Kultur aufs Land!
Görlitz-Zgorzelec. Die Kunstmühle in Ludwigsdorf, dem ländlich geprägten nördlichsten Görlitzer Stadtteil, gibt den Rahmen für eine neue Veranstaltungsreihe: „Sterkel lädt ein...“ - und zwar Prominente aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens. Freuen wir uns auf neuen kulturellen Input für Görlitz und die Region, dem Kunstmüller sei´s gedankt!
Kunstmühle Ludwigsdorf - Plauderei mit prominenten Gästen
Auf der Bühne aber wird dem Publikum ein Wiener begegnen, der Opernsänger und Intendant Johannes Sterkel. Er lädt ab März 2007 im Abstand von vier bis sechs Wochen zur - wie er es nennt - „gemütlichen Mühlenplauderei“ in die Kunstmühle Ludwigsdorf ein.
Als Moderator trifft der Sänger in der Reihe „Sterkel lädt ein“ im urig-schönen Ambiente der Wassermühle auf prominente Gäste aus Funk, Film, Theater, Bühne, Politik und Wissenschaft. Auf der Gästeliste stehen u.a. Annekathrin Bürger, Ingeborg Krabbe, Günter Schubert, Univ. Prof. Dr. path. Gottfried Geiler, Dorit Gäbler, Jürgen Zartmann, Peter Sodann, Kammersänger Reiner Süß, Kammersänger Theo Adam u.v.a.
Den Auftakt macht am 2. März 2007 um 20 Uhr die Schauspielerin Annekathrin Bürger (Jahrgang 1937), eine der großen deutschen Schauspielerinnen, Identitätsfigur für Generationen. Geboren wurde sie am 3. April 1937 in Berlin. Ihre Kindheit und Jugend erlebte sie in Sachsen. Sie wurde Werbegestalterin und war als Bühnenbild-Assistentin und Requisiteurin tätig.
Annekathrin Bürger wird, nachdem sie in der Rahmenhandlung eines tschechisch-deutschen Dokumentarfilms auftritt, im Jahr 1956 von Regisseur Gerhard Klein entdeckt, der sie für die Hauptrolle seines Films "Eine Berliner Romanze" engagiert. Erst danach folgte ein dreijähriges Schauspiel-Studium an der renommierten Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg. In dieser Zeit übernimmt die Bürger Filmrollen in "Spur in die Nacht" (1957), "Tilman Riemenschneider" (1958) und "Reportage 57" (1959).
Den nachhaltigsten Erfolg bringt ihr Slatan Dudows Studentengeschichte "Verwirrung der Liebe" (1959), in der Annekathrin Bürger an der Seite von Angelica Domröse agiert. Beide gelten in den sechziger Jahren als beliebteste junge Schauspielerinnen der DDR. Auch als Theaterschauspielerin feiert sie Erfolge, seit 1966 ist sie Mitglied der Berliner Volksbühne.
Im Kino war die Schauspielerin in Filmen wie "Guten Tag, lieber Tag" (1961), "Königskinder" (1962), "Das Zweite Gleis" (1962), "Nichts als Sünde" (1965), "Mit mir nicht, Madam!" (1969), "Tödlicher Irrtum" (1970) oder "Brandstellen" (1978) zu erleben.
Seit Mitte der 60er Jahre trat Annekathrin Bürger in zahlreichen Fernsehspielen auf, unter anderem an der Seite von Armin Mueller-Stahl. Neben einer Reihe erfolgreicher Fernsehspielen spielte sie in Serien wie "Polizeiruf 110" oder "Der Staatsanwalt hat das Wort".
Nach der deutschen Wiedervereinigung setzte Annekathrin Bürger ihre Karriere weiter erfolgreich fort. Ihr Name ist verbunden mit der Serie "Unser Lehrer Doktor Specht" (1992), "Der Showmaster" (1993), "Verliebte Feinde" (1995), "Mobbing: Die lieben Kollegen" (1995), "Rot wie das Blut" (1998) oder "Todesengel" (1999).
Seit 1999 ist sie im "Tatort" dabei, als Besitzerin des "Waschcafés" und Lebensgefährtin Frederike von Hauptkommissar Ehrlicher alias Peter Sodann. Ihre Vielseitigkeit zeigt die Künstlerin - wie in vielen anderen Rollen - in der der Liebeskomödie "Vollweib sucht Halbtagsmann" (2002) oder als Charlotte im Melodram "Tierärztin Dr. Mertens" (2002). In der RTL-Serie "Im Namen des Gesetzes" spielte sie die Vorsitzende Richterin.
Annekthrin Bürger ist auch als Chansonsängerin bekannt geworden, erinnert sei an ihren Auftritt bei der großen Kundgebung am 4. November 1989 auf dem Berliner Alexanderplatz. Politisch und sozial ist die Schauspielerin stark engagiert, so für Waisenkinder in der ehemaligen Sowjetunion, für die sie gemeinsam mit ihrem Ehemann 1993 den Verein "Kinder vom Don" gründete.
In erster Ehe war Annekathrin Bürger mit dem Schauspieler Ulrich Thein verheiratet; ihre zweite Ehe mit Rolf Römer -Regisseur und Schauspieler - endete durch dessen Unfalltod im Jahr 2000. Heute lebt sie in ihrem Heim in Berlin-Köpenick und schreibt derzeit ihr Leben auf - das Buch kommt zur Buchmesse Leipzig im Frühjahr 2007 auf den Markt.
Vormerken und Hingehen!
Karten sind unter der Telefonnummer Kunstmühle Ludwigsdorf
(Tel. 03581- 31 42 61, Fax: 03581 - 31 53 41 erhältlich.
Mehr:
http://www.kunst-muehle.de
http://www.defa-sternstunden.de/stars/abuerger.htm
http://www.johannes-sterkel.de


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- Quelle: /JS070123
- Erstellt am 23.01.2007 - 23:47Uhr | Zuletzt geändert am 03.07.2007 - 21:16Uhr
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