Zertifizierte Primärenergiefaktoren
Görlitz-Zgorzelec. Die Fernwärmeversorgung der Stadtwerke Görlitz AG erhielt bei der Zertifizierung einen günstigen Primärenergiefaktor von 0,689. Ein wesentlicher Grund für diesen niedrigen Wert ist, dass die Wärmebereitstellung zu 78 Prozent aus der umweltfreundlichen Kraft-Wärme-Kopplung erfolgt. Im Vergleich dazu haben Öl oder Erdgas den erheblich höheren Primärenergiefaktor von 1,1.
Dafür sparen bei der Wärmedämmung?
Zertifizierte Primärenergiefaktoren sprechen für die Fernwärme in Görlitz
Der Primärenergiefaktor ist eine entscheidende Größe bei der Berechnung des Primärenergiebedarfs von Gebäuden. Fernwärme bietet in diesem Punkt deutliche Vorteile gegenüber Erdgas oder Heizöl.
Hausbesitzer und Bauherren müssen sich seit Februar 2002 an die strengen Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) halten und für Neubauten sowie bei wesentlichen Änderungen an ihrem Gebäude einen Energiebedarfsausweis erstellen lassen. Für Bestandsgebäude ist seit 2008 ein so genannter Energiepass obligatorisch. Eine wesentliche Berechnungsgrundlage für die genannten Ausweise ist der Primärenergiefaktor des jeweiligen Energieträgers (Fernwärme, Erdgas etc.). Das bedeutet, dass neben der Bereitstellung der Wärme im Gebäude auch die aufgewendete Energie für den Transport aus den Lagerstätten bis in das Gebäude berücksichtigt wird. Diese Aufwendungen werden im Primärenergiefaktor bewertet. Der Primärenergiefaktor gibt also das Verhältnis von eingesetzter Primärenergie zu abgegebener Endenergie wieder.
Niedrigere gesetzliche Anfoderungen ausreizen?
In der Praxis heißt das konkret: Je niedriger der Primärenergiefaktor ist, um so positiver wirkt sich das bei der Ermittlung des Jahres-Primärenergiebedarfs beim Energiebedarfsausweis bei Neubauten aus und desto niedriger sind die gesetzlichen Anforderungen an die Dämmung von Dach, Fenstern, Wänden und Heizungsanlage - was also großes Sparpotenzial gesehen werden kann.
Worin besteht das mögliche Sparpotenzial für Hauseigentümer? Wer mit Fernwärme heizt, braucht zum Beispiel keine aufwendige Heizungsanlage. Bei der Wärmedämmung oder Verglasung müssen lediglich die Mindestwerte eingehalten werden. Das wiederum wirkt sich positiv aufs Budget dr Investitionen aus, denn die finanziellen Aufwendungen für die Sanierung eines Gebäudes oder den Neubau halten sich so in Grenzen. Damit können in der Konsequenz auch die Mietkosten niedriger ausfallen. Oder aber es steht Kapital für die Steigerung des Wohnwertes zur Verfügung.
Zum Schluss entscheiden die Kosten
Allerdings die Kehrseite der Medaille: Wer sich bei der Wärmedämmung von Gebäuden an möglichst niedrigen Mindestwerten orientiert und so bei der Investition spart, legt das Geld - grundsätzlich betrachtet - in höheren Verbrauchskosten wieder drauf, Primärenergiefaktor nun hin oder her.
Entscheidend für den Verbraucher bleibt der Preis pro Kilowattstunde - hier sollten sich die günstigen Primärenergiefaktoren niederschlagen.


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- Quelle: /red
- Erstellt am 30.07.2009 - 07:46Uhr | Zuletzt geändert am 30.07.2009 - 08:06Uhr
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