Vom Containern und von Containern
Görlitz, 29. Juni 2022. Von Thomas Beier. "Containern gehen" ist der Ausdruck dafür, wenn Leute illegal jene Container von Supermärkten plündern, in denen verpackte Lebensmittel wie etwa Konserven, deren Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) abgelaufen ist, zwischengelagert werden.
Ressourcenschonung oder Diebstahl?
Es ist allgemein bekannt, dass solche Lebensmittel noch ohne weiteres für den Verzehr geeignet sind. Während die “Plünderer” überzeugt sind, einen Beitrag für die Ressourcenschonung und gegen die Lebensmittelvernichtung zu leisten, spricht der Einzelhandel von Diebstahl und sieht sich um den Umsatz mit frischer Ware betrogen. Fakt ist: Erlaubt ist das Containern in Deutschland nicht.
"Da müssen wir eben containern"
Unlängst tauchte der Begriff jedoch in einem ganz anderen Zusammenhang auf, in einem Unternehmen, das mit abgelaufenen Lebensmitteln ganz gewiss nichts am Hut hat. "Da müssen wir eben containern", sagte ein Projektverantwortlicher während eines Meetings. Nanu?Der Hintergrund war folgender: Das Unternehmen erfreut sich einer hervorragenden Auftragslage und platzt aus allen Nähten. Eigentlich müsste man am Standort für Büros in einen Erweiterungsbau investieren oder neu bauen und umziehen, vielleicht würde sich auch eine geeignete Bestandsimmobilie finden, die bedarfsgerecht hergerichtet werden kann.
Entscheidungsgrundlagen schaffen
Wie es in solchen Situationen üblich ist, in denen Entscheidungen anstehen, die man nicht einfach mal rückgängig machen kann, wurden unterschiedliche Lösungsvarianten zusammengetragen und Kriterien für deren Bewertung aufgestellt. Anschließend wurden die Kriterien in vier Kategorien gewichtet:- Was muss sein, worauf kann keinesfalls verzichtet werden?
- Was wäre vorteilhaft und ist deshalb anzustreben?
- Was ist eher "schön, zu haben" (nice to have), worauf also kann verzichtet werden?
- Was ist unwichtig.
Das Ergebnis konnte niemand vorhersagen, zumal unterschiedliche Interessen und divergierende Erwartungen an die künftige Entwicklung in der Luft lagen.
Eine eher ungewöhnliche Lösung
Das überraschende Ergebnis jedenfalls war, dass ein Unternehmen aus dem Oberbergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen um ein Angebot zur Lieferung von Bürocontainern gebeten wurde.Ausschlaggebend dafür waren mehrere Gründe, davon die wichtigsten:
- die Bürocontainer sind hochmodern und lassen sich in Größe wie auch Innenausstattung recht frei konfigurieren, außerdem entsprechen sie den Anforderungen der Energie-Einsparverordnung(EnEV)
- es ist kostengünstiger, am Standort zu erweitern, als umzuziehen
- langwierige Bauvorlaufphasen und die Bauphase selbst werden eingespart
- die Nutzungsdauer bleibt variabel, ändert sich die Situation,wird reduziert oder erweitert, eine dauerhafte Nutzung ist möglich
Was ebenfalls eine Rolle spielte, war die Übersicht über die Bürocontainer von Risto-Container im Web. Hier werden auf einen Blick Bürocontainer, Wohncontainer und Verkaufscontainer vorgestellt, außerdem steht viel Wissenswertes über Containerlösungen zum Abruf bereit. Keine Rolle spielte in diesem Fall aber, dass der Görlitzer Anzeiger immer wieder mal in Nordrhein-Westfalen unterwegs ist und dort – so ganz nebenbei – den Kontakt zu Unternehmen sucht.
Der Unternehmer macht’s
Und es gibt noch einen Punkt, der möglicherweise Einfluss hatte: Der Unternehmer Klaus Risto, der immer wieder – sowohl von den Lösungen her als auch regional bis hin nach Kasachstan und Georgien – den Hebel am wirkungsvollsten Punkt ansetzt. Lösungsorientierung schafft Vertrauen – und das ist ja bekanntlich durch nichts zu ersetzen.


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- Quelle: red | Foto: TBIT / Thomas Breher, Pixabay License
- Erstellt am 29.06.2022 - 20:17Uhr | Zuletzt geändert am 29.06.2022 - 20:53Uhr
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