Ministerpräsident besucht Kinderschloss Sonnenschein
Groß Krauscha / Krušow, 12. September 2020. Kinderschloss Sonnenschein, das ist die deutsch-polnischen Zentralkindertagesstätte in Groß Krauscha, dem Ortsteil und Verwaltungssitz der Gemeinde Neißeaue / Nysowa łučina. Das Kinderschloss ist eine von fünf Projekt-Kitas, in denen die Kinder als Modellprojekt die spielerisch Sprache des Nachbarlandes erlernen. Mitfinanziert wird das aus sächsischen Haushaltsmitteln. Gestern hat Ministerpräsident Michael Kretschmer nachgeschaut, wie das funktioniert.
Polnisch schon in der Kita lernen

Eingeladen zum Besuch hatte der Görlitzer Landrat Bernd Lange gemeinsam mit der Leiterin der Landesstelle Nachbarsprachen (LaNa) Regina Gellrich. Der Landkreis hat Angelika Anna Gogol eingestellt, die wöchentlich für einen Tag in die Kita kommt und den Alltag der Kinder ausschließlich in ihrer polnischen Muttersprache begleitet. Dass die Spracherfahrung den Kindern sichtlich Spaß macht, sie dabei keine Berührungsängste haben und sich mit Angelika trotz der viel zu langen Corona-Pause bestens verstehen, auch wenn sie sich erst nach und nach deren polnische Worte aus dem Kontext erschließen, das war für die Gäste eindrucksvoll spürbar.
"Die sächsischen Grenzregionen bieten ganz besondere Bildungschancen. Hier erleben Kinder von klein auf Sprache und Kultur unserer Nachbarländer im Alltag und in der authentischen Begegnung mit Muttersprachlern. Diesen Schatz gilt es, entlang der gesamten sächsischen Grenze noch mehr zu heben. Die pädagogischen Erfahrungen in den Projekt-Kitas und die Arbeit der Landesstelle Nachbarsprachen sind dafür nicht hoch genug zu schätzen", würdigte Ministerpräsident Kretschmer das Engagement im Landkreis Görlitz. Schon vor drei jahren hatte die Sächsische Landesstelle für frühe nachbarsprachige Bildung sogenannte Nachbarsprachkoffer mit Anregungen und pädagogischem Handwerkszeug für die Kitas entlang der sächsisch-tschechischen und sächsich-polnischen Grenze bereitgetellt.
Um diese Erfahrungen und die Herausforderungen, die in der Kita-Praxis dabei zu bewältigen sind, ging es dann auch in einem anschließenden Gespräch mit Erzieherinnen, der Kita-Leiterin und der Bürgermeisterin Evelin Bergmann. Vor allem die Wertschätzung der frühen nachbarsprachigen Bildungsarbeit durch die Sicherung kontinuierlicher Rahmenbedingungen für deren Umsetzung war dabei ein wichtiges Thema. Sprachentwicklung bei Kindern braucht vor allem Zeit und einen kontinuierlichen, vielfältigen sprachlichen Input durch Bezugspersonen, zu denen die Kinder eine vertrauensvolle Bindung aufgebaut haben.
So kam der Ministerpräsident nicht umhin, sich mit einem Versprechen zu verabschieden: "Der Staatsregierung wird sich im Rahmen der Haushaltsverhandlungen dafür stark machen, diese so wertvolle Arbeit zur frühzeitigen Heranführung der Kinder an Sprache und Kultur unserer Nachbarländer durch entsprechende finanzielle Mittel auch zukünftig weiter abzusichern."



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- Quelle: red | Fotos: Landratsamt Görlitz
- Erstellt am 12.09.2020 - 07:51Uhr | Zuletzt geändert am 12.09.2020 - 08:25Uhr
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