Neue Richtlinien für die Mittelstandsförderung

Dresden. Auf Vorschlag des sächsischen Wirtschaftsministers Thomas Jurk hat das Kabinett die neuen Mittelstandsrichtlinien beschlossen und rückwirkend zum 1. Januar in Kraft gesetzt. Unter dem Leitsatz "Verbesserung der unternehmerischen Leistungsfähigkeit" wurden insgesamt zwölf neue Richtlinien überwiegend zur nicht-investiven Förderung des Mittelstandes gebündelt. Von Wissenstransfer und Prozessoptimierung, über Markterschließung und Außenwirtschaftsförderung bis hin zur Kooperationsförderung bietet dieses Gesamtprogramm gezielte Unterstützung für eine breite Palette unternehmerischen Handelns. Dafür stehen im Jahr 2007 mehr als 32 Millionen Euro zur Verfügung.

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Leistungsfähigkeit soll verbessert werden

Die neuen Mittelstandsrichtlinien sollen den kleinen und mittleren Unternehmen helfen, größenbedingte Nachteile besser auszugleichen. Sie helfen Kosten zu senken, Zeit einzusparen, den Absatz zu unterstützen, Kontakte zu vermitteln oder Risikovorsorge zu treffen.

"Damit erhöhen wir die Wettbewerbsfähigkeit des sächsischen Mittelstandes und fördern die Entwicklung regionaler Potenziale", ist sich Staatsminister Jurk sicher und erklärt: "Wir können es uns nicht leisten, dass eine innovative Idee in der Schublade bleibt!" Mit der neuen Richtlininie sei es nun möglich ist, die Markteinführung innovativer Produkte zu unterstützen. Bisher war der Weg von einer Erfindung bis zu ihrer Platzierung am Markt gerade für Mittelständler mit wenig Personal schwierig. Diese Förderlücke sei, so Jurk, nun geschlossen.

Eine weitere Veränderung gibt es beim Programm Intensivberatung/ Coaching. "Mit der Öffnung der Zuwendungsempfänger auf natürliche Personen haben wir eine Weiche gestellt, um das Problem der Unternehmensnachfolge besser bewältigen zu können", so Jurk weiter.

Auch die für Netzwerk- und Clusterentwicklung in Sachsen so wichtige Kooperationsförderrichtlinie gewinnt durch die Öffnung für bestimmte Maßnahmen in Forschung und Entwicklung ("F&E-Maßnahmen") deutlich an Attraktivität. Diese Öffnung gilt nur für Kooperationen, die ihren Schwerpunkt in strukturschwachen Gebieten haben. "Damit verfügen wir über ein wirksames Instrument zur Stärkung der Wirtschafts- und Innovationskraft in der besonders kleinteilig organisierten Unternehmenslandschaft strukturschwacher Regionen", sagte Jurk zu den Zielen dieser Veränderung.

Sämtliche bereits bestehenden Beratungsförderprogramme sind außerdem neu strukturiert, miteinander verzahnt und passgenau auf die unterschiedlichen Bedarfslagen von KMU zugeschnitten.

Informationen und Beratung erhalten potenzielle Antragsteller über die Sächsische Aufbaubank (SAB).

Mehr:

http://www.sab.sachsen.de

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  • Quelle: /SMWA070128
  • Erstellt am 28.01.2007 - 14:19Uhr | Zuletzt geändert am 28.01.2007 - 15:35Uhr
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