Georg als i-Punkt

Dresden. Ein weiterer Meilenstein beim Wiederaufbau des Dresdner Residenzschlosses ist erreicht: Am 19. Februar 2007 wurde die Giebelfigur auf den Südgiebel des Georgenbaus aufgesetzt. Damit sind Sanierung und Restaurierung des Georgenbaus abgeschlossen. Die Figur stellt den ehemaligen Herzog von Sachsen, "Georg den Bärtigen" (1471-1539) dar. Ihr Original entstand um 1900 im Zuge des Schlossumbaus durch Dunger und Frölich. Sie wurde beim Bombenangriff 1945 stark beschädigt. Reste der Figur verblieben bis in die 60er Jahre auf dem Gebäude. Aufgesetzt wird eine Kopie aus Postaer Sandstein (Gewicht zirka 2 Tonnen, rund 3 m hoch). Das Aufsetzen erfolgt mit Hilfe eines Kranes sowie zwei Fassadenkletterern.

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Georgenbau mit "Georg dem Bärtigen" fertiggestellt

Seit September 2005 wurde der Georgenbau unter Projektleitung des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) saniert. Die Baumaßnahmen am Georgenbau umfassten die Sanierung, Restaurierung und Ergänzung der Fassaden sowie der Renaissanceportale. Die Arbeiten waren auf Grund von Schäden dringend notwendig. Es wurden die Sandsteinfassaden gereinigt, Krusten entfernt, der Stein entsalzt und Sandsteinelemente ergänzt. An der Südseite war eine umfassende Rohbausanierung erforderlich. Ebenso wurden die Fenster im ersten und zweiten Obergeschoss der Südseite und der plastische Schmuck im Zustand von 1900 aufgebaut. Der Freistaat Sachsen investierte in die Sanierungsmaßnahmen rund zwei Millionen Euro.

Der Georgenbau wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts als einer der ersten Renaissancebauten in Sachsen errichtet und war auf Grund der reichen plastischen Fassadengestaltung eines der bedeutendsten Gebäude in Dresden.

Im Jahre 1701 durch einen Brand stark beschädigt, erfolgte der anschließende Wiederaufbau in veränderter Form. Beim Schlossumbau um 1900 haben die Hofbaumeister Dunger und Frölich das Gebäude im Stile der Neorenaissance umgestaltet. Nach der Zerstörung 1945 erfolgte von 1963 - 1966 der Wiederaufbau in sehr vereinfachter Form. Dabei wich man vor allem an der Südfassade von der Gestaltung um 1900 ab.

Denkmalpflegerisches Ziel für den Wiederaufbau des Dresdner Schlosses, einschließlich des Georgenbaues, ist die Wiederherstellung der Fassadengestaltung im Stile von 1900. Somit soll ein einheitliches Erscheinungsbild des Gebäudeensembles von der Schlossstraße aus geschaffen werden.

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  • Quelle: /red
  • Erstellt am 19.02.2008 - 13:45Uhr | Zuletzt geändert am 19.02.2008 - 13:50Uhr
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