Newcomerin aus Görlitz macht Musik zur Lesebühne
Görlitz, 7. Januar 2019. "Görlitz muss jünger und weiblicher werden!", dieser Forderung, die man glatt im Görlitzer Oberbürgermeisterin-Wahlkampf verorten könnte, hat sich die Görlitzer Lesebühne Hospitalstraße angenommen. Für das Publikum bedeutet das das große Glück, beim nächsten Lesespektakel im APOLLO neben drei reiferen Autoren (jeweils recht männlich) junges Blut in Gestalt der Musikerin Caro aus Görlitz erleben zu dürfen.
Abbildung: Leichtgeschürzt und farbenfroh – Caro beweist, dass Görlitz mehr kann
Drei Männer und eine Frau

Thema: Lesebühnen

Lesebühnen sind in Görlitz fester Kulturbestandteil - teils musikalisch unterlegt, teils mit Autoren von vor Ort, teils mit weitgereisten Schreib- und Lesenden.
Vom Leben noch nicht überfahren stellt Caro in ihren daher unbeschwert-melancholischen Liedern Fragen, die über Jahrzehnte gereiften Mitbürgern nur ein mildes Lächeln ins Gesicht zaubern: Wo soll das Leben hingehen? Wie lange dauert ein Kater? Und warum wollen Fahrten mit der Deutschen Bahn nie enden? Man darf also gespannt sein, wie das Fräulein aus ihrer jugendlichen Sicht sich am Piano sitzend dem Leben als solches nähert.
Nach Weihnachten ist vor Ostern, weshalb alte Hasen als Mümmelmanntrio für die Neujahrsausgabe der Lesebühne Hospitalstraße angeheuert wurden: Das sind zum einen die hinlänglich bekannten Görlitzer Stammautoren Axel Krüger und Mike Altmann, zwar kein Leseduett, doch als Duo immerhin oft gemeinsam zu erleben.
Die Triade voll macht Andreas Krenzke aus der Hauptstadt der Republik, Tarnname Spider. In zwei Jahren wird es ein Vierteljahrhundert her sein, dass er es erstmals wagte, das Publikum "zu belästigen mit den Gebrüll", sprich seinem Auditorium pointenreich den Alltagsspiegel vorzuhalten. Dieser Spider ist eines der Gründungsmitglieder der Berliner Lesebühne LSD (Liebe statt Drogen, nicht zu verwecheln mit LSD 25, dem 25. Aufguss des Lysergsäurediethylamids).
Da demnach als harmlos im Sinne des BtMG einzustufen, kann auch die Rezeption des LSD-Spiders empfohlen werden. Bei Krüger und Altmann ist eine solch nähergehende Betrachtung übrigens schwieriger, stehen sie doch immer wieder – selbst auf der Bühne – unter dem Einfluss des Sudost-Getränks. Das sich der Sudost jedoch vor allem aus der Schneeschmelze speist, dürfte auch hier das BtMG nicht greifen.
Prädikat: Unbedingt hingehen!
Sonnabend, 26. Januar 2018, 19.30 Uhr, Abendkasse ab 19 Uhr,
APOLLO Theater, Hospitalstraße 2, 02826 Görlitz.
Obgleich sich die Jahreszahl zum Januarbeginn um die kleinste Ganzzahl (numeri integri) weitergedreht hat, scheint es bei den Eintrittspreisen zu haken: Das Ticket kostet noch immer zwölf Euro als Einzelstück wie im Verbund (gegen Spekulantenträume: mehrere Tickets kosten also mehrere zwölf Euro). Also schnell kaufen, bevor vielleicht jemand noch die vergessene Preiserhöhung rausbekommt und nachholt.
Alle Lesebühnen-Liebhaber, die sich nun fragen, wo sie ihre Ticket-Eintrittskarte herbekommen können, werden nun aufgeklärt ganz in der Tradition von Dr. Schnabel und Dr. Sommer: Reden wir Klartext. Es gibt drei Punkte, die beim Annäherungsversuch an die Tickets mit dem Höhepunkt des Erwerbs den ersehnten Erfolg versprechen:
- Die Theaterkasse des Gerhart-Hauptmann-Theaters auf dem Demianiplatz,
- die Vorverkaufsstellen, über die niemand spricht, und
- der Internetzugangspunkt, über den der Online-Kauf unter www.g-h-t.de gelingen soll.
Falls sich ein Bestand an einer oder mehreren Restkarten bildet, wird dieser an der Abendkasse verhökert. Das schlechte Gewissen, dass man die Tickets ja auch im Vorverkauf hätte erwerben können, nimmt einem dann allerdings niemand ab.



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- Quelle: red | Foto Caro: PR, Foto Spider: Mirko Tzotschew
- Erstellt am 07.01.2019 - 07:49Uhr | Zuletzt geändert am 07.01.2019 - 10:07Uhr
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