64 Bit Systeme: Inzwischen auch bei Unternehmen Quasi-Standard

Görlitz, 2. Dezember 2014. Görlitz hat sich in den letzten Jahren klammheimlich zu einer kleinen Hauptstadt der Softwareindustrie gemausert. Der Görlitzer Anzeiger geht heute jedoch auf einen Hardware-Aspekt ein: den Unterschied zwischen 32 Bit und 64 Bit Systemen. Das Schlagwort "64 Bit Computing" war vor einigen Jahren noch etwas, womit eher die "Nerds" unter den PC-Usern etwas anfangen konnten. Hier war die mit dieser Architektur in Verbindung stehende Rechenpower vor allen deswegen gefragt, um die gestiegene Leistung für komplexe 3D-Spiele einzusetzen. Gaming war einer der Hauptbeweggründe, warum 64 Bit überhaupt erst so richtig aufkommen wollte.

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Windows 7 Professional für Unternehmen noch immer adäquate Lösung

Allerdings bringt die zukunftsweisende Prozessorarchitektur auch im Office-Bereich durchaus ihre Vorteile mit sich: Schnelleres Arbeiten mit parallel laufenden Programmen sowie die effizientere Nutzung des Arbeitsspeichers wären da sicherlich an erster Stelle zu nennen. Durch die zunehmende Verbreitung im High-Performance- und Gaming-Bereich (dazu hier eine aktuelle Nutzungs-Statistik) wurden 64 Bit Systeme auch im Allgemeinen immer günstiger, sodass sie in der heutigen Zeit als ganz normale Bürorechner erschwinglich sind.

Mehr Arbeitsspeicher adressierbar & schnelleres Arbeiten

Der für den "Normaluser" am ehesten zu bemerkende Unterschied ist die Tatsache, dass mit einem 64 Bit System mehr als 4 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher adressierbar sind. Bei der Konzeption des 32 Bit Systems hat man sich wahrscheinlich damals nicht vorstellen können, dass es jemals notwendig werden sollte, an einem Personalcomputer mehr Arbeitsspeicher zu benötigen.

Tatsächlich kommt man auch heute noch mit bis zu 4 GB in vielen Fällen gut hin, in anderen aber eben nicht mehr. Da der Preisunterschied zwischen 32 und 64 GB Systemen jedoch kaum mehr relevant ist, machen auch immer mehr Unternehmen keine "halben Sachen" mehr und statten einfache Office-Rechner mit einer entsprechenden 64 Bit Architektur aus, die dann einerseits mehr als 4 GB adressierbaren Arbeitsspeicher erlaubt und andererseits auch generell schneller arbeitet.

Immer weniger Kompatibilitätsprobleme

In den Anfangszeiten der 64 Bit Architektur war die Kompatibilität (neben dem Preis) der Systeme noch ein echter Knackpunkt. Microsoft entwickelte zum Beispiel für Windows XP (etwas verspätet) eine separate 64 Bit Version, unter der dann allerdings teils alte Software nicht richtig lief. Gerade in Unternehmen wird jedoch oftmals über viele Jahre hinweg bestimmte Software genutzt, von der man sich vielfach nicht so leicht verabschieden kann oder will. Heute jedoch hat man solche Probleme so gut wie nicht mehr, wenn man sich Windows 7 Professional mit 64 Bit kauft oder auch auf das neue Windows 8(.1) mit 64 Bit zurückgreift, was jedoch gerade in der Unternehmenswelt aufgrund seiner App-Fokussierung weniger beliebt ist. Hier ist Windows 7 Professional immer noch eine adäquate Lösung, wenn es um die Frage des Betriebssystem-Neukaufs geht.

Fazit:
Betriebssysteme und Rechnerarchitekturen auf Basis von 64 Bit sind heutzutage quasi zum Standard geworden. Gerade wenn der Neukauf von Rechnern ansteht, wird auch im Office-Bereich kaum noch auf 32 Bit zurückgegriffen. Die Gründe dafür liegen vor allem im Preisverfall, der gestiegenen Nachfrage nach Rechenleistung sowie den praktisch aus der Welt geräumten Kompatibilitätsproblemen mit dieser Architektur.

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  • Quelle: red | Fotos: ganz oben: TobiasD / Tobias Dahlberg, Mitte: vait mcright / Henning Westerkamp, beide pixabay und Lizenz CC0 Public Domain
  • Erstellt am 01.12.2014 - 23:11Uhr | Zuletzt geändert am 01.12.2014 - 23:53Uhr
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