Landskron mit limitierter Retro-Kiste
Görlitz, 7. August 2014. So ganz koscher ist die neueste Geschäftsidee meines Kumpels Siggi nicht: "Ich hol´ mir ein paar Kisten Landskron Helles, weiche die Etiketten ab und verklickere sie als 'Original 1989 - das Bier der der Friedlichen Revolution' auf dem Flohmarkt!" Der Görlitzer Anzeiger erklärt, was dahintersteckt und warum das nicht geht.
Bei Landskron wird "Go to hell!" anders übersetzt
Immerhin leben wir im Jahr 145, wenn es nach der Landskron-Zeitrechnung geht: Die 1869 gegründete heutige private BRAU-MANUFAKTUR hat frische Ideen zu diesem Jubiläum.
So ist man darauf gekommen, dass "Landskron Hell" das Bier mit der längsten Tradition ist, seit dem Gründungsjahr der heute unter Denkmalschutz stehenden Brauerei wird es im traditionellen offenen Gärverfahren gebraut. "In der DDR-Zeit war es das Bier der Kohlekumpel", verweist Landskron Geschäftsführerin Katrin Bartsch auf die jüngere Geschichte des milden Durstlöschers, der heiße Sommertage und harte Arbeit (so man darf) erträglicher macht.
Pünktlich zum 25. Jahrestag der Friedlichen Revolution bringt Landskron eine "gemischte Kiste" mit Retro-Ausstattung in den Handel. Allerdings nicht für immer, denn diese limitierte Sonderabfüllung gibt es - untermischt in der Standard-Kiste Landskron Hell - nur für kurze Zeit. Aber keine Angst: Am Flascheninhalt ändert sich nichts, lediglich ein Teil der Etiketten erhält das heute nostalgisch erscheinende Design von damals. "So wollen wir unsere Kunden überraschen und sie anregen, unser traditionsreichstes Produkt zu probieren", erläutert die Brauereichefin.
Da hat Kumpel Siggi Pech: Es werden also nicht die Original-Etiketten auf die beliebten Hopfen-und Gerstensaft-Flaschen geklebt, sondern die damalige Gestaltung wird aufgegriffen und erscheint auf der modernen Etikettenform. Aber vielleicht macht es das noch wertvoller und die Flohmarkt-Idee funktioniert ganz ohne zu flunkern?
Kommentar:
Wer hätte das gedacht: Bei Landskron in Görlitz, dem produzierenden Industriedenkmal, kann man nicht nur Bier, sondern auch schöne alte Bilder kistenweise aus dem Keller holen. Vielleicht lässt sich die Sache mit den historischen Etikettenvorlagen bei anderer Gelegenheit neu auflegen, Sammelleidenschaft kennt ja bekanntlich keine Grenzen.
Mit der hellen Retro-Mix-Kiste geht Landskron mit der Zeit: Die Lausitz - vom Zittauer Gebirge bis zum Seenland - entwickelt sich immer stärker zu einer touristischen Erlebnisregion. Anbieter sind hier gut beraten, wenn sie ihren Kunden positive Erlebnisse und Überraschungen vermitteln. Dass das in Kombination mit der handwerklichen Qualität des Görlitzer Bieres funktioniert, beweist Landskron, denn Geschäftsführerin Bartsch kann darauf verweisen, dass Landskron Hell auch im touristisch erschlossenen Lausitzer Seenland sehr beliebt ist.
Darauf sollten wir ruhig mal anstoßen, darauf, dass ein so traditionsreiches Unternehmen nicht verkrustet, sondern seinen Kunden und Marktpartnern agil-frisch-fröhlich und manchmal auch bissel frech begegnet.
Heute mit einem Hellen bitte!
Ihr Thomas Beier
Landskron Hell Steckbrief:
Das malzige Helle von Landskron ist weniger gehopft als Pilsner und schmeckt angenehm mild, leicht süßlich und frisch. Es ist blank gefiltert und von hellgelber Farbe.
Der Alkoholgehalt liegt bei 4,5 Volumenprozent, die Stammwürze bei 10,9 Prozent.
Landskron Hell gehört zur Biergattung "untergäriges Schankbier" und sollte die Kehle mit einer Temperatur von zehn bis zwölf Grad Celsius erreichen.
Es kommt mit wenigen, aber guten Zutaten aus: Brauwasser, Gerstenmalz, Hopfen und Hopfenauszüge.



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- Quelle: red | Fotos: © Landskron - private BRAUEREI-MANUFAKTUR
- Erstellt am 07.08.2014 - 09:47Uhr | Zuletzt geändert am 07.08.2014 - 11:23Uhr
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