Neuer Sprecher des Arbeitskreises UNESCO-Welterbe-Altstädte des Deutschen Städtetages

Regensburg, 16. Juli 2014. In neuer Rolle als Sprecher begrüßte der Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs am 3. Juli die Mitglieder des Arbeitskreises UNESCO-Welterbe-Altstädte des Deutschen Städtetages. Er hat das Amt von seinem Amtsvorgänger als Oberbürgermeister Hans Schaidinger übernommen. Mitglieder des im Januar 2010 auf Initiative der Städte Wismar und Regensburg gegründeten Arbeitskreises UNESCO-Welterbe-Altstädte des Deutschen Städtetages sind die Welterbe-Beauftragten der sieben deutschen Städte, deren gesamte Altstädte auf der UNESCO-Liste des Welterbes stehen. Der Arbeitskreis trifft sich zwei Mal jährlich, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Strategien zu entwickeln, wie das Welterbe erhalten, verwaltet und weiterentwickelt Werden kann.

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Welterbe ist mehr als ein schöner Titel

Für Oberbürgermeister Wolbergs ist der Regensburger Welterbetitel ein Pfund, mit dem man wuchern kann: "Gerade beim Thema Welterbe sind Netzwerkarbeit, Erfahrungsaustausch und Kooperationen essentiell. Dieses bedeutende Querschnittsthema können wir besonders gut als Türöffner bei Landes- und Bundesbehörden einsetzen!“

Schwerpunkt der Netzwerkarbeit im Arbeitskreis UNESCO-Welterbe-Altstädte unter dem Vorsitz des Regensburger Welterbekoordinators Matthias Ripp ist zum einen die Verbesserung politischer, finanzieller und verwaltungsorganisatorischer Rahmenbedingungen für UNESCO-Welterbestädte. Zum anderen macht man sich für die Einbindung der nationalen und internationalen Ebene bei der mittel- und langfristigen Sicherung des Welterbestatus‘ der flächenhaften Altstadt-Denkmale stark.

Dazu wurde im Vorjahr das Positionspapier "Welterbe-Städte sichern und weiterentwickeln" erstellt. Es beschäftigt sich vor allem mit der Frage, welche integrierten Ansätze und administrativen Rahmenbedingungen nötig sind, um den neuen Herausforderungen wie demographischer Wandel, Klimawandel oder Migrationsbewegungen optimal begegnen zu können.

Zu den aktuellen Vorhaben des Arbeitskreises gehören vor allen intensive Bemühungen um Welterbebelange auf politischer und Verwaltungsebene. Ziele sind hier die Einrichtung einer Koordinierungsstelle „UNESCO-Welterbestädte“ auf Bundesebene und die Fortsetzung der finanziellen Förderung des Sonderprogramms "Förderung von Investitionen in nationale UNESCO-Welterbestätten". Beide Forderungen des Arbeitskreises finden sich im Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung wieder.

Der Arbeitskreis UNESCO-Welterbe-Altstädte des Deutschen Städtetages konzentriert sich auf die Schwerpunktthemen

  1. Arten der Vernetzung mit der EU, dem Bund und der Länder
  2. Innerstädtisches Welterbe-Monitoring
  3. Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit
  4. Teilnahme am wissenschaftlichen Dialog zum Thema Welterbe
  5. Wirtschaftliches Potenzial von Welterbestätten und Kulturgut im Allgemeinen für die Zivilgesellschaft

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  • Quelle: red | Foto: © Long / Stadt Regensburg
  • Erstellt am 16.07.2014 - 08:07Uhr | Zuletzt geändert am 16.07.2014 - 08:29Uhr
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