Görlitz: Die Spur der Gleise

Bild zu Görlitz: Die Spur der GleiseGörlitz, 31. Mai 2017. Schienenverkehrstechnisch waren die beiden Teile der heutigen Europastadt Görlitz-Zgorzelec schon einmal besser verbunden: Als noch die Straßenbahn bis in den Ortsteil Moys (heute Ujazd) fuhr. Aktuelle Bauarbeiten legen am Görlitzer Postplatz ein Stück städtischer Verkehrsgeschichte frei.

Foto: Matthias Wehnert
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Vegessenes Projekt? Straßenbahn zwischen Görlitz und Zgoerelec

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Im Zuge der aktuellen Sanierung des Postplatzes wurde jetzt die Asphaltschicht, die den alten Pflasterbelag und die Gleisanlagen verdeckte, entfernt.
Foto: Matthias Wehnert

Bis zum Jahr 1945 fuhr die Görlitzer Straßenbahn über die Reichenberger Brücke (Reichenberg liegt heute in Tschechien und heißt dort Liberec) und weiter in Richtung Süden bis nach Moys. Immerhin bis 1966 blieb das westlich der Lausitzer Neiße verbliebene Teilstück der Straßenbahnlinie bis zur Stadthalle Görlitz in Betrieb.

Die Reichenberger Brücke wurde 1945 von der Wehrmacht gesprengt, die heutige, 1958 eröffnete sogenannte Stadtbrücke steht auf den Pfeilern der Reichenbacher Brücke und liegt in polnischer Baulast. Sie trägt offiziell den Namen "Papst-Johannes-Paul-II.-Brücke".

Elektrische Straßenbahnen fahren in Görlitz seit dem Jahr 1897. Mit der Elektrifizierung der vorheigen Pferdebahn wurde die Linie 3 von der damaligen Endstelle an der Stadthalle über die Neiße hinweg verlängert, zunächst bis zum Gasthof "Stadt Prag", ab 1900 dann bis nach Moys.

1996 kam eine die Neiße überquerende Straßenbahnlinie wieder in die Diskussion, 2002 kam es zu einer Machbarkeitsstudie. Eine Variante hätte über den Postplatz zu einer Straßenbahnverbindung zwischen den Bahnhöfen von Görlitz und Zgorzelec geführt.

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  • Quelle: TEB | Fotos: Matthias Wehnert
  • Erstellt am 31.05.2017 - 11:46Uhr | Zuletzt geändert am 14.07.2022 - 22:19Uhr
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