Unbekannte, aber spannende neue Berufe
Görlitz, 20. November 2019. Der Arbeitsmarkt entwickelt sich ständig weiter – wer weiß das besser als die Lausitzer, wo der Strukturwandel genannte Abschied von der Braunkohle näherkommt und eine Vielzahl von Unternehmen berührt. Parallel dazu greift die Digitalisierung Raum. Neue Berufe entstehen vor allem dort, wo die Digitalisierung den Menschen nicht ersetzen kann.
Wer den Mut zu neuen Berufen hat, kann sich profilieren
Dementsprechend kann es passieren, dass man auf Berufsbezeichnungen trifft, unter denen man sich nur wenig vorstellen kann. Dies kann den Bewerbungsprozess insofern verkomplizieren, als man schwerer einschätzen kann, für welche Stellen man geeignet wäre. Der Görlitzer Anzeiger stellt drei interessante Berufe vor.
1. Food-Stylist
Lebensmittel und Gerichte sehen in der Werbung immer besonders appetitlich aus, während sie in der Realität deutlich unspektakulärer wirken: Wie das kommt? Food-Stylisten machen es möglich. Ihre Aufgabe ist es, Lebensmittel aller Art in Szene zu setzen (Linkquelle: ZEIT ONLINE, Autor: Markus Schleufe). Das Ziel ist, ein Produkt besonders frisch und ansprechend wirken zu lassen.Dabei wird ordentlich getrickst. Mit Hilfsmitteln wie Farbe, Kleber, Styropor oder Zahnstochern werden die zu fotografierenden Objekte bearbeitet und in Position gebracht. Die Müslischale, in der alle Flocken so schön schwimmen, ist beispielsweise vielleicht mit weißem Klebstoff statt mit Milch gefüllt. So weichen die Flocken nicht auf und behalten ihre Form bei.
Bei der Arbeit kommt es auf die Kreativität des Stylisten an. Profis haben ihre ganz eigenen Methoden und Spezialmittel, um Lebensmittel möglichst appetitanregend aussehen zu lassen. Eine Ausbildung für diesen Beruf gibt es nicht, eine Lehre als Koch ist allerdings eine gute Basis.
2. Interim-Manager
Von den Aufgaben und der Position eines Managers in einem Unternehmen hat man relativ schnell ein Bild vor Augen. Ganz anders sieht das beim Beruf des Interim-Managers aus. Dabei handelt es sich um Managementpositionen, die nur für einen gewissen Zeitraum innerhalb bestimmter Projekte ausgeübt werden.Für einen solchen Job ist man besonders geeignet, wenn man sich schnell in neue Situationen einarbeiten und sich umstellen kann. Je nach Job bleibt ein Interim-Manager wenige Monate bis zu mehreren Jahren bei einem Unternehmen. Es kann auch eine parallele Beschäftigung bei mehreren Arbeitgebern stattfinden. Man kann seine eigenen Tagessätze vereinbaren und ganz unterschiedliche Branchen kennenlernen.
Dafür müssen aber auch einige Voraussetzungen erfüllt sein: Erfahrung als Geschäftsführer oder in ähnlichen Positionen mit viel Verantwortung ist ebenso notwendig wie relevante Soft Skills. Dazu zählen Geduld, Empathie und Kommunikationsvermögen. Spezielle Plattformen vermitteln Unternehmen und Interim Manager.
3. Chief Happiness Officer
Viele Unternehmen sind darauf bedacht, etwas für die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter zu tun. Deswegen bieten sie verschiedene Gesundheitsleistungen wie Yoga-Kurse oder Teambildungsmaßnahmen an. Ein relativ neues Berufsfeld sind Beauftragte, die sich speziell um die Zufriedenheit und Motivation aller Angestellten kümmern – sogenannte CHO, Chief Happiness Officers (Linkquelle: Süddeutsche Zeitung, Autor: Leo Klimm).Der Trend stammt ursprünglich aus der in den USA etablierten Unternehmenskultur, doch auch immer mehr deutsche Unternehmen orientieren sich daran. Der Chief Happiness Officer ist erster Ansprechpartner bei Problemen, Veranstaltungen und Stresssituationen. Durch sein Wirken soll insgesamt die Leistungsfähigkeit der Angestellten gesteigert werden.



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- Quelle: red | Foto: © Görlitzer Anzeiger
- Erstellt am 20.11.2019 - 08:32Uhr | Zuletzt geändert am 21.11.2019 - 09:21Uhr
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