Schaufenster nach Europa
Das Filmfest Dresden wird erwachsen. In diesem Jahr findet Europas höchstdotiertes Kurzfilmfestfestival bereits zum 18. Mal statt. Staatsminister Hermann Winkler, Chef der Staatskanzlei und auch für Europapolitik und Medienfragen zuständig: "Das Filmfest hat sich in den letzten Jahren zum Schaufenster nach Europa entwickelt. Es zeigt künstlerisch wertvolle Filme, von denen ein guter Teil auch in Sachsen hergestellt und gefördert wird."
Filmfest Dresden
Im vergangenen Jahr konnte das Filmfest bereits 20.500 Zuschauer anlocken. Aus der Rekordzahl von 1.800 Einreichungen aus aller Welt haben die Filmfestmacher das diesjährige Festivalprogramm ausgewählt. Dies beweist, dass das Filmfest Dresden mittlerweile international zu den bedeutendsten Kurzfilmfestivals gehört. Vom 18. bis zum 23. April kämpfen in der sächsischen Landeshauptstadt 73 Animations- und Kurzfilme im Internationalen und Nationalen Wettbewerb um die begehrten Goldenen Reiter und Preisgelder im Gesamtwert von rund 60.000 Euro. Und auch das begleitende Rahmenprogramm hat es in sich. In insgesamt zwölf thematischen Programmschwerpunkten werden 140 Kurzfilme gezeigt.
Die Mitteldeutsche Medienförderung unterstützt das Festival mit 15.000 Euro. Das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst hat die Förderung in diesem Jahr sogar von 76.000 Euro auf 100.000 Euro aufgestockt. Hinzu kommt der neue Förderpreis von Kunstministerin Barbara Ludwig mit 20.000 Euro.
Mit der jetzt schon vierten Vorab-Präsentation des Filmfestes in der Landesvertretung des Freistaates in Berlin führe die Staatsregierung darüber hinaus die gute und erfolgreiche Kooperation mit Festivalleiter Robin Mallick und seinem Team auch in diesem Jahr fort, so Winkler. Die Preview findet für das diesjährige Festival am Dienstagabend statt (14. März, 19 Uhr).
An den sechs Festivaltagen im April können die Besucher in Dresden allein 918 Minuten kurzen Film in den Wettbewerbsprogrammen genießen. "Würden die Filme eine normale Spielfilmlänge haben, müsste man rund 14 Tage lang jede Minute im Kino verbringen", schmunzelte Festivaldirektor Robin Mallick. Anstatt Lasershows und langatmiger Werbung zeigt das Filmfest Dresden kurz und knapp Streifen, die dem großen Hollywood-Kino in Nichts nachstehen. In komprimierter Form geht es um zwischenmenschliche Beziehungen und den Sinn des Lebens. Action und Spannung spielen ebenso eine Rolle wie Komik und Tragik, nur eben in kurzer Form. "Einmal kurz weggeschaut und schon haben die Besucher die Hälfte verpasst", warnte Robin Mallick.
Vor Journalisten in Dresden kündigte Staatsminister Winkler an, sich künftig verstärkt auch dem internationalen Austausch im Filmbereich zu widmen. In diesem Zusammenhang steht auch seine Schirmherrschaft über das Austauschforum "Perspektiven für den Animationsfilm". Im Rahmen des Filmfests findet es dieses Jahr mit dem Partnerland Bulgarien statt und will junge Filmemacher aus Dresden und Sofia zusammen bringen.
Winkler wird Ende Juni mit einer Delegation sächsischer Medienunternehmen in Moskau das dortige internationale Filmfestival besuchen, um Kontakte auf diesem äußerst interessanten Markt zu knüpfen. "Durch einige Firmen wie L.E. Vision und die Saxonia Media gibt es schon gute Verbindungen nach Moskau", erläuterte Winkler. So sei es auch gelungen, dass der in Dresden gefilmte und von der Mitteldeutschen Medienförderung unterstützte Kinofilm "Der Rote Kakadu" von Dominik Graf, der das Leben in der Stadt in der Zeit des Mauerbaus zeigt, vom Moskauer Filmfestival eingeladen wurde. "Damit haben wir einen guten Türöffner für unsere Gespräche mit dortigen Unternehmen, Produzenten und der Filmförderung", so Winkler abschließend.


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- Quelle: /SSK /filmfest Dresden /red
- Erstellt am 13.03.2006 - 22:36Uhr | Zuletzt geändert am 03.07.2007 - 22:28Uhr
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