Görlitz klappert

Görlitz-Zgorzelec. Mit dem 14. Dezember 2007 startete eine neue Werbeoffensive für den Standort Görlitz-Zgorzelec. Bis zum 20. Dezember 2007 klappert die Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH gleich mit drei Werbemaßnahmen in auflagen- und reichweitenstarken deutschen Leitmedien - im Handelsblatt, in der WirtschaftsWoche und im ARTE-Magazin - dafür, Wirtschaft und Touristen nach Görlitz zu locken.

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Werbeoffensive in deutschen Leitmedien

Im Handelsblatt erschien bereits heute ein vierseitiges Görlitz-Advertorial (was man in etwa mit "werblicher Belehrung" übersetzen könnte). Mit einer gedruckten Auflage von börsentäglich 189.000 Exemplaren ist das Handelsblatt die führende deutsche Wirtschaftstageszeitung und gilt als Pflichtlektüre der deutschen Wirtschaftsentscheider. Die vier Seiten präsentieren Görlitz vor allem als Wirtschafts- sowie Investitionsstandort. Sie lenken zudem die Aufmerksamkeit der Leser auf die Tagungs- und Seminarmöglichkeiten in der Neissestadt.

Unmittelbar darauf wird der Standort Görlitz am Montag, dem 17. Dezember 2007, in der WirtschaftsWoche präsent sein. Die ganzseitige Görlitz-Anzeige ist mit einem heraustrennbaren Beikleber in Form eines achtseitigen Flyers versehen. Inhaltlich konzentriert sich der Auftritt auf Investitionsvorteile wie Produktivität, Infrastruktur, GA-Höchstförderung, Gewerbeflächenangebote und die Lebensqualität der Kulturstadt.
Die WirtschaftsWoche ist das meistgelesene wöchentliche Wirtschaftsmagazin Deutschlands und Pflichtblatt der Wertpapierbörsen in Frankfurt am Main und Düsseldorf. Die mit der Anzeige verbundene Broschüre wird innerhalb der Wirtschaftswoche in einer Auflage von 186.000 Stück transportiert und erreicht damit ca. 840.000 Leser (Quelle: Media-Analyse 2006).

Das ARTE-Magazin gilt als überaus zielgruppenspezifisches Medium, welches insbesondere durch kunst- und kulturinteressierte Leser deutschlandweit abonniert wird. Schwerpunkt der Beichterstattung des in einer gedruckten Auflage von 148.000 Exemplaren monatlich erscheinenden Arte-Magazins sind daher Themen wie Film, Musik, Oper, Theater, Literatur, Architektur. Ab der aktuellen Ausgabe ist das als reine Abonnement-Zeitschrift gegründete Magazin auch im regulären Zeitschriftenhandel erhältlich. Damit erhöht sich die Reichweite nochmals. Görlitz wird innerhalb des Magazins mit der touristischen Imagebroschüre der Europastadt GmbH präsentiert, welche im A5 Sonder-Format der Gesamtauflage der Januar-Ausgabe 2008 beigelegt wird. Da 65% der kulturinteressierten Arte-Magazin Leser im "reisebereiten Alter" von 30-70 Jahren (davon allein 32% in der Altersgruppe von 30-49 Jahren) sind, sowie über Einkommen und Bildungsgrad oberhalb des Durchschnittes verfügen, stellen die Leser des Arte-Magazins eine äußerst interessante und lohnenswerte touristische Zielgruppe für Görlitz dar. Im Rahmen der beigelegten Görlitz-Broschüre wird daher insbesondere der Schwerpunkt auf touristische Themen und Angebote gelegt, welche zu einem Besuch der Europastadt inspirieren sollen.

Die drei Werbemaßnahmen erreichen zusammen deutschlandweit mehr als zwei Millionen Leserinnen und Leser mit spezifischem Interesse an Unternehmertum, Wirtschafts- und Standortthemen sowie Kunst und Kultur. "Diese vorweihnachtliche Werbeoffensive der Europastadt GmbH ist ein weiterer Schritt im gezielten und sehr offensiven Görlitzer Standortmarketing. Die Maßnahmen verhelfen uns dazu, Görlitz mit positiven Themen in das Blickfeld und Bewusstsein von ausgewählten Zielgruppen zu transportieren. Die Fortsetzung der Kampagne ist wichtig, um Görlitz als Wirtschafts- und Kulturstandort zu positionieren", benannte Lutz Thielemann, Geschäftsführer der Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH, die Ziele der Kampagne. Die Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH ist für die Wirtschaftsförderung und das Tourismusmarketing in der Neissestadt aktiv.


Kommentar:

Anspruchsvolle Stadt - anspruchsvolle Medien - anspruchsvolle Zielgruppen.

Ein Bündel vieler Vorteile, so dass der Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH attestiert werden kann, das Geld für die gewiss nicht preiswerte Aktion gut angelegt zu haben. Aber vielleicht gab´s ja Weihnachts-Rabatt für die Zeit, in der sich das Land mit einem betörenden Gemisch aus Bratenduft, Weihrauch und Glühweinaroma in eine Art Trance versetzt.

Jedenfalls sind die Streuverluste der Aktion eher als gering einzuschätzen. So ein Streuverlust wäre beispielsweise gegeben, wenn ein Görlitzer Unternehmer im Handelsblatt lesen würde, dass Investieren in Görlitz so richtig profitabel ist. Oder wenn der Görlitzer Globetrotter aus dem ARTE-Magazin erfährt, dass man in Görlitz auch länger als zwei Nächte im Stück übernachten kann. Die Zahl der Abonnenten dieser Publikationen dürfte in Görlitz äußerst überschaubar sein. Und ob die WirtschaftsWoche von Billiglohn-Investoren gelesen wird - wir wissen es nicht.

Eine wichtige Komponente der Marketing-Aktion für Görlitz gehört jetzt in den Focus: Wenn hohe Erwartungen an die Stadt geschürt werden, dann steigt zunächst nur die Wahrscheinlichkeit der Enttäuschung, wenn nichts getan wird, diese Erwartungen zu erfüllen und möglichst sogar noch zu übertreffen.

Ansonsten hätte man für das viele schöne Geld auch Luftballons kaufen können. Die steigen erst schön auf und platzen dann.

Einen schönen dritten Advent wünscht

Ihr Fritz Stänker

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  • Quelle: /FRS | Foto: /AnnaMeusel (ohne Bezug zur beschriebenen Werbekampagne)
  • Erstellt am 14.12.2007 - 17:57Uhr | Zuletzt geändert am 14.12.2007 - 18:40Uhr
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