Wird der Handel mit Binären Optionen zum Volkssport?
Görlitz, 26. November 2015. Bereits im Januar 2013 hatte der Görlitzer Anzeiger näher erklärt, was Binäre Optionen sind. Während der Begriff damals noch für viele Leute neu war, sind inzwischen immer mehr geneigt, den schnellen Handel, bei dem auf Wertentwicklungen gesetzt wird, mit Hilfe eines geeigneten Brokers auszuprobieren.
Abbildung: Das Setzen auf die Wertentwicklung bei solchen Währungspaaren gehört zu den Binären Optionen.
Kleine Einsätze und steuerlicher Freibetrag für den möglichen Gewinn
Doch den Zugang zu diesen Möglichkeiten zu finden ist für den Einsteiger nicht einfach. Hilfreich sind daher Online Portale, auf denen Experten die einzelnen Anbieter präsentieren. So wird beispielsweise der Binäre Optionen Broker IQOption als ein Dienstleister vorgestellt, der mit seinen Konditionen für Einsteiger als gut geeignet benannt wird.
Doch zunächst zur Erinnerung: Binäre Optionen sind im Grunde eine Wette darauf, ob Werte – beispielsweise Aktien, Rohstoffe oder Währungspaare - steigen oder fallen. Liegt man mit seiner Tendenz richtig, bekommt man sein eingesetztes Geld plus Gewinn gutgeschrieben. Wer allerdings auf die falsche Wertentwicklung setzt, verliert seinen Einsatz komplett, wobei auch Verluste möglich sind, die den Einsatz überschreiten.
Wie läuft das nun bei IQoption? Zunächst ist interessant, dass man hier schon ab einer Mindesteinzahlung von zehn Euro am Handel teilnehmen kann. Ob es eine gute Idee ist, an diesem unteren Limit zu bleiben, muss sich jeder selbst überlegen, denn für Neukunden winkt IQoption mit einem Bonus von bis zu hundert Prozent auf die erste Einlage.
Die Mindesthandelssumme beträgt sogar nur einen Euro. Dennoch sollte man nicht gleich richtiges Geld einsetzen, sondern mit dem gebotenen kostenlosen Demokonto erst einmal ausprobieren, wie der Handel abläuft.
Insgesamt ist der Handel mit Binären Optionen für Privatleute in Europa noch ein junges Geschäft, wurde er doch erst im Jahr 2008 ermöglicht. Was folgte, waren "wilde Jahre" in einem weitgehend unregulierten Markt. Heute ist das anders. IQoption zum Beispiel hat seinen Sitz auf Zypern, also innerhalb der EU. Auf Zypern können sich auch Binäre Broker von der Cyprus Securities and Exchange Commission (CySEC) regulieren lassen; die sorgt beispielsweise dafür, dass Kundeneinlagen von Firmengeldern getrennt werden, um sie im Insolvenzfall zu schützen. Zur Beliebtheit der Insel bei den Brokern tragen sicherlich die geringen Steuern bei: Vor zwei Jahren wurden die Unternehmenssteuern von zehn auf immer noch recht geringe zwölfeinhalb Prozent erhöht, ein Jahreseinkommen bis 19.500 Euro bleibt steuerfrei, dann setzen drei Stufen von 20, 25 und 30 Prozent ein.
Was interessiert das den Anleger, der von Deutschland aus beispielsweise IQOption mit Sitz auf Zypern für sein Trading nutzt? Nun, er muss immer klären, ob der Broker die deutschen Steuern für ihn abführt oder ob er sich selbst darum kümmern muss. Wenn der Gewinn den in Deutschland gültigen persönlichen Freibetrag von 801 Euro überschreitet, müssen die Einnahmen in der Steuererklärung (Anlage KAP) zwecks Abführung der Abgeltungssteuer (25 Prozent) und des Solidaritätszuschlags, gegebenenfalls auch der Kirchensteuer, angegeben werden. Gewinne und Verluste innerhalb der Anlagegattung können verrechnet werden, weswegen empfohlen wird, die Handelskontoauszüge der Steuererklärung beizufügen. Ein Verlustvortrag aus einem Jahr mit negativem Saldo ins nächste ist möglich. Wie so oft im komplizierten Steuerrecht empfiehlt es sich auch hier, einen Steuerberater oder einen Steuerbevollmächtigten zu Rate zu ziehen.
Zurück zum Thema. Für den Neueinsteiger in die Welt der Binären Optionen sind zwei Dinge wichtig, sobald echtes Geld ins Spiel kommt: Man kann – wie beim Beispiel IQOption – schon mit einer Mindesthandelssumme von nur einem Euro einsteigen. Bleibt man bei derartig kleinen Beträgen, so dürfte auch der jährliche Steuerfreibetrag von 801 Euro ausreichend sein, um den eventuellen Gewinn nicht versteuern zu müssen – vorausgesetzt, man hat keine weiteren nennenswerten Kapitalerträge.



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- Quelle: TEB | Foto: PIX1861 / Csaba Nagy, pixabay, Lizenz CC0 Public Domain
- Erstellt am 26.11.2015 - 17:52Uhr | Zuletzt geändert am 26.11.2015 - 18:26Uhr
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