Arbeitskreis zur Förderung des Schienenverkehres kommt nach Zittau
Zittau. Der „Arbeitskreis zur Förderung des Schienenverkehres“ ist eine bundesweite Vernetzung von Eisenbahnfreunden, die sich aktiv für eine zukunftsfähige und attraktive Mobilität im Nahverkehr engagieren. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Gestaltung des Internet-Portals www.pro-schiene.de, dem fachkundigen Gedankenaustausch mit Entscheidungsträgern des regionalen Nahverkehrsangebotes und der konkreten Unterstützungen einzelner Projekte zum Erhalt von Bahnstrecken.
Sonderfahrt am Ostermontag
Zu Ostern 2011 trifft sich der Arbeitskreis erstmalig in Zittau und dankt damit der Sächsisch-Böhmischen-Eisenbahngesellschaft mBH (SBE) für ihr jahrelanges Engagement auf der Mandaubahn Zittau - Warnsdorf ( Varnsdorf) - Seifhennersdorf. Die SBE hatte den Nahverkehr vom Dezember 2002 bis zum Dezember 2010 auf dieser Nebenbahn durchgeführt und hiermit bundesweite Aufmerksamkeit erlangt.
Aus Sicht des Arbeitskreises gelang es allen Beteiligten durch ein innovatives Konzept und einen mittelständischen Betreiber den Erhalt einer eher gering frequentierten Nebenbahn nachhaltig zu sichern. So seien die Fahrgäste durch einen direkten Kunden-Kontakt gebunden worden, da diese den Triebfahrzeugführern noch bei der Fahrt über die Schulter schauen konnten, Fahrkarten bequem beim Zugpersonal statt am Automaten erworben wurden und die Geschäftsführung nicht in einem Bahn-Tower in der Bundeshauptstadt saß.
Der Fahrplan sei mehrfach flexibel auf die regionalen Bedürfnisse abgestimmt worden und habe schließlich mit der Durchbindung bis Reichenberg (Liberec) eine nachhaltige Weiterentwicklung erfahren. Indem Altfahrzeuge eingesett wurden sei es ermöglicht worden, dass nicht die Ausgaben einer langfristigen Fahrzeug-Abschreibung die Rentabilität der Strecke reduziert hätten. Zudem hätten sich die Uerdinger Schienenbusse der SBE unter Eisenbahnliebhabern zu einem Alleinstellungsmerkmal dieser Strecke entwickelt, da es im Dezember 2010 die letztverbliebene Strecke mit Planeinsätzen dieser Fahrzeug-Baureihe war und so viele Eisenbahnfreunde aus ganz Deutschland nach Zittau reisten. Die Fahrzeuge seien zudem dank der Reaktivierung des Bahnbetriebswerkes in Zittau regional gewartet worden und die zusätzlichen Prag-Sonderfahrten hätten das touristische Angebot abgerundet.
Obgleich der Betrieb der SBE im Dezember 2010 endete, ist ein derartiges Betriebskonzept aus Sicht des Arbeitskreises heute noch ein aktuelleres Thema denn je, da hiermit erhebliche Einschnitte im Nahverkehr durch die Mittelkürzungen im Bundesland Sachsen abgewendet werden könnten.
Sonderfahrt Ostermontag
Zur Frühjahrstagung werden auch die ehemaligen Schienenbusse der SBE noch mal zum Einsatz kommen: Der Arbeitskreis konnte bei der Piepmaus-Reisen UG (haftungsbeschränkt) eine Sonderfahrt für Ostermontag, den 25. April 2011, ab Zittau buchen. Die Schienenbusse werden um 07:50 Uhr auf eine Tagesfahrt quer durch Tschechien starten - und selbstverständlich haben auch alle Interessierte noch mal die Möglichkeit, den Schienenbus auf großer Reise zu begleiten.
Mehr zur Sonderfahrt im Zittauer Anzeiger:
Zittauer Anzeiger vom 14. April 2011: Sonderverkehre am Ostermontag



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- Quelle: red | Foto: Pro Schiene
- Erstellt am 15.04.2011 - 00:15Uhr | Zuletzt geändert am 15.04.2011 - 00:15Uhr
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