Vergabe von Aufträgen voll elektronisch
Berlin. "Die vollständige Digitalisierung des Vergabeprozesses in Deutschland verstehen wir als gemeinsame Aufgabe der Bundesregierung und der Wirtschaft mit Signalwirkung in die Länder", so der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Dr. Walther Otremba, zu der gemeinsamen Empfehlung seines Hauses und der Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft zur Forcierung der vollelektronischen Vergabe öffentlicher Aufträge. Die Zeit schriftlicher - mit "schwarzer Tinte auf weißem Papier" erstellter - Angebote im Vergabeverfahren soll damit zumindest bei Beschaffungen des Bundes der Vergangenheit angehören.
Weiterer Anstoß durch Bundeswirtschaftsministerium und Spitzenverbände
Die vollelektronische und damit medienbruchfreie Kommunikation zwischen Vergabestellen und Wirtschaft über die Vergabeplattform des Bundes ist das Nahziel. Darüber hinaus soll die Interoperabilität aller bestehenden Vergabeplattformen in Deutschland zum Beispiel über ein gemeinsames Bietertool hergestellt werden. Darauf einigten sich das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie, dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks.
In einer gemeinsam herausgegebenen Empfehlung wurde in einem Stufenplan festgelegt, ab wann und in welchen Branchen von den Vergabestellen nur noch elektronische Angebote verlangt werden dürfen, um dadurch die vollelektronische Vergabe einen weiteren Schritt voran zu bringen.
Ab dem 1. September 2007 ist es soweit: Dann sollen öffentliche Auftraggeber in einer ersten Stufe bei der Beschaffung von IT - Produkten und Produkten der Telekommunikation von den Bietern nur noch elektronische Angebote unter Verwendung einer fortgeschrittenen oder der qualifizierten elektronischen Signatur verlangen dürfen. Nach den IT - Produkten und Produkten der Telekommunikation soll die zweite Stufe zum 1. Oktober 2008 bei Beschaffungen von Produkten der Kfz-Branche folgen.
Ab 1. Januar 2010 soll es dann keine papiergestützten Vergabeverfahren mehr geben, sofern die Evaluierung der verschiedenen Stufen positiv verlaufen ist.
Die jetzige Empfehlung des Stufenplans ist ein weiterer Anstoß für die vollelektronische Vergabe öffentlicher Aufträge auf Bundesebene nach dem 7-Punkte-Programm der Bundesregierung für eine Optimierung öffentlicher Beschaffungen aus dem Jahr 2003. Das Ministerium hatte auf dem Wege dahin bereits vor längerer Zeit veranlasst, dass ab dem 1. Januar 2005 alle Bekanntmachungen über Ausschreibungen des Bundes ausschließlich elektronisch im Internetportal http://www.bund.de zu veröffentlichen sind.
Vergabe-Plattform:
http://www.evergabe-online.de
Mehr:
http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Wirtschaft/Wirtschaftspolitik/oeffentliche-auftraege,did=190882.html
Stufenplan:
http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/S-T/stufenplan-empfehlung-elektronische-angebotsabgabe,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf


-
Wohnungsbau im Kreis Görlitz: IG BAU fordert Impulse aus Berlin
Görlitz, 21. März 2025. Im Landkreis Görlitz gibt es rund 68.400 Wohnhäuser...
-
GmbH-Krisen meistern – Mit frühzeitiger Liquiditätsplanung und strategischem Handeln Insolvenz abwenden
Görlitz, 19. März 2025. Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung gilt in Deutschland...
-
Kochwettbewerb in Görlitz: Die besten Lehrlinge ausgezeichnet
Görlitz, 13. März 2025. Der diesjährige Oberlausitz Pokal der Kochlehrlinge wurde am ...
-
MediaKom siedelt sich in Görlitz an – 190 Arbeitsplätze geplant
Görlitz, 28. Februar 2025. Die MediaKom GmbH, ein Dienstleistungspartner des deutschen Gesundhe...
-
Maler und Lackierer im Kreis Görlitz: IG BAU fordert höhere Löhne
Görlitz, 19. Februar 2025. Die Löhne der Maler und Lackierer im Kreis Görlitz sorgen ...
- Quelle: /red
- Erstellt am 13.08.2007 - 21:53Uhr | Zuletzt geändert am 13.08.2007 - 21:53Uhr
Seite drucken