Das Internet wirbt für das Internet und "supergeile" Kekse – wie Agenturen clever und humorvoll agieren
Görlitz, 23. Dezember 2014. Auch in Görlitz geht die Zeit der Weihnachtseinkäufe für dieses Jahr zu Ende, von Last-Minute-Käufen in Torschlusspanik abgesehen. Die Vorweihnachtszeit war wieder von einem wahren Werbe-Trommelfeuer der Anbieter begleitet. Doch Werbung ist meistens nur eines: nervig. Wenn sie dann doch einmal begeistert, dann meist durch Humor oder Gefühle. Dazu muss der Mensch entweder auf der emotionalen Ebene angesprochen werden oder sich mit der dargestellten Situation beziehungsweise den Akteuren identifizieren können. Im besten Falle greift der Nutzer den Spot auf und teilt ihn freiwillig in sozialen Medien – dann geht ein Werbevideo viral und erreicht große Massen.
Ideen, die zu durchschlagendem Erfolg führten
Ein aktuelles Beispiel dafür ist die Werbung eines Baumarktes, in der ein Vater aus Liebe zu seiner Tochter das gesamte Haus schwarz streicht und mit "seinem Projekt" ausdrückt: "Ich verstehe Dich!"
So banal die Idee, so durchschlagend der Erfolg. Das Video und somit auch die Baumarktkette bekamen weltweite Aufmerksamkeit. Ein für das klassische Fernsehen produzierter Werbeclip verbreitete sich so durch das Internet. Doch es geht auch anders herum: Immer mehr reine Onlineunternehmen schalten Werbung im TV, um Ihre Produkte zu vermarkten, darunter globale Player wie Zalando und Amazon.
Digitale Dienstleister werben mehr im TV
Auch der Webhosting Anbieter Strato konnte seinen Bekanntheitsgrad mit einer witzigen Kampagne pushen. Im Spot lässt Strato einen älteren Herrn mit wenig Haaren und großer Nerdbrille als Personifizierung des Internets die angebotenen Dienstleistungen erklären. In eine graue Kugel verpackt, stellt der sympathisch anmutende Nerd Produkte wie simple Lösungen zum Erstellen einer Homepage vor. Das Internet erklärt das Internet – das ist witzig und eine frische Herangehensweise an eine eigentlich trockene Thematik.
Und auch, wenn ein Lebensmittelhändler ein im Internet gehyptes Video aufgreift und daraus eine Kampagne bastelt, führt dies zum Erfolg. Zuletzt passiert mit dem Youtube Hit "Der Tourist feat. Friedrich Liechtenstein", der allen nur als "Mr. Supergeil" bekannt sein dürfte. Die Supermarktkette EDEKA engagierte den Schauspieler und drehte ein neues Video mit abgewandeltem Text in ihren Filialen. Auf einmal war ein Supermarkt "hip" und alle seine Produkte "supergeil". Die adaptierte Version generierte zehn Millionen mehr Klicks als das Originalvideo – ein Marketing-Geniestreich.
Könnte Werbung immer so sein wie in den genannten Beispielen, wäre sie alles andere als nervig, sondern einfach – supergeil.



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- Quelle: red | Abbildung "Marketing Strategy": geralt / Gerd Altmann, pixabay, Lizenz CC0 Public Domain
- Erstellt am 23.12.2014 - 10:52Uhr | Zuletzt geändert am 23.12.2014 - 11:35Uhr
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