4. Polnisch-Sächsisches Wirtschaftsforum

Hirschberg (Jelenia Góra). Sachsen und Polen wollen bei den Erneuerbaren Energien und im Kurort-Tourismus enger zusammenarbeiten. Damit setzt das 4. Polnisch-Sächsische Wirtschaftsforum, das am 15. und 16. November 2007 im polnischen Hirschberg stattfindet, neue Akzente. Der sächsische Wirtschafts- und Arbeitsminister Thomas Jurk und der niederschlesische Marschall Prof. Andrzej Łoś werden gemeinsam mit polnischen und sächsischen Unternehmern und Politikern diskutieren, ob und wie Kooperationen und Investitionen in diesen Bereichen möglich sind.

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Neue Felder der Zusammenarbeit: Kurort-Tourismus und Erneuerbare Energien

Mit dem Beitritt Polens zum Schengener Abkommen sieht Jurk für die Region Sachsen-Niederschlesien noch bessere Chancen, sich als gemeinsamer Wirtschaftsraum zu profilieren: "Wenn wir unsere jeweiligen Vorteile bündeln, Erfahrungen austauschen und gute Lösungen übertragen, ist das ein klarer Vorteil im internationalen Standortwettbewerb."

Für den Kurort-Tourismus werden sich von sächsischer Seite die Sächsischen Staatsbäder GmbH in Bad Elster und Bad Brambach sowie die Flughafen Dresden GmbH präsentieren.

Bei den Erneuerbaren Energien hat sich der Umsatz der Branche in Sachsen im Vergleich zu 2002 fast vervierfacht. Diese Dynamik wollen die Wirtschaftsministerien, die Wirtschaftsfördereinrichtungen, die Industrie- und Handelskammern und Fachverbände beider Länder gemeinsam nutzen. "Wir brauchen eine nachhaltige Energieversorgung, die neben der energetisch effizienteren Nutzung der heimischen Braunkohle noch stärker auf Erneuerbare Energien setzt", gibt Jurk die Richtung vor. Genauso wichtig sei es, Energie zu sparen. Sachsen habe dazu u.a. mit der SAENA GmbH die richtigen Weichen gestellt. Die Sächsische Energieagentur unterstützt Bürger, Kommunen und Unternehmen bei Projekten zur Nutzung erneuerbarer Energien und der Verbesserung der Energieeffizienz. Zudem stellt Wirtschaftsminister Thomas Jurk bis 2013 insgesamt mehr als 25 Mio. EU- und Landesmittel für die Verbesserung der Energieeffizienz in kleinen und mittleren Unternehmen bereit.

Das Treffen in Hirschberg bietet den Unternehmen ein Forum, um konkrete Kooperationsmöglichkeiten mit polnischen Firmen zu vereinbaren und die Standortbedingungen vor Ort näher kennen zu lernen. Die Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS) wird den Firmen bei der Anbahnung von Geschäftskontakten behilflich sein. Dazu finden Gespräche von Unternehmer zu Unternehmer in zwei Workshops statt.

Das vom Sächsischen Wirtschaftsministerium initiierte Polnisch-Sächsische Wirtschaftsforum findet im jährlichen Wechsel in Polen und Sachsen statt. Das erste Forum tagte im Jahr 2004 in Dresden.

Das sächsische Außenhandelsvolumen mit Polen betrug im Jahr 2006 fast 1,8 Mrd. Euro. Gegenüber 2005 stiegen die Ausfuhren nach Polen um fast 27 Prozent und die Importe sogar um knapp 45 Prozent. Das stetige Wachstum schlägt sich auch im 1. Halbjahr 2007 nieder. Polen rückt in den "Top Ten" sowohl als Ausfuhrpartner und als auch Einfuhrpartner für Sachsen weiter nach vorn, nämlich auf die Plätze sieben und vier.


Unser Foto zeigt Bürgerhäuser am historischen Markt von Hirschberg (Jelenia Góra).
Archivbild: /BeierMedia.de 2003

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  • Quelle: /red | /Archivbild: BeierMedia.de 2003
  • Erstellt am 15.11.2007 - 00:29Uhr | Zuletzt geändert am 15.11.2007 - 01:57Uhr
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