Zeitzeichen aus Görlitz: Gerhard Harvan-Ausstellung begeistert Kunstfans
Görlitz, 23. April 2019. Schaut man sich in der Welt der Kunst um, so entdeckt man viele geniale Künstler, die nie auf den Sockel großer Berühmtheit gelangt sind, dafür vielleicht aber viel interessanter sind als die wirtschaftlich erfolgreichen Ikonen. Der im Alter von erst 30 Jahren nach einem Unfall verstorbene Beuys-Schüler Gerhard Harvan, 1941 in Wien geboren und in Görlitz aufgewachsen, stand mitten in seinem Durchbruch zu großer Bekanntheit in der Welt der Kunst, als das Leben sagte: Halt. Dem Vergessen entreißen will ihn nun eine Werkschau im Düsseldorfer Uhrenturm.
Abbildung oben: Renate Harvan vor dem Ausstellungsplakat
Ausstellungsort in Görlitz gesucht

Die Location passt, schuf Harvan doch zahlreiche Bilder und Objekte zum Thema "Was ist Zeit?". Seine Witwe Renate Harvan ermöglichte jetzt mit Unterstützung des Vorstands vom Uhrenturm die erneute Begegnung mit dem Werk Gerhard Harvans – und stieß auf ungeahntes Interesse: Mehr als hundert Besucher standen Schlange zur Vernissage im Uhrenturm.
Gezeigt werden 16 Radierungen, acht Collagen und drei Bilder gezeigt – mit beeindruckender Resonanz. "Ich freue mich sehr, dass die Kunst von Gerhard so großes Interesse hervorruft", betonte Renate Harvan, die das Erbe bewahrt, und erzählt von ihrem großen Wunsch: "Wenn es gelänge, eine weitere Werkschau in Görlitz zu realisieren, ginge ein Herzenswunsch von mir in Erfüllung. Und ich bin sicher, Gerhard empfände das genauso. Er hatte ja seine Wurzeln in dieser wunderschönen Stadt."
Görlitz war für Gerhard Harvan ein Aufenthalt, wie für so viele das Sprungbrett für Erfolg woanders: 1960 erst London und dann Düsseldorf für immer. Hier studiert der an der Kunstakademie, lernt seine Frau kennen, realisiert aufsehenerregende Kunstaktionen wie das Menstruations-Kunst-Happening "Männer liebt den Zyklus! Damen nehmt ihn nicht so ernst" im Jahr 1969 vor der Düsseldorfer Kunsthalle. Wie besessen schuf Harvan Kunstwerke; so Plexiglas-Zeitröhren mit Uhrwerk . Er war einer, der intensiv lebte und sich mit Haut und Haar der Kunst verschrieben hatte. Seine faszinierenden Werke bleiben.
Prädikat: Unbedingt hingehen!
Noch bis Montag, 2. September 2019, jeden Montag von 18 bis 20 Uhr,
Uhrenturm an der Grafenberger Allee 300 (Nähe Arbeitsagentur), 40237 Düsseldorf
Private Führungen mit Renate Harvan sind möglich, Vereinbarung unter harvanx@xrenate-harvan.de (Spamschutz: bitte beide x entfernen) oder am Telefon unter 0211 - 31 32 63.
Der Görlitzer Anzeiger berichtete:
11.04.2019: Zeitmaschinen im Uhrenturm: Gerhard Harvan



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- Erstellt am 23.04.2019 - 10:20Uhr | Zuletzt geändert am 23.04.2019 - 10:57Uhr
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