Schnellladesäule am Görlitzer Bahnhof

Bild zu Schnellladesäule am Görlitzer BahnhofGörlitz, 19. Juli 2019. Ihre zweite, öffentlich zugängliche Elektroladesäule hat die Stadtwerke Görlitz AG (SWG) gestern auf dem Vorplatz des Görlitzer Bahnhofs in Betrieb genommen. Dazu Matthias Block, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Görlitz AG: "Wir haben hier für jedermann gut zugänglich zwei Ladepunkte installiert und wollen damit das für unser Unternehmen und die gesamte Gesellschaft so wichtige Zukunftsthema Elektromobilität weiter voranbringen."

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Bessere Voraussetzungen für elektrisches Fahren

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Dr. Michael Wieler, Bürgermeister für Kultur, Bauen und Stadtentwicklung, Ordnung und Sicherheit und Matthias Block, SWG-Vorstandsvorsitzender, nahmen gemeinsam die neue Schnellladesäule in Betrieb

Auf dem Marktplatz in Rothenburg/O.L. steht die andere von den Görlitzer Stadtwerken betriebene Ladesäule, die Görlitzer ist die zweite, die sich im öffentlichen Verkehrsraum befindet. An mehreren Unternehmensstandorten der Stadtwerke Görlitz AG sind bereits Ladesäulen installiert, an denen die eigenen Elektrofahrzeuge aufgeladen werden können, allerdings nicht im Schnelllademodus. Wann immer sich es anbietet, erledigen die Mitarbeiter der Stadtwerke Görlitz AG ihre Fahrten mit dem umweltfreundlichen Elektrofahrzeug. "Für uns ist das eine unternehmerische Entscheidung, mehr und mehr auf Elektromobilität zu setzen und damit der Umwelt Gutes zu tun", betonte Michael Georgi, Hauptabteilungsleiter Netzservice bei SWG. Mit den beiden öffentlichen Ladepunkten in Görlitz geht das regional agierende Unternehmen nun einen weiteren Schritt, um die Infrastruktur für Elektrofahrzeuge zu verbessern.

Energie für Elektrofahrzeuge

Am Bahnhof stehen damit
    • ein Schnell-Ladepunkt, an dem Fahrzeuge, die dazu technisch in der Lage sind, bis zu 150 Kilowatt Leistung beziehen können und
    • ein weiterer Ladepunkt für Ladeleistungen bis 22 Kilowatt
zu Verfügung.

Fahrzeuge mit einer Batteriekapazität von 40 Kilowattstunden können mit der Schnelllademöglichkeit den Ladevorgang von ca. 100 Minuten auf 20 Minuten verkürzen. Also bis zu 5-mal schneller, als mit einer herkömmlichen Ladesäule.

In Abstimmung mit der Stadt habe man sich auf diesen Standort geeinigt, so Georgi weiter. Der Bahnhof sei ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und damit ideal, das Thema Elektromobilität verstärkt ins öffentliche Blickfeld zu rücken. Um die Ladesäulen installieren zu können, mussten zwei Fahnenmasten weichen und einige Fahrradständer, die allerdings in unmittelbarer Nähe wieder aufgestellt wurden. Pkw-Parkplätze, versichert Georgi, seien hingegen nicht geopfert worden.

"Die neue Ladesäule für Elektrofahrzeuge funktioniert", erläuterte Georgi, "selbsterklärend über ein Touchdisplay, das durch Antippen der Funktionen aktiviert wird. Eine Nutzungsanleitung in deutscher und englischer Sprache ist ebenfalls hinterlegt." Es sei darüber hinaus geplant, auch eine polnische Version anzubieten.


Kommentar:

Was die Autos der Zukunft antreibt, steht noch völlig in den Sternen, sicher scheint nur: Die Energieversorgung aus dem elektrischen Akkumulator ist ein Brückentechnologie, mit der die Einsparungsziele für Kohlendioxid erreicht werden sollen. Und die sind wichtig, weil das CO2 der einzige Klimabeeinflusser ist, den die Menschen überhaupt nennenswert beeinflussen können. Zwar hat es in der Atmosphäre nur einen Volumenanteil von rund 0,04 Prozent, aber sein Anteil am Treibhauseffekt liegt bei klarem Himmel bei etwa 26 Prozent. Für 60 Prozent des Treibhauseffekts ist übrigens der Wasserdampf in der Atmosphäre verantortlich, nur lässt sich der nicht unmittelbar beeinflussen.

Was sich letztendlich durchsetzt, vielleicht die wasserstoffbetriebene Brennstoffzelle, die kaum CO2-einsparender als batteriebetriebene Vehikel ist, oder Autos, die von klimaneutralen künstlichen Kraftstoffen befeuert werden, oder ob eine ganze Reihe von Energieträgern konkurrieren werden, das ist ungewiss.

Für den Kraftfahrer bedeutet das Verunsicherung. Auch wenn der Ladevorgang an den neuen Ladepunkten zeitlich berechenbar ist: Wie lange wird die Schlange vor mir sein? Und wie ist das mit dem Akkufahrzeug im Winter, wenn die Reichweite in die Knie geht? Anzunehmen ist, dass vorerst mehr Hybridfahrzeuge, die gar keine Ladestation benötigen, nachgefragt werden, und das rein elektrisch betriebene Auto für jene interessant ist, deren Touren als Pendler oder Lieferanten gut planbar sind, meint Ihr

Thomas Beier


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  • Erstellt am 10.07.2019 - 10:11Uhr | Zuletzt geändert am 10.07.2019 - 10:49Uhr
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