GPS-Navigation fürs Fahrrad
Görlitz, 19. Februar 2014. Ach du krumme Speiche! Jetzt wollen die Radfahrer, diese Irrlichter im Stadtverkehr, auch noch nach Navi fahren. Unter dem Motto, der kürzeste Weg ist der beste? Der Radclub ADFC Ostsachsen (ein Ableger des Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Clubs, steht nicht in Verbindung zum ADAC) klärt auf.
Stänker: Fahrradsünderdatei einführen!
Der gemeine Radfahrer sieht sich mit einer neuen Entwicklung konfrontiert, gibt es doch für seinen Drahtesel mittlerweile zahlreiche Navigationssysteme zur Auswahl.
Das ist Anlass für Reinhard Schubert und Peter Schellin, auf einer Infoveranstaltung des ADFC Ostsachsen Interessierten zu erklären, wie diese bisher vor allem in Autos eingesetzte Technik funktioniert.
"Früher sind wir wie alle anderen auch mit einer oder mehreren Karten gefahren. Aber das Fahren gänzlich oder teilweise nach Navi schaftt viele interessante zusätzliche und neue Möglichkeiten", macht Schubert neugierig auf die Vorteile der GPS-Navigation.
Hinnavigieren!
Donnerstag, 27. Februar 2014, 19 Uhr,
Görlitzer Löffelbar auf der Berliner Straße 28.
Teilnahme für ADFC-Mitglieder kostenfrei,
Nicht-Mitglieder sind mit zwei Euro Eintritt dabei.
Kommentar:
Zu DDR-Zeiten waren auf den Autobahnen höchstens hundert Stundenkilometer erlaubt. Radfahrer durften dort nicht unterwegs sein: Viel zu gefährlich! Es war damals wie heute undenkbar, sich auf einer Autobahn mit dem Fahrrad strampelnd fortzubewegen.
Im Gegensatz dazu dürfen die hundert Stundenkilometer heute auf ganz normalen Landstraßen, auf denen auch Radfahrer unterwegs sind, gefahren werden! Die Umstände für die Radfahrer dürften dabei weit gefährlicher als auf einer DDR-Autobahn sein.
Erst gestern Abend hatte ich zwischen Radeberg und Leppersdorf urplötzlich so einen unbeleuchtet vor sich hin strampelnden Suizidanwärter, der mich offenbar als Hilfsmittel nutzen und mit ins Unglück stürzen wollte, vor mir. Dunkelheit, Gegenverkehr, erst im letzten Moment sichtbar. Ich hätte anhalten sollten und ihm die Situation aus Sicht des Kraftfahrers in deutlichen Worten klarmachen. Doch das Risiko, ihm zwecks besserer Einprägung auch noch eine zu scheuern, war mir zu groß (das darf man nicht und ist auch kein Aufruf dazu!). Hab mich also geärgert und bin weitergefahren, das geht sicherlich den meisten in solchen Situationen so.
Was also tun, um die Sicherheit für die Radfahrer zu verbessern? Ein wichtiger Aspekt ist der Selbstschutz der Radler durch Helm und Protektoren. Doch dadurch werden keine Unfälle verhindert.
Warnwesten könnten ein Beitrag sein, um die Auffälligkeit im Straßenverkehr zu erhöhen. Gut auch, eigene Radwege auszuweisen, auf denen die Pedalritter weder Kraftfahrer noch Fußgänger gefährden können.
Ultima ratio aber wäre die Einführung einer Fahrradsünderdatei, in der Verstöße gegen die funktionsfähige Ausstattung des Fahrrades und die Straßenverkehrsordnung registriert werden, um neben Verwarnungen und Bußgeldern Sanktionen über Schulungen bis hin zum Radfahrverbot verhängen zu können.
Genau so wie Kraftfahrer gefährden unvernünftige Radfahrer nicht nur sich allein, sondern auch andere.
Zum Glück aber gibt es auch viele vernünftige Radfahrer - die allerdings fallen nicht so sehr auf,
meint Ihr Fritz R. Stänker
P.S.: Und an unvernünftigen Kraftfahrern herrscht auch kein Mangel!


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- Quelle: Fritz Rudolph Stänker | Fotos: www.goerlitzer-anzeiger.de
- Erstellt am 19.02.2014 - 09:05Uhr | Zuletzt geändert am 19.02.2014 - 09:58Uhr
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