dauer der Laufzeit des Vertrags Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen.
Am 2. Februar 2006 hatte der Zweckverband Abwasser Rothenburg/O.L. die Ausschreibung der technischen und kaufmännischen Betriebsführung seines Verbandsgebiets europaweit bekannt gemacht.
Der Zweckverband Abwasser Rothenburg/O.L. wollte mit der Vergabe des operativen Geschäfts folgende Ziele erreichen:
- Wirtschaftliche Optimierung des Betriebs der abwassertechnischen Anlagen
- Sicherung von Gebührenstabilität für die Bürgerinnen und Bürger
- Gewähr einer qualitativ hochwertigen, umweltgerechten Abwasserableitung und Abwasserbehandlung
- Sicherung von Arbeitsplätzen für die Vertragslaufzeit
- Wahrung der erforderlichen Weisungs- und Kontrollrechte
Die Stadtwerke Görlitz AG, die als regionales Unternehmen ihr Interesse an der Übernahme der ausgeschriebenen Dienstleistungen bekundet hatte, erfüllte diese Bedingungen und setzten sich im Wettbewerb durch. Am 26. Juni 2006 erteilte die Verbandsversammlung in öffentlicher Sitzung einstimmig den Zuschlag an die Stadtwerke Görlitz.
Der Vorsitzende des Zweckverbands Abwasser Rothenburg/O.L., Bürgermeister Hans-Dietmar Dohrmann, erklärte zu der Kooperation mit den Stadtwerken Görlitz: „Dies ist eine kommunalpolitisch und betriebswirtschaftlich sinnvolle Entwicklung. Sie dient der Stabilisierung des Zweckverbands. Bei den Stadtwerken Görlitz ist die Abwasserentsorgung bestens aufgehoben. Auch die Partnerschaft mit dem internationalen Umweltdienstleister Veolia wird uns Nutzen bringen. Die Trinkwasserversorgung von Rothenburg/O.L. bleibt in den bewährten Händen der Stadtwerke.“
Der Vorsitzende des Vorstands der Stadtwerke Görlitz, Vincent Rullet, sagte zu der Erweiterung: „Dies ist ein erfreulicher Schritt in die Nachbarschaft und eine logische Fortsetzung unserer Unternehmensziele. Unser gesamtes Wissen und Können steht nun auch dem Zweckverband Abwasser Rothenburg/O.L. zur Verfügung. Wir begrüßen einen weiteren kommunalen Partner und bieten allen anderen Umlandgemeinden ebenfalls unsere Partnerschaft an.“ Rullet teilte mit, dass die Öffnungszeiten des Kundenbüros im Rothenburg unverändert bleiben.
Fotos aus Rothenburg/O.L. im Hochsommer -
ein Touch von Spanien


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- Quelle: /SWG
- Erstellt am 27.06.2006 - 13:14Uhr | Zuletzt geändert am 27.06.2006 - 13:51Uhr
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