Wie fahrradfreundlich ist Görlitz?
Görlitz | Dresden, 9. Oktober 2016. Aktuell läuft der Fahrradklima-Test, eine groß angelegte Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) zum Radverkehr in Deutschland. Beteiligen kann sich, wer Rad fährt, unabhängig von einer Mitgliedschaft im ADFC. Gefragt wird in 27 Punkten nach der Radwegequalität, ob das Radfahren in der Stadt eher als entspannt oder stressig empfunden wird und anders mehr.
Deutschlandweite Befragung richtet sich an Radfahrer
"Um in Görlitz aussagekräftige Ergebnisse zu bekommen, suchen wir noch nach Teilnehmern", so Konrad Krause, der den Fahrradklima-Test für den ADFC Sachsen koordiniert. Hintergrund: Um in die bundesweite Wertung zu kommen, müssen in Görlitz mindestens 50 Radfahrer mitmachen.
Der Fahrradklima-Test habe schon in der Vergangenheit bei vielen Kommunalpolitikern und Stadtverwaltungen das Bewusstsein für den Radverkehr geschärft, wirbt Konrad und: "Rad fahren ist gesund und macht es möglich, ein bisschen Bewegung in den Alltag einzubauen, etwa wenn man den Weg zur Arbeit statt im Auto mit dem Rad zurücklegt." Schnell könne jedoch die Lust am Fahrradfahren gemindert werden, wenn durch Barrieren eine reibungslose Fahrt verhindert wird.
So stand Görlitz im Jahr 2014 da
Beim letzten Fahrradklima-Test wurde die Stadt Görlitz von 144 Radfahrer bewertet und landete mit einer Note 3,8 im deutschlandweiten Mittelfeld, knapp vor Bautzen (Note 4,0) und Zittau (Note 4,1). Positiv wurde vor zwei Jahren die kurzen Wege in der Görlitzer Innenstadt und die Öffnung von Einbahnstraßen für Radfahrer bewertet, allerdings wurde ein besserer Winterdienst auf den innerstädtischen Radwegen gewünscht. Als "sehr problematisch" wurde auch der Fahrraddiebstahl eingeschätzt.Krause will nun wissen, ob sich etwas geändert hat., Deshalb sollen möglichst viele beim Klimatest mitmachen, Krause: "Handlungsbedarf für den Radverkehr gibt es erfahrungsgemäß eigentlich fast überall. Mit den Ergebnissen des Fahrradklima-Tests fällt es Kommunalpolitikern und der Stadtverwaltung aber leichter, an der richtigen Stelle anzufangen. Deshalb sind jetzt die Radfahrer vor Ort gefragt, ihre Meinung zu sagen."
So läuft die Befragung
In Kommunen bis zu 100.000 Einwohnern Müssen mindestens 50 Radfahrer mitmachern, bei denen bis zu 200.000 Einwohnern sind es 75 und bei mehr als 200.000 Einwohnern sind 100 Befragungsteilnehmer nötig. Im Jahr 2014 kamen 468 Orte in die Auswertung, die Ergebnisse stehen auf www.adfc.de/fahrradklima-test.Der Online-Fragebogen kann mit PC, Tablet oder Smartphone auf www.fahrradklima-test.de binnen etwa zehn Minuten ausgefüllt werden. Falls die eine oder andere Frage nicht zutrifft, etwa weil es vor Ort keine Einbahnstraßen oder Verkehrsampeln gibt, kann man einfach auf "weiter" klicken. Auch Anmerkungen und Hinweise auf lokale Probleme. die nach Projektende an die Stadtverwaltung gegeben werden, können vermerkt werden.
Wer in mehreren Kommunen mit dem Fahrrad unterwegs ist und sich dort auskennt, kann auch mehrere Orte bewerten. beispielsweise findet die Befragung auch für Bautzen statt.
Die Umfrage läuft noch bis zum 30. November 2016, Ergebnisse gibt es im Frühjahr 2017. Gefördert wird der ADFC-Fahrradklima-Test vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.
Update:
Der ländliche Raum kommt im Fahrradklimatest nicht vor. Wie auch, ist die Radfahrkultur, wenn man das so nennen will, doch eine urbane Erscheinung. Dumm nur, wenn versucht wird, städtische Sichten auf die Dörfer zu übertragen. Der Görlitzer Anzeiger hat sich am 8. September 2021 mit dem Verkehr im ländlichen Raum beschäftigt und ist insbesondere auf E-Bikes, Pedelecs und S-Pedelecs eingegangen.

Ergebnis: Radfahrer im Straßenverkehr empfinde ich meist als...
Umfrage seit dem 09.10.2016
Teilnahme: 169 Stimmen


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- Quelle: red | Foto: © Görlitzer Anzeiger
- Erstellt am 09.10.2016 - 09:24Uhr | Zuletzt geändert am 08.09.2021 - 16:09Uhr
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