Landkreis Görlitz komplett an die schnelle Datenautobahn
Görlitz-Zgorzelec. Die Wirtschaftsjunioren im Landkreis Görlitz haben die Entscheidung der sächsischen Staatsregierung begrüßt, den Ausbau von schnellen Internetanbindungen im ländlichen Raum stärker zu fördern. Kreissprecher Daniel Breutmann hofft, dass der Landkreis nun zügig einen gebündelten Antrag für die noch unversorgten Gebiete einreicht.
Breitband-Internet stützt die Wirtschaft und sorgt für Lebensqualität
„Der Landkreis Görlitz muss komplett an die Datenautobahn angeschlossen werden. Landrat Bernd Lange sollte diesem Projekt oberste Priorität einräumen und gemeinsam mit den Bürgermeistern einen Antrag auf den Weg bringen“, sagte Breutmann.
Breitbandiges Internet ist für die Wirtschaftsjunioren ein wichtiger Standortfaktor. „Die IT-Branche und IT-Dienstleistungen zählen zu den Wachstumsmotoren, wie zum Beispiel die Ansiedlung der Software Quality Systems AG (SQS) in Görlitz zeigt. Außerdem bauen sich viele junge Menschen in diesen Feldern eine Existenz auf und schaffen damit mittelfristig neue Arbeitsplätze. Das funktioniert allerdings nur, wenn die entsprechende Infrastruktur zur Verfügung steht“, betonte Breutmann.
Darüber hinaus spiele Breitband eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der Lebensqualität in dünn besiedelten Gebieten wie dem Landkreis Görlitz. Von der Patientenversorgung, über Bildungsangebote und Dienstleistungen im Einzelhandel bis hin zur elektronischen Verwaltung - überall wird schnelles Internet benötigt.
Kommentar
Neulich berichtete in einer Talksendung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ein Junginformatiker, dass sich höherrangige Mitarbeiter in Bundesministerien noch immer eMails auf Papier drucken lassen, ehe sie sie zur Kenntnis nehmen. Und soll eine Webseite angeguckt werden, so muss ein Assistent oder Praktikant den Browser bedienen.
Das ist die Krux: An der Macht ist noch immer die Generation Analog, in derer Phantasie die Möglichkeiten des Webs nicht vorkommen. Entsprechend hinken Prioritäten und Gesetzlichkeiten hinter der Entwicklung der Web-User hinterher. Noch immer wird versucht, das Internet in Regularien zu pressen, die denen des Maschinenzeitalters entsprechen.
Gerade die "Internet-Schaffenden" liefern die Musterbeispiele des Wandels der Arbeitswelt: Über die Runden kommen ohne formalen Arbeitsstress und Pünktlichkeits- und Anwesenheitszwang, ohne überforderten Chef und künstlichen Leistungsdruck - dafür aber mit Freude an Leistung und Erfolg.
Die Chancen gerade für so abgelegene Regionen wie den Landkreis Görlitz sind enorm, wenn nur endlich die technische Basis gelegt wird und alle "Kräftebündler" und "Sich-zuständig-Erklärer" so zurückgepfiffen werden, dass sich die Kräfte frei entfalten können. Eine enorme Zahl kleiner Mediendienstleister, vom Landkreis aus zum Teil in aller Stille weltweit agierend, macht es doch schon vor.
Das Internet ist die Dampfmaschine des 21. Jahrhunderts,
denkt Ihr alter Knöpfchendrücker Fritz R. Stänker


Datenautobahn
Von Opi am 12.06.2009 - 17:52Uhr
Warum nach den Sternen greifen, wenn das gute liegt so nah!
Versucht doch erstmal, die City Görlitz zu 100% zu verkabeln.
Was hier nicht geschafft wurde, wird auch auf dem Lande nicht erreicht.

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- Quelle: /red | /FRS
- Erstellt am 29.04.2009 - 22:30Uhr | Zuletzt geändert am 29.04.2009 - 23:31Uhr
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