Alternatives Gipfeltreffen: G20 Tausend in Rudolstadt
Rudolstadt, 9. Juli 2017. Das ist der Gegenentwurf zum Hamburger G20: Gestern schrieb das noch bis heute durch die Stadt und über die Bühnen ziehende Rudolstadt-Festival wieder einmal q.e.d. unter die Tatsache, dass sich viele – täglich bis zu 25.000 – Menschen aus aller Herren und Frauen Länder treffen können, um gemeinsam zu feiern, Musik zu machen und zu hören, bei Workshops dabei zu sein etc. pp. – schon die Abwesenheit von Staatschefs scheint die Welt friedlicher zu machen.
Gestern Verleihung der vier RUTH Preise

Thema: Woanders

"Woanders" – das ist das Stichwort, wenn der Görlitzer Anzeiger auf Reisen geht und von Erlebnissen und Begegnungen "im Lande anderswo" berichtet. Vorbildliches, Beispielhaftes und Beeindruckendes erhält so auch im Regional Magazin seine Bühne.
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Länderschwerpunkt des Rudolstadt-Festivals, Auflage 2017, ist Schottland – Anlass genug für Amy Macdonald, am Eröffnungs-Donnerstag im Heinepark dabeizusein. Neben schottischen Bands hatten sich weitere Musiker auf das Land der Schotten eingestellt; die Damenwelt honorierte die Kilts am Körper mit verstohlen-interessierten Blicken, die es einfach machten, Gedanken zu lesen.
Vier RUTH Preisträger
Die persönliche Festivalentdeckung war die Band Alma (von almas, im Spanischen die "Seelen") aus Österreich. Hier ist volksmusikalische Tradition nicht erstarrt, sondern wird mit Jazz und Klassik zu neuer Qualität und Schöpfung geführt. Doppelte Freude: Die fünf Musiker erhielten gestern einen der vier RUTH Preise, die das größte Folk Roots Weltmusik Festival Deutschlands jährlich vergibt.
Der RUTH Hauptpreis ging an Georg Ringswandl aus Bayern, der das Kardiologenhandwerk erlernte, bevor er zum Hauptberuflichen Kabarettisten und Liedermacher mutierte. Banda Internationale aus Dresden konnte sich über den RUTH Förderpreis freuen. Die Brass Band vereint Brass-Band umfasst ungefährt zwanzig Musiker, die aus Deutschland, Burkina Faso, dem Irak, dem dem Iran aus Syrien stammen, darunter viele Flüchtlinge.
Last not least: Prof. Max Peter Baumann aus der Schweiz kann den RUTH Ehrenpreis für sein Lebenswerk mitnehmen. Der 73-jährige Musikethnologe forscht zu traditioneller und Weltmusik.
Festival-Eindrücke
Wer das Rudolstadt-Festival besucht (Programm heute, am 9. Juli 2017, noch bis ca. 22.30 Uhr im Heinepark, bis 20.30, dem Ende der Abschlussrevue, in der Stadt, bis 18 Uhr auf der Heidecksburg und bis zum frühen Abend an anderen Locations), hat zwei Möglichkeiten: Entweder man plant die zu besuchenden Bühnenauftritte, Workshops, Gespräche und anderen Veranstaltungen oder man lässt sich treiben. Die Highlights sollte man sich allerdings immer anstreichen, weil: Ob der drei großen Festivalgebiete in der Stadt, im Heinepark und auf der Heidecksburg ist die Gefahr viel zu groß, etwas davon zu verpassen.
Das macht dieses Festival wie beispielsweise auch das FOLKLORUM – Festival der Turisedischen Festspiele in der "Geheimen Welt von Turisede" (Kulturinsel Ensiedel) so sympathisch: Es gibt nicht nur eine Bühne, um die sich alles drängt, sondern man hat die Auswahl zwischen Erlebniswelten, man kann in der Menge baden oder sich stille Winkel suchen.
74 Bilder dazu in der großen Bildergalerie unten!
Dankeschön!
Ein Dankeschon an die Organisatoren und Helfer – ist es nicht ein wenig unfair, sich für das Festival zu engagieren und dann, weil im Einsatz, nur zugucken zu dürfen? Ein fettes Lob auch an alle, die das Festival absicherten, an Handwerker, Fahrdienst, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste und vor allem die Jungs und Mädels vom E.S.T. Event / Security /Team, die freundlich und oft mit einem Lächeln, aber konsequent ihren Job gemacht haben. Das sollten die viel öfter zu hören bekommen!
Hier lesen und sehen Sie mehr im großen Bildbericht von 2015!
TFF Rudolstadt 2015 - eine Stadt in Weltmusik



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- Quelle: TEB | Fotos: © Görlitzer Anzeiger
- Erstellt am 09.07.2017 - 11:41Uhr | Zuletzt geändert am 16.04.2020 - 22:29Uhr
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