Rad und Fuß in Görlitz
Görlitz, 21. August 2014. Wenn Radfahrer und Fußgänger zusammentreffen, hat häufig der Radfahrer zuvor beschleunigt und hinterher liegen beide auf der Straße. Nicht so beim ersten Treffen der Görlitzer Interessengemeinschaft (IG) Rad und Fuß, die auf "viele alltägliche Ärgernisse" für Fußgänger und Radfahrer verweist und sich derer annehmen will.
Ziel: Verbesserungen für die umweltfreundlichsten Verkehrsteilnehmer
Eigentlich sei Görlitz, meint die IG Rad und Fuß, eine Stadt der kurzen Wege und damit prädestiniert zum Gang per pedes und zum Radfahren - was ja umweltfreundlich und leise (wenn der Drahtesel nicht gerade klappert oder die Stöckelschuhe über das Pflaster klacken) funktioniert.
Es könnte verkehrstechnisch also schön sein in Görlitz, wenn die IG nicht fehlende oder zugeparkte Bordstein-Absenkungen, kurze Ampelschaltungen und schmale oder zugestellte Rad- und Fußwege wie auch anderen Unbill erkannt hätte. Hier will sich Rad und Fuß für Verbesserungen einsetzen.
Zum ersten Treff, zu dem Interessierte und Aktive herzlich willkommen sind, sollen besonders die schwächsten Verkehrsteilnehmer im Mittelpunkt stehen. Dazu zählt die IG Familien mit Kindern, Senioren und Leute, die im Rollstuhl sitzen oder Gehhilfen brauchen. "Sie sollten der Maßstab sein, wenn Rad- und Fußverkehr geplant werden", heißt es in einer Mitteilung der IG Rad und Fuß.
Hingehen oder -radeln!
Dienstag, 16. September 2014, 18 Uhr,
Akademie Modus Vivendi, Elisabethstraße 10-11, 02826 Görlitz.
Freier Eintritt. Im Angebot sind sind Getränke und abendliche Snacks.
Familien können gern mit Kind kommen, die Kinderbetreuung ist gesichert.
Kommentar:
Klar, alles eine Frage des Blickwinkels. Wenn die genannten "schwächsten Verkehrsteilnehmer" selbst autofahrend unterwegs sind, werden auch sie eine autofreundliche Stadt mit ausreichenden und zielortnahen Parkplätzen sowie umsichtigen Radfahrern und Fußgängern schätzen.
Wer also wie die IG Rad und Fuß Verbesserungen fordern will, muss auch an der anderen Seite der Medaille ansetzen: In der letzten Tagen habe ich in Görlitz mehrfach erlebt, wie Fußgänger die Straße überquerten, ohne auch nur einen Blick auf den fließenden Verkehr zu verschwenden. Hat sich hier ein Selbstmörderklub gegründet?
Auch mit den Radfahrern wird es nicht einfacher: Die tragen jetzt immer öfter Helme, um im trügerischen Sicherheitsgefühl beispielsweise die Vorfahrt an gleichberechtigten Straßen weiterhin immer wieder mal zu ignorieren.
Da bleibt nur, für Radfahrer eine Pflicht zum Tragen einer Warnweste einzuführen,
meint Ihr Fritz R. Stänker


Ich muss schmunzeln
Von LunaSol am 25.09.2014 - 20:01Uhr
Club der " Selbstmörder" ist echt gut.
Eine überspitzte Darstellung davon , was eigentlich Faktum ist: Viel muss man nicht gucken, denn das Verkehrsaufkommen ist wirklich nicht belastend. Auch ohne zu gucken kann man oft die Straße überqueren. Daran haben wir uns wohl nur so gut gewöhnt, dass wir nun noch ruhigere Straßen fordern anstatt selbst nach rechts und links zu schauen oder es unseren Kleinsten beizubringen.
Für Autofahrer teilweise eine echte Tragödie .
Aber ich bin ja keiner und kann sagen, fahre ich aus Görlitz raus, muss ich mich erst als Fußgänger wieder daran gewöhnen, was wirklich unsichere Kreuzungen sind und dass man bei rot stehen bleiben MUSS.
Schwachsinn
Von Max Krause am 23.08.2014 - 09:37Uhr
Hab selten so einen Schwachsinn hier gelesen :-(

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- Quelle: red | Foto: © Hans / Hans Braxmeier / pixabay, Lizenz Public Domain CC0
- Erstellt am 21.08.2014 - 06:18Uhr | Zuletzt geändert am 29.06.2021 - 00:32Uhr
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