Gründung einer Arztpraxis: Chancen, Möglichkeiten und Investitionsentscheidungen

Görlitz, 30. Januar 2017. Die Zeit als Assistenzarzt ist endlich vorbei und auch die Facharztprüfung wurde erfolgreich abgelegt. Jetzt stellt sich ambitionierten Ärzten die Frage, wie die berufliche Zukunft aussieht. Soll es die Karriere im Krankenhaus sein oder ist eine Niederlassung als Arzt die bessere Alternative?
Abbildung: In den ersten Jahren ihres Beruflebens sollten Ärzte und Ärztinnen die Weichen für ihre künftige Tätigkeit stellen – angestellt oder freiberuflich?

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Krankenhaus oder eigene Praxis?

Aktuell stehen die Chancen für eine Krankenhauskarriere sehr gut, wenn man den ausgeschrieben Stellen glauben darf. Doch die Aussicht auf Schichtdienste, unbezahlte Überstunden und Nachtschichten machen eine Anstellung als Klinikarzt nicht besonders attraktiv. Daher tendieren insbesondere junge Mediziner zu einer Tätigkeit als niedergelassener Arzt, denn eine eigene Praxis bedeutet:

  • weitgehend unabhängiger Arbeitsplatz
  • Arbeitsablauf kann selbst gestaltet werden
  • die medizinischen Leistungen der Praxis richten sich nach den eigenen Vorstellungen
  • Mitarbeiter selbst aussuchen
  • Praxisgestaltung nach eigenen Vorstellungen und Wünschen

Allerdings ist die Eröffnung einer eigenen Praxis – unabhängig von Idealismus und beruflichem Ethos – kein leichtes Unterfangen. Zurzeit gibt es in Deutschland rund 360.000 niedergelassene Ärzte, Tendenz steigend. Sicherlich ist diese Entwicklung positiv zu sehen, denn nur so ist die flächendeckende medizinische Versorgung der Bevölkerung gewährleistet. Dennoch ist der Konkurrenzdruck der Arztpraxen vor allem für Neugründer erheblich. Nicht jede Praxis lohnt sich finanziell.

Voraussetzungen für eine eigene Praxis

Im Prinzip genügt die ärztliche Approbation, um eine eigene Praxis zu eröffnen beziehungsweise in eine bestehende Arztpraxis einzusteigen. Allerdings können dann nur Privatpatienten oder Selbstzahler behandelt werden. Die gesetzlich Versicherten hingegen dürfen nur dann in der Praxis medizinisch betreut werden, wenn eine entsprechende Genehmigung als kassenärztlicher Vertragsarzt vorliegt. Eine Arztpraxis, die auf die Behandlung von Privatpatienten beschränkt ist, macht jedoch häufig wirtschaftlich keinen Sinn.

Bei der Anmeldung zum Vertragsarzt handelt es sich eher um ein formelles Prozedere. Es wird lediglich eine Eintragung ins Arztregister sowie ein schriftlicher Antrag auf Zulassung beim sogenannten Zulassungsausschuss benötigt, um auch gesetzlichen Patienten seine Dienste als Arzt anbieten zu können. In der Regel gibt es keine Probleme bei der Zulassung.

Neugründung oder Übernahme einer bestehenden Praxis?

Eine weitere Frage, die sich den jungen Ärzten stellt, ist, ob eine Praxis übernommen oder neu gegründet werden soll. Was für eine Praxisübernahme spricht ist die Tatsache, dass zum einen der Patientenstamm übernommen wird und zum anderen sofort ein eingespieltes Team von Mitarbeitern zur Verfügung steht. Insbesondere der Aspekt des übernommenen Patientenstamms kann bei eventuell erforderlichen Krediten, zum Beispiel für Modernisierungsmaßnahmen der Praxis, eine entscheidende Rolle spielen. Banken sehen es gerne, wenn die Einnahmen durch einen bereits bestehenden Patientenpool generiert werden.

Wer sich dennoch für eine Praxisneugründung entscheidet, muss vor allem mit hohen finanziellen Aufwendungen rechnen. Wer allerdings bezüglich des Standorts flexibel ist und die richtige Wahl trifft, kann in manchen Bundesländern mit finanzieller Unterstützung rechnen. Dies ist insbesondere der Fall, wenn die Ärztedichte nicht den Erfordernissen einer gesamtmedizinischen Versorgung entspricht. So bietet das Land NRW Ärzten, die sich in Gemeinden mit ärztlicher Unterversorgung niederlassen, eine finanzielle Unterstützung von bis zu 50.000 Euro – allerdings muss sich der Arzt verpflichten, die Praxis mindestens fünf bis zehn Jahre lang zu betreiben.

Die Deutsche Bank unterstützt ambitionierte Ärzte

Aber auch die Deutsche Bank unterstützt junge Ärzte bei dem Weg in die Selbständigkeit durch das innovative HeilberufePortal. Nach erfolgter Registrierung kann hier jeder online veritable Existenzgründerkurse nutzen. Allein die Rubrik "eLearning Praxisgründung" umfasst rund 30 Video-Tutorials zum Thema Praxisneugründung. Weitere Themen sind unter anderem:
  • Schritte in die Selbstständigkeit
  • Vertragsgestaltung
  • Praxisbewertung
  • Praxiskauf
  • Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA)
  • Praxisorganisation

Zudem unterhält die Deutsche Bank eine PraxisBörse, die bei der Suche nach einer passenden Praxis behilflich ist. Ist die Praxis gefunden, bietet die Deutsche Bank eine medFinanzierung mit günstigen Konditionen an, die auf die Bedürfnisse der Ärzte zugeschnitten ist. Mittels des kostenlosen und unverbindlichen InvestionsCheck besteht die Möglichkeit, die finanzielle Position des Arztes bei der Praxisgründung beziehungsweise Praxisübernahme im Voraus darzustellen.

Quelle: Ein Beitrag der Deutschen Bank.

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  • Quelle: red | Foto Einzelperson: TheHilaryClark / Hilary Clark, Foto Team: Stefan_Schranz / Stefan Schranz, beide pixabay und Lizenz CC0 Public Domain
  • Erstellt am 30.01.2017 - 07:24Uhr | Zuletzt geändert am 30.01.2017 - 22:15Uhr
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