Spitzen-Forschung am Standort Dresden

Dresden, 29. November 2006. Ministerpräsident Milbradt hat beim heutigen Forum Tiberius in Dresden in Gegenwart von Bundesforschungsministerin Annette Schavan Stand und Perspektiven der Forschung im Freistaat beleuchtet.

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Perspektiven der Forschung im Freistaat Sachsen

Dresden habe sich, so Milbradt, zum Spitzenforschungsstandort entwickelt. Mit elf Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft, fünf Leibniz-Instituten, drei Max-Planck-Instituten und dem ersten DFG-Forschungszentrum Ostdeutschlands besitze die Landeshauptstadt eine Dichte an außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie kaum eine andere deutsche Stadt dieser Größe. Dank dieser Verzahnung von Hochschulen, Forschungsinstituten, Großindustrie und Mittelstand seien in verschiedenen Bereichen hochleistungsfähige Cluster entstanden, so in der Mikroelektronik, der Biotechnologie, dem Automobilbau und dem Maschinenbau.

Das Ergebnis dessen sei ein Wirtschaftswachstum, das langfristig und auch aktuell deutlich über dem der anderen Bundesländer liegt - allein im ersten Halbjahr betrug die Wachstumsrate 3,8%. Diese Dynamik gelte es zu erhalten. Deshalb würden Investitionen in die Hochschulen, die Forschungsinfrastruktur und die Technologieentwicklung auf hohem Niveau fortgesetzt. "Diese Investitionen bringen eine hohe Rendite in Form von Wachstum und Arbeitsplätzen", stellte Milbradt heraus.

Im Umgang mit dem durch den demographischen Wandel hervorgerufenen Bevölkerungsrückgang sei Innovation der Schlüssel zu mehr Wohlstand. Milbradt nutzte die Gelegenheit, um klare Linie zu machen: "Wir müssen die Begabungsreserven unserer Schüler noch besser als bisher ausschöpfen. Wir werden deshalb unsere Schulen auf eine Output-Steuerung umstellen: Was zählt, sind Ergebnisse, nicht die Strukturen und Geldflüsse."

Um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken, müssten Studenten aus anderen Bundesländern, die hier studierten, nach dem Studium in die sächsische Forschung und Wirtschaft integriert werden. Zuvor gelte es, die sächsischen Hochschulen für Studenten aus anderen Bundesländern noch attraktiver zu machen. Denn mit dem Hochschulpakt, der zwischen den Wissenschaftsministern von Bund und Ländern verabredet ist, werde der Wettbewerb um Studenten eröffnet.

Sachsen führt Gespräche mit Baden-Württemberg, da das Land nur für einen Teil der dort erwarteten Bewerber neue Studienplätze schaffen kann. Die sächsischen Hochschulen bieten sich den baden-württembergischen Hochschulen für den anderen Teil der Studienbewerber an. Milbradt sieht Nutzen auf allen Seiten: "Damit können die Baden-Württemberger ihrer Verpflichtung nachkommen und ausreichende Studienplätze anbieten, und wir in Sachsen bekommen junge Leute an unsere Universitäten, die uns in Zukunft gefehlt hätten." Möglich würde dies, weil der Bund sich im Hochschulpakt bereit erklärt habe, bis zum Jahre 2010 die Studienplätze an sächsischen Hochschulen mitzufinanzieren, die für die Landeskinder nicht gebraucht worden wären.

Sachsen habe gute Voraussetzungen, auch weiterhin einer der dynamischsten High-Tech-Standorte in Europa zu sein, so Milbradt abschließend. Er zeigte sich überzeugt, dass der Freistaat von der High-Tech-Strategie der Bundesregierung stark profitieren werde.

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  • Quelle: /SSK061128
  • Erstellt am 29.11.2006 - 00:04Uhr | Zuletzt geändert am 18.01.2022 - 00:07Uhr
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