Großes europäisches Ritterlager "Die Schlacht um die Lausitz" an der Neiße
Turisede bei Görlitz | Penzig (Pieńsk), 17. Oktober 2018. Mehr als 100 Ritter aus Europa kommen am Sonnabend an die Lausitzer Neiße, genauer gesagt auf die Neißewiesen zwischen dem Schwimmsteg mit dem schwimmenden Neiße-Café und der Camera Obscura im Turiuswinkel der "Geheimen Welt von Turisede" (früher Kulturinsel Einsiedel). Anlass ist der 1000. Jahrestag des Friedens von Bautzen (Pokój w Budziszynie), der am 30. Januar 1018 auf der Ortenburg zwischen dem römisch-deutschen Kaiser Heinrich II. und dem polnischen Herrscher Bolesław I. Chrobry auf dessen nachdrückliche Initiative hin geschlossen wurde.
Der Friede von Bautzen – die Geburtsstunde der Oberlausitz

Thema: Die Geheime Welt von Turisede

Die frühere Kulturinsel Einsiedel ist inzwischen aufgegangen in der Geheimen Welt von Turisede, dem wenige Kilometer nördlich von Görlitz gelegenen Ferienresort für Abenteuer und Kultur für Kinder und Erwachsene.
Der Friede von Bautzen, in seiner Bedeutung dem Westfälischen Frieden, der den Dreißigjährigen Krieg beendete, vergleichbar, ist im Bewusstsein der Oberlausitz eher schwach verankert. Obgleich er – nach 15 Jahren Krieg – nur wenige Jahre hielt zeigte er doch, dass aus Kriegsgegnern Verbündete werden können – auch wenn der Vertrag mit dem vorsorglichen Austausch von Geiseln besiegelt wurde. Der Bautzener Friedensvertrag gilt heute als erstmalige Erwähnung der Oberlausitz und damit ihre Geburtsstunde. Vereinbart wurde, dass Bolesław die Mark Lausitz (in etwa die Niederlausitz) und in der Oberlausitz das Land der Milzener, der Vorfahren der heutigen Sorben, behält.
Schon im Sommer 1018 eroberte Bolesław mit Hilfe auch deutscher Hilfstruppen Kiew, das Zentrum der Kiewer Rus, aus der Russland, die Ukraine und Weißrussland hervorgingen. Anhand des Friedens von Bautzen, mit dem sich auch das Lausitz-Museum beschäftigt hat, sind die starken Traditionen der deutsch-polnisch-russischen Hassliebe schön erkennbar.
Veranstaltet wird das "Große europäische Ritterlager" vom Euregiokom Euroregionales Zentrum für Kultur und Kommunikation aus Penzig (Euregiokom Euroregionalne Centrum Kultury i Komunikacji, Pieńsk).
Das ritterliche Programm:
- 13 Uhr:
Große Eröffnung und spektakulöse Vorstellung der einzelnen Rittergruppen - 13.30 Uhr:
Inszenierung der Schlacht - 16 Uhr:
Der Friedensschluss - 16.30 Uhr:
Konzert des Ethno-Folk-Ensembles Ęzibaba (Tipp!) - 17.30 Uhr:
Filmabend
Die Inszenierung des historischen Ritterspiels "Die Schlacht um die Lausitz" im Turiuswinkel der "Geheimen Welt von Turisede" und das Feiern der Besucher sollen das Gedenken an das für Polen, Deutschland und vor allem die heutige Dreiländerregion Oberlausitz wichtige Ereignis wach halten.
Prädikat: Unbedingt hingehen!
Sonnabend, 20. Oktober 2018, 13 Uhr,
Turiuswinkel am Neißesteg zwischen Neißecafe und Camera Obscura.
Der Eintritt ist frei!
Und wie kommt man da hin?
Aus Richtung Görlitz kommend kann man vor der Geheimen Welt von Turisede nach rechts zur Neiße abbiegen und bis zum Schwimmsteg fahren; weil hier die Stellflächen aber arg begrenzt sind, empfiehlt sich der Parkplatz der Geheimen Welt von Turisede (links der Landstraße) am Westportal, dann runter zur Neiße (Tipp: Fahrrad!) und rüber ans andere Ufer. Alternativ fährt man über die Görlitzer Stadtbrücke und dann am Ostufer der Neiße entlang. An der kleinen Orthodoxen Kirche nach links abbiegen in Richtung Penzig (Pieńsk). In Nieder Bielau (Bielawa Dolna) an der Einfahrt zur Waldschänke (Bar Lesna) die Landstraße nach links verlassen und weiter durch die Ortsmitte bis zum Parkplatz am Turiuswinkel, dann den Spazierweg entlang der Neiße in Richtung Schwimmsteg entlang.



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- Quelle: red | Foto auf Pferd: Devanath, Pixabay, Lizenz CC0 Public Domain; Abbildung Schlacht: Euregiokom Euroregionalne Centrum Kultury i Komunikacji, Pieńsk
- Erstellt am 17.10.2018 - 08:02Uhr | Zuletzt geändert am 28.12.2022 - 19:18Uhr
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