In der größten Not hilft bewährte sowjetische Technik
Landkreis Görlitz. Im Wintersind sie besonders gefordert - die insgesamt 104 Mitarbeiter der vier Straßenmeistereien im Landkreis Görlitz, die in Lawalde, Niesky, Weißwasser und Zittau angesiedelt sind. Rund 80 Mitarbeiter sind derzeit permanent im Winterdienst unterwegs. Sie betreuen 1.200 Kilometern Bundes-, Staats- und Kreisstraßen, das heißt, pro Straßenmeisterei etwa 300 Kilometer. Das sind für sächsische Verhältnisse recht große Meistereigebiete.
Die Besetzung aller Fahrzeuge wird in den Wintermonaten in vier Schichten abgesichert. „Daneben sind Innendienst, Sofortreparaturen sowie Fäll- oder Pflegearbeiten an Straßenbäumen und notwendige Kontroll- und Sicherungsmaßnahmen zu gewährleisten“, beschreibt Henri Noack, Sachgebietsleiter Betrieb und Verkehr im Landratsamt, die Aufgaben der Straßenmeistereien.
Jeder Straßenmeistereien stehen zwei LKW, zwei Unimog und ein Multicar als Kleingeräteträger als eigene Technik für den Winterdienst zur Verfügung. Nur Lawalde besitze einen weiteren Unimog, der für die Räumung der mehrspurigen B 178neu und der für den internationalen Verkehr wichtigen Straßen B 6, B 96 und S 148 dringend nötig sei, erklärt Noack weiter.
Vertragspartner unverzichtbar
Auf Grund der großen Betreuungsgebiete kann vor allem im südlichen Kreisgebiet auf die Unterstützung von Vertragspartnern nicht verzichtet werden. „Die Kollegen der Vertragsfirmen sind teilweise schon fest in den Schichtplänen integriert und sie leisten eine sehr zuverlässige Arbeit“, lobt Noack die Zusammenarbeit.
In Lawalde sind vier Firmen mit insgesamt fünf Fahrzeugen und einem Radlader jederzeit abrufbar. In Niesky stehen laut Noack drei Firmen mit insgesamt sechs Fahrzeugen zusätzlich zur Verfügung. In Weißwasser sind drei Firmen mit jeweils einem LKW gebunden. Die Meisterei in Zittau hat mit elf Firmen Verträge, so dass dort neben vier LKW auch drei Traktoren, vier Radlader und für besonders außergewöhnliche Fälle sogar noch eine Schneefräse sowjetischer Herkunft abgerufen werden können.
Dienst rund um die Uhr
Da der Winter auf Sonn- und Feiertage keine Rücksicht nimmt, beginnt der Winterdienst in der Regel um 3 Uhr früh. Von 6.30 bis 15.30 Uhr leistet die Tagschicht ihre Arbeit auf den Straßen und von 14 bis 22 Uhr die Spätschicht. Die vierte Schicht hat durch die "rollende Woche" frei. Noack unterstreicht: „Dieses bewährte Schichtsystem ist so flexibel, dass in Ausnahmefällen, wie in der letzten Woche, auch ein 24-Stunden-Dienst abgedeckt werden kann.“
Urlaub ist bei Winterwetter für die Straßenwärter ein Fremdwort. „Es ist schon außerordentlich schwierig sicherzustellen, dass die Straßenwärter, die Weihnachten im Dienst sind, zu Silvester frei haben. Nur durch langjährig erprobte Schichtpläne gelingt es, dass jene Kollegen, die dieses Jahr Silvester Dienst haben, im nächsten Jahr frei bekommen“, erläutert Henri Noack.
Bitte um Verständnis
Auch wenn Beachtliches im Winterdienst geleistet wird, kann es bei extremen Wetterlagen mit Sturm und dichtem Schneefall immer wieder zu Verwehungen kommen oder es kommt vor, dass ein soeben mühsam frei geschaufelter Gehweg vom Winterdienst mit Straßenschnee zugeschoben wird: „Hier bitten wir die Bevölkerung um Verständnis. Es gilt, innerhalb kürzester Zeit durch Räumen und Streuen flächendeckend freie Verkehrsfläche zu schaffen. Da ist es nicht immer möglich, besonders langsam zu fahren oder gar mehrfach an einer Stelle zu arbeiten.“
Auch eine vorübergehende Sperrung von Straßenabschnitten werde notfalls praktiziert. Es gilt der Grundsatz: "Gemeinwohl vor Einzelinteresse". Die Versorgung der Bewohner sicherzustellen, Rettungswege freizuhalten und den Weg zur Arbeit oder die Fahrt zur Schule sicherzustellen, sei oberstes Gebot.



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- Quelle: red
- Erstellt am 08.12.2010 - 12:39Uhr | Zuletzt geändert am 08.12.2010 - 12:48Uhr
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