Wettbewerbsfähig bleiben im Landkreis Görlitz
Landkreis Görlitz, 9. Oktober 2019. Das Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum), das unter anderem den jährlichen Weltwirtschaftsgipfel in Davos organisiert, hat es in seinem Globalen Wettbewerbsbericht für 2019 attestiert: Deutschland fällt in seiner Wettbewerbsfähigkeit zurück.
Abbildung: Schnelles Internet für die "weißen Flecken" im Landkreis Görlitz – in Kodersdorf standen die Glasfaser-Kabeltrommeln schon im September bereit
Minimumfaktor für die deutsche Wirtschaft ist der Zugang zum schnellen Internet

Obgleich die deutsche Wirtschaft weiterhin mit ihrer Innovationsfähigkeit, geringer Inflationsrate und Verschuldung punktet, erweist sich die Informationstechnologie als Fußfessel. Bei Internetverbindungen per Glasfaserkabel landet Deutschland im internationalen Vergleich auf Platz 72, bei mobilen Breitbandanschlüssen auf Platz 58.
Zwar sollen bis 2020 99 Prozent aller Haushalte rechtlich bindend mit LTE, dem 4G-Standard, versorgt sein, was bei näherer Betrachtung jedoch zugleich bedeutet, dass es in dünnbesiedelten Gebieten weiterhin keine LTE-Versorgung geben wird.
Wie der Landkreis Görlitz gegensteuert
Im Landkreis Görlitz wird mit dem geförderten Breitbandausbau seit Juni 2019 den "weißen Flecken" – Gebiete, die in absehbarer Zeit mangels Rentabilität privatwirtschaftlich nicht erschlossen werden würden – der Kampf angesagt. Zwei Anbieter sind es, die nun in diesen Regionen das schnelle Internet an die Haustür bringen: Die Energieversorgung Sachsen-Ost (ENSO), hinter deren Anteilseignern Kommunen stehen, und die Görlitzer NetCommunity GmbH.Die Unternehmen hatten im europaweiten Ausschreibungsverfahren des Landkreises Görlitz gewonnen, nach denen sie nun in insgesamt neun Gebieten, sogenannten Clustern, den Ausbau verantworten. Start der Bauarbeiten für den geförderten Breitbandausbau war schließlich am 1. Oktober 2019.
Das öffentliche Interesse am Fortschritt bei der Breitbanderschließung ist hoch. Die NetCommunity GmbH bedient das mit einer eigenen Webseite, auf der unter dem Titel "Hallo Glasfaser!" der im Internet bekannte Blogger Mario Förster in Wort und Bild berichtet. Da geht es nicht allein um technische Fragen, sondern auch darum, weshalb so viele Einwohner des Landkreises Görlitz so dringend eine gute Internetanbindung benötigen. Auf den Punkt bringt es Evelin Bergmann, Bürgermeisterin der Gemeinde Neißeaue, wenn sie im Zusammenhang mit den baldigen Internetzugängen von einer "Aufbruchstimmung wie zur Wendezeit, als alle Telefon bekamen" spricht. Oft sind es die Kleinigkeiten des Alltag, bei denen sich Bürger ohne Internetanschluss ausgebremst fühlen, so beispielsweise bei der wöchentlichen Essensbestellung in der Schule.
Der geförderte Breitbandausbau im Landkreis Görlitz realisiert binnen drei Jahren für 21 Kommunen die FTTB-Technologie. FTTB steht für Fiber To The Building, also das gigabitfähige Glasfaserkabel bis ans Haus. 6.650 Anschlüsse sollen realisiert werden, für Privathaushalte, Unternehmen, Schulen, Krankenhäuser und weitere Organisationen. Etwas neidisch auf die geförderten Gebiete dürften jene Internetnutzer im Landkreis Görlitz schauen, die sich mit einem relativ langsamen DSL-Anschluss zufrieden geben müssen, dessen Übertragungsgeschwindigkeit von der Entfernung zum nächsten Netzknoten und der Intensität der Anschlussnutzung abhängt.
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Hallo Glasfaser!



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- Quelle: TEB | Bilderquelle: NetCommunity GmbH / www.instagram.com/halloglasfaser/
- Erstellt am 09.10.2019 - 08:58Uhr | Zuletzt geändert am 09.10.2019 - 10:30Uhr
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