Investieren, aber worin?
Görlitz, 29. Oktober 2021. Die letzten beiden Jahre waren weltweit und somit auch für Deutschland sehr schwerwiegende. Sowohl gesundheitlich als auch wirtschaftlich und nicht zuletzt in ihrem sozialen Umfeld mussten viele durch eine anstrengende Phase gehen. Die finanziellen Rücklagen etlicher Menschen, oftmals eigentlich zur Altersvorsorge angespart, sind aufgebraucht und entsprechend groß sind die Sorgen.
Ein finanzielles Polster aufbauen

Kurzarbeit, ausbleibende Aufträge und Insolvenzen haben existenzielle Unsicherheiten, ob nun tatsächlich oder nur scheinbar, verstärkt. Befürchtungen im Zusammenhang mit dem Strukturwandel weg von der karbonbasierten Wirtschaft – gerade im Lausitzer Revier – und aktuell die hohen Preise für Energie und Lebensmittel verstärken jedenfalls bei vielen ein mulmiges Gefühl.
Nun, da der Großteil der Geschäfte und Freizeitaktivitäten mit Hygienemaßnahmen wieder geöffnet haben und ein wenig Normalität eintrifft, wird gern ausgeblendet, dass eine vierte Welle der Corona-Pandemie in absehbarer Zeit das Leben erneut auf den Kopf stellen könnte. Bundesweit steigen die Inzidenzwerte wieder deutlich an, doch viele Leute werden wie zum Trotz immer unvorsichtiger. Ein guter Indikator ist, wie intensiv die im Einzelhandel gebotenen Desinfektionsmöglichkeiten genutzt werden: Manchmal kann man in Görlitz den Eindruck gewinnen, so gut wie gar nicht.
Sich erneut ein finanzielles Polster zuzulegen, scheint eine Notwendigkeit zu sein, um nicht noch einmal unter Druck zu geraten. Doch wo könnte angesichts der fortgesetzten Null-Zins-Politik erspartes Kapital gut angelegt werden? Der Görlitzer Anzeiger hat ausgewählte Vor- oder Nachteile einiger Optionen zusammengestellt.
Aktien
Der wohl gängigste Weg, sein Geld mit guten Gewinnaussichten anzulegen, besteht darin, es in Aktien zu investieren. Viele scheuen sich allerdings davor, da sie sich mit dem Börsenmarkt, den Unternehmen und dem Handel mit Wertpapieren nicht auskennen. Natürlich sollte man sich, wie bei allen Kapitalanlageformen, mit dem Unternehmen, von dem man Aktien erwerben möchte, auseinandersetzen. Ebenso sollte durchdacht werden, ob das Geld zwecks möglichst kurzfristiger Wertsteigerung investiert werden oder doch lieber langfristig – oft in einem Aktienfonds oder Ähnlichem – angelegt werden soll. Sobald die grundlegende Strategie und die Rahmenbedingungen geklärt sind, können Aktien erworben oder es kann mit ihnen gehandelt werden. Im Sprachgebrauch von Fachleuten wird dies als "Trading" bezeichnet.Gekauft werden Aktien wegen vorteilhafter Aussichten auf Dividende und Wertsteigerung, jedoch sind immer Risiken im Spiel – vor dem Kauf muss gut abgewogen werden, um das für sich passende Modell zu wählen.
Kryptowährung
Bitcoin und Co. sind in den letzten Jahren bei Investoren immer beliebter geworden. Das liegt daran, dass die Währung unabhängig von Institutionen wie Banken oder ähnlichen staatlichen Behörden agiert. Der freie Markt "beherrscht" das digitale Zahlungsmittel und bestimmt auch seinen Wert. Was jedoch relativ wenige Menschen wissen, ist, dass die zweitpopulärste Kryptowährung Ethereum nach Überzeugung vieler mehr Anwendungsoptionen und Potenzial als andere Währungen hat.Prinzipiell liegt der Reiz bei Kryptowährungen darin, dass sich mit ihnen anonym agieren lässt und die Bevölkerung durchaus nach ihnen verlangt. Immer mehr Menschen entwickeln sogar selbst neue Währungen, so wie etwa der ehemalige FC Bayern-Star James Rodríguez: Dieser veröffentlichte sein JR10 Token, dessen Wert mit seinem beruflichen Erfolg steigt.
Aktien und Kryptowährungen sind allerdings nicht unbedingt für jedermann etwas. Viele Anleger wollen lieber etwas in der Hand haben, was Wert besitzt und im wahrsten Sinne des Wortes greifbar ist.
Wertsteigende Sachgüter
Dazu zählen primär Oldtimer Kraftfahrzeuge, hochwertiger Alkohol (insbesondere Wein oder Whiskey) und Kunstgegenstände. Manch einer würde Edelmetalle wie Gold und Silber ebenfalls in dieser Kategorie unterbringen.Der Vorteil an diesen Investments ist, dass sie weltweit sehr begehrt sind und sich ihr Marktwert normalerweise entweder erhöht oder zumindest beständig bleibt. Wertgegenstände haben, wie die Bezeichnung schon sagt, immer ihren gewissen Eigenwert, auch wenn sich etwa durch die Inflation beim Wert des Geldes oder generell in der Wirtschaft etwas verändert. Nachteilig lässt sich allerdings sagen, dass man sich bei den werthaltigen Sachgütern gut auskennen muss und diese nur schwer zu einem erschwinglichen Preis zu finden sind. Eher selten erfährt man das Glück, bei einem Antikmarkt oder auf einer Auktion einen wertvollen Gegenstand günstig zu ergattern.
Tipp:
Bei Wertgegenständen sollte unbedingt jemand vom Fach mit geschultem Auge die Echtheit, die Unversehrtheit und den Wert der Sachen bestätigen, da der Käufer ansonsten beim Weiterverkauf unter Umständen einen großen finanziellen Verlust zu erwarten hat.



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- Quelle: red | Foto EInkaufswagen: sferrario1968 / Stefano Ferrario, Pixabay License
- Erstellt am 29.10.2021 - 09:56Uhr | Zuletzt geändert am 29.10.2021 - 11:46Uhr
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