Neue Straßenbrücke in Horka fertig

Horka, 28. August 2015. Die neue Straßenbrücke S121n am Güterbahnhof Horka ist heute für den Verkehr freigegeben worden. Die Deutsche Bahn spricht von einem Meilenstein beim Ausbau der Strecke zwischen Horka und der Grenze zu Polen.

Anzeige
cms[SKYSCRAPER]

Eröffnung mit dem Horkaer Bürgermeister Christian Nitschke

Entsprechend feierten heute am Güterbahnhof in Horka Anwohner und Vertreter der Gemeinde, des Landesamts für Straßenbau und Verkehr (LASuV) sowie der Deutschen Bahn die Brückeneröffnung. Das ungefähr 50 Meter lange Bauwerk ersetzt die beiden Bahnübergänge der Staatsstraße S121 und der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Rothenburg und Horka bzw. Rothenburg und Biehain.

Die Horkaer Bürger haben damit eine attraktive und kreuzungsfreie Straßenverbindung erhalten, die den Güterbahnhof Horka überspannt. Wartezeiten und Gefährdungen an den beiden bislang bestehenden Bahnübergängen in diesem Bereich entfallen. Die Brücke verfügt über einen gemeinsamen Geh- und Radweg.

Oberleitung und damit Elektrifizierung dauert noch

Auch für den Projektleiter der Deutschen Bahn für den Ausbau und die Elektrifizierung der Bahnstrecke Knappenrode-Horka Ulrich Mölke ist das ein Grund zur Freude: "Nach 18 Monaten Bauzeit steht der Bauabschnitt zwischen Horka und der deutsch-polnischen Grenze nun kurz vor der Fertigstellung. Bis zum Winter haben wir auch den Gleisbau und die Signaltechnik in diesem Teilabschnitt abgeschlossen. Nur die Oberleitungsanlage wird erst im Jahr 2018 fertig gestellt."

Lücke: Polnische Brücke


Der Zugverkehr zwischen dem Güterbahnhof Horka und Kohlfurt (Wegliniec), dem nächsten großen polnischen Bahnhof, soll im Dezember 2016 aufgenommen werden. Bis dahin errichtet die polnische Bahn eine neue Brücke über die Neiße.

Es geht um den Waren- und Güterverkehr

Der Bauabschnitt ist der östlichste Teil des Projekts "Zweigleisiger Ausbau und Elektrifizierung der Bahnstrecke Knappenrode - Horka - Grenze Deutschland/Polen", das die zukünftig zunehmenden Warenströme im Güterverkehr zwischen Deutschland und den osteuropäischen Staaten umweltverträglich ermöglicht.

Im Jahr 2018 soll alles fertig sein. Dann soll auch der gesperrte Streckenabschnitt zwischen Knappenrode und Niesky wieder in Betrieb gehen. Züge können dann auf zwei Gleisen und durchgehend elektrisch von den Seehäfen an der Nordsee bis nach Polen und weiter fahren.

Die Strecke ist ein Teil des paneuropäischen Schienenverkehrskorridors C-E 30. Als Hauptachse des internationalen kombinierten Ladungsverkehrs sollen hier beispielsweise Container oder LKW-Sattelanhänger nach dem europäischen Übereinkommen AGTC (European Agreement on Important International Combined Transport) über die Gleise rollen.

Die Fakten der neuen Straßenbrücke am Güterbahnhof Horka:

    • Länge: 78 Meter
    • Stützweite: 49 Meter
    • Breite: 13,25 Meter
    • Überbau: 418 Kubikmeter Beton C40/50
    • Material: Stahlbeton
    • Gründungen: Widerlager und Pfeiler wurden mittels 18 Meter langen Bohrpfählen gegründet
    • Anzahl Bohrpfähle: 67 Stück (Durchmesser je 88 Zentimeter)
    • Dammschüttungen: nördlich und südlich des Bauwerks sind rund 70.000 Kubikmeter Erde eingebaut worden
    • Durchlässe: drei Stück
    • Bauzeit: rund 18 Monate
    • Baukosten der Brücke: rund fünf Millionen Euro

    Fakten zum Projekt:
    • Baukosten des Abschnitts Horka Güterbahnhof – Grenze D/PL: ca. 65 Millionen Euro
    • Gesamtinvestition des Projektes: etwa 520 Millionen Euro aus Mitteln des Bundes, der Deutschen Bahn, der EU und des Freistaates Sachsen
    • geplante Inbetriebnahme (zweigleisig und elektrisch) von Knappenrode bis zur Grenze: im Dezember 2018

    Geschwindigkeit:
    • Knappenrode bis Abzweig Särichen: 160 Stundenkilometer für den Personenverkehr
    • Abzweig Särichen bis zur polnischen Grenze: 120 Stundenkilometer (hier rollt nur Güterverkehr)

Kommentare Lesermeinungen (0)
Lesermeinungen geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion, sondern die persönliche Auffassung der Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zu sinnwahrender Kürzung vor.

Schreiben Sie Ihre Meinung!

Name:
Email:
Betreff:
Kommentar:
 
Informieren Sie mich über andere Lesermeinungen per E-Mail
 
 
 
Weitere Artikel aus dem Ressort Weitere Artikel
  • Quelle: red
  • Erstellt am 28.08.2015 - 17:18Uhr | Zuletzt geändert am 28.08.2015 - 17:37Uhr
  • drucken Seite drucken