Hidden Champion: 20 Jahre ULT AG
Löbau, 14. Mai 2014. Großer Bahnhof heute bei der ULT AG im Löbauer Ortsteil Kittlitz: Kurz vor 17 Uhr rollt Ministerpräsident Stanislaw Tillich ein, um von ULT-Vorstand Dr. Christian Jakschik und seiner Frau ebenso herzlich begrüßt zu werden wie Michael Kretschmer, MdB (im Bild von links).
Eine echte Gründerstory
Von Thomas Beier. Anlass ist das 20-jährige Betriebsjubiläum von ULT. Die Buchstaben stehen für Umwelt-Lufttechnik und umreißen damit, worum es in der Forschung, Entwicklung und Produktion bei ULT geht: Um die Reinhaltung und Aufbereitung der Luft. Das braucht man überall dort, wo Dämpfe und Stäube entstehen, typischer Weise beim klassischen Schweißen und Löten, aber auch beim modernen Laserschweißen und bei der mechanischen Bearbeitung.
Dr. Jakschik hat eine echte Gründerstory zu erzählen: Am Anfang mit der Sicherheit, dass ein Markt für derartige Umwelttechnik besteht, begleitet von der Unsicherheit, ob dieser Markt von der Oberlausitz aus erschlossen werden kann. Die ersten Geräte entstanden in der Garage, finanziert von einem Kredit, der eigentlich für eine neue Heizung gedacht war. Doch die konnte noch warten, der Unternehmer Dr. Jakschik hingegen nicht.
Auch wenn das Unternehmen heute als Aktiengesellschaft firmiert, repräsentiert es doch eine mittelständisches Familienunternehmen. Und so lobt Dr. Jakschik seine Frau, die ihm in den schwierigen Anfangsjahren den Rücken frei gehalten hat, und freut sich über seine drei Kinder, die samst neun Enkeln am Tisch in der Festhalle sitzen. Festhalle auf Zeit, denn am Morgen wurde hier noch produziert und morgen wird schon wieder produziert (die Halle ist die vierte Erweiterung seit dem Neubaus des Firmensitzes im Jahr 1999) - Stillstand kann man sich nicht leisten. Außerdem findet heute und morgen das 4. ULT-Symposium statt. Diese alle zwei Jahre stattfindende Expertertentreffen dient dem Austausch aus Forschung und Industrie.
Zur Jubiläumsfeier hat sich nicht nur Politprominenz, zu der auch der Löbauer Oberbürgermeister Dietmar Buchholz zählt, eingefunden, neben den vielen inländischen sind auch internationale Geschäftspartner sind angereist, so aus Japan, China und Russland.
Für Ministerpräsident Tillich sind Unternehmen wie die ULT AG der Beweis, dass Sachsen mit seiner Förderpolitik die richtigen Prioritäten setzt. Man habe die Forscher im Lande halten können, was sich jetzt in Forschungsausgaben der Unternehmen über dem Bundesdurchschnitt auszahle. Neben der Auto- und Chipindustrie wachsen immer mehr mittelständische technologieorientierte Unternehmen wie die ULT AG außerhalb der sogenannten Leuchtturmregionen. Nach Tillichs Worten kommen ihnen rund 77 Prozent der finanziellen Wirtschaftsförderung zugute.
Berufliche Zukunftssorgen hat Ministerpräsident Tillich jetzt nicht mehr, denn Dr. Jakschik hat angeboten, ihn sofort zu übernehmen, falls er aus der Politik raus will: Tillich ist Diplom-Ingenieur für Konstruktion und Getriebetechnik - und Konstrukteure werden bei ULT gesucht. Doch kurzfristig wird das nicht werden, denn - mit leichtem Zeitverzug - entschwebten Tillich und Kretschmer, um in ihren Limousinen zur CDU-Regionalkonferenz nach Weißwasser zu düsen.
Mehr:
www.ult.de



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- Quelle: Text und Fotos: Thomas Beier
- Erstellt am 14.05.2014 - 20:07Uhr | Zuletzt geändert am 14.05.2014 - 21:10Uhr
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