Offline Tracking gewinnt zunehmend an Bedeutung
Görlitz, 28. Oktober 2014. Görlitzer kennen das durchaus: Manchmal wird an der Kasse im Supermarkt nach der Postleitzahl gefragt und diese vom Kunden arglos genannt. Bundesweit ist es immer öfter so: Wenn ein Kunde ein Geschäft betritt, dann wird er auf Schritt und Tritt verfolgt, von dutzenden Kameras, Sensoren und High-Tech-Geräten. Was klingt wie aus einem Sci-Fi-Film, ist längst zur Realität geworden. Kein Wunder, denn die heutige Technik erlaubt einen umfassenden Einsatz im On- und Offline-Geschäft. Wer auf der Webseite seine Besucher online "trackt", also verfolgt, will in der Regel wissen, was seine Kunden suchen und wie sie zu den entsprechenden Zielseiten gelangen. Und das gleiche funktioniert auch "offline" im Ladengeschäft. Hier wurde das früher durch aufwendige Tests (Verfolgen von Kundengängen, anonyme Testeinkäufe usw.) vollzogen. Heute werden dafür nur ein paar Computer, moderne Software und einige Kameras benötigt.
Herausforderung für Anbieter: Lerne Kunden "neu" kennen – analysiere sie!
Kunden wollen etwas. Und je mehr ihr Wunsch - kurze Einkaufswege, ein gutes Angebot oder eine umfassende Präsentation - erfüllt wird, desto glücklicher sind sie. Und je mehr Daten einem Unternehmen zur Verfügung stehen, desto besser kann es auf die Wünsche der Kunden eingehen.
Bis vor wenigen Jahren war es vollkommen "üblich", dass die Unternehmen lediglich aufgrund von Absatzzahlen den Erfolg einer Kampagne abschätzen konnten. Ob dieser Absatz nun durch die neue Raumaufteilung, durch die Werbung oder die Saison kam, konnte nur schwer ermittelt werden. Glücklicherweise hat sich das geändert, denn mit dem Offline Tracking von Besuchern lassen sich die Laufwege von Kunden in anonymer Form ermitteln. So kann man beispielsweise binnen weniger Tage die Auswirkungen eines kürzlich erfolgten Umbaus feststellen. Auch erkennt man sofort, wenn sich an bestimmten Tagen Staus in Gängen bilden und es damit dort zu einer höheren Quote von Kaufabbrüchen kommt. Selbst Veränderungen des Kaufverhaltens infolge von Preisänderungen lassen sich zügig ermitteln.
Einer dieser Anbieter ist zum Beispiel stor.es. Mit dessen System können die Anbieter nicht nur die vorhandenen Daten nutzen, sondern auch Hochrechnungen anstellen - je mehr Daten verfügbar sind, desto besser funktionieren die Hochrechnungen beim Offline Tracking von Kunden.
Kameras waren gestern – moderne Technologien nutzen
Bisher agierten die meisten Unternehmen mit teuren Kamerasystemen. Inzwischen gehen die Anbieter allerdings neue Wege. Mit dem von jedem Handy in regelmäßigen Abständen ausgesendeten Signal können Händler genau feststellen, wo sich der Kunde gerade befindet und wie lange er sich dort aufhält.
Wer einen Gang umräumt, kann so direkt feststellen, ob sich die Verweildauer dort erhöht oder senkt. Wer ein einmaliges Angebot veröffentlicht und dieses werbewirksam im Geschäft präsentiert, kann mit der Ortung der Handys den Erfolg dieser Kampagnen feststellen. Dies ergibt weitaus mehr Daten, als man sie über reine Absatzzahlen ermitteln kann.
In Kombination mit der berühmten Postleitzahlen-Abfrage an der Kasse lassen sich so langfristig nicht nur interessante Zahlen "erbeuten", sondern vor allem wirtschaftliche! Der Absatz und Gewinn von Produkten kann im zweistelligen Bereich gesteigert werden. Und unwirtschaftliche Produkte, welche nur Platz verbrauchen, können besser positioniert oder aus dem Programm genommen werden. Dies erhöht die Liquidität und senkt die Kapitalbindung.
Vorsicht beim Datenschutz – eine Prüfung ist erforderlich
Da es die Deutschen besonders mit "ihrem" Datenschutz haben, sollte man sich vor der Inbetriebnahme absichern und auch bei der Auswahl der Anbieter sich auf Unternehmen mit Sitz in Deutschland beschränken. Gegebenenfalls ist durch einen Anwalt prüfen zu lassen, ob die Hausordnung angepasst und Hinweise am Eingang angebracht werden müssen. Wer diese "Kleinigkeit" jedoch beachtet, kann mit dem Offline Tracking schnell und kostengünstig die Verkaufszahlen in die Höhe treiben.



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- Quelle: red | Fotos: ganz oben: © andreasmetallerrni, Mitte: © Unsplash, beide pixabay und Lizenz CC0 Public Domain
- Erstellt am 28.10.2014 - 21:17Uhr | Zuletzt geändert am 28.10.2014 - 22:37Uhr
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