Der Hund von der Versicherung
Görlitz, 9. Dezember 2013. Zwergpintscherin Khyra, in Görlitz bekannt als “der Hund von der Versicherung” hat einen geregelten Tagesablauf: Früh mit Frauchen eine Runde über die Wiese, dann gemeinsames Frühstück mit dem Kater und schließlich die Frage, die über den Rest des Tages entscheidet: “Na, willst Du mit?” Das hängt dann durchaus vom Wetter ab – ob sich die Zwergpintscherin ins Kissen verkriecht oder zur Tür läuft. Dann geht’s im Auto nach Görlitz, wo Frauchen Silvia Stepper ihr Versicherungsbüro betreibt.
Im Versicherungsbüro in Görlitz artig – getobt wird zu Hause

Im Büro sitzt Khyra während der Öffnungszeiten artig auf dem Stuhl neben der Versicherungsfachfrau: “So ruhig, dass die Kunden sie manchmal gar nicht bemerken.” Aber mittlerweile hat sich die niedliche kleine Hundedame herumgesprochen. “Manchmal kommen Kinder oder Kunden, die zufällig in der Nähe sind, rein und wollen nur mal den Hund sehen”, erzählt Silvia Stepper.
Belastend sei der Bürotag für den Hund indes nicht: “Sonst würde sie sich bemerkbar machen.” Spätestens nach Feierabend gehen beide noch einmal auf Spaziertour. “So lange ich noch keinen festen Pkw-Stellplatz in der Nähe habe, kommt erst einmal der Weg zum Auto”, so die Versicherungsvertreterin weiter. Am Abend zu Hause werde dann noch einmal richtig getobt: "Wer Khyra so artig im Büro erlebt glaubt gar nicht, was das für ein Wildfang sein kann.”
Hund und Geschäft
Ist der Büro-Hund nun gut fürs Geschäft? “Zumindest das Thema Hundehaftpflicht liegt nahe, könnte man meinen”, lacht Silvia Stepper. Aber im Versicherungsgeschäft und bei der Kundenbetreuung gehe es viel mehr um sehr sachliche Abwägungen."Im Schadensfall Hilfe schnellstens und möglichst unbürokratisch zu organisieren gehört ebenso zu meinem Anspruch, wie bedarfsgerechte Versicherungen passgenau anzubieten. Dass wir in vielen Fällen, wie etwa bei Kfz-Versicherungen, zu den günstigen Anbietern gehören, macht es den Kunden natürlich einfacher, bei uns abzuschließen oder zu uns zu wechseln”, macht die Versicherungsfachfrau deutlich. Für viele Kunden sei auch wichtig, sie als persönliche Ansprechpartnerin zu haben.
Gegenüber einem früheren Büro haben sich die Bedingungen in der Görlitzer City sowohl für Silvia Stepper als auch für die Kunden deutlich verbessert: Ein freundlicher, gut geheizter Raum und fast immer eine freie Parklücke in unmittelbarer Nähe machen eben viel aus. Hundedame Khyra schätzt die Elisabethstraße eher zum spazieren. Und wenn mal passiert, wogegen man sich nicht versichern kann (weil das viele Görlitzer interessiert): Ihre winzigen Häufchen landen in der Tüte.
Update:
Überraschend ist die Versicherungsfrau im Jahr 2017 vestorben, Khyra lebt jetzt bei ihrer Tochter. Und inzwischen gelten auch andere Maßstäbe für Büros. Beim Görlitzer Anzeiger ist Rudi Rabauke, ein Irish Fox, eingezogen und fordert seine Rechte – nicht nur im Urlaub – ein.



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- Quelle: TEB | Fotos: © BeierMedia.de
- Erstellt am 09.12.2013 - 12:52Uhr | Zuletzt geändert am 22.07.2021 - 18:30Uhr
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