Jüdische Musik- und Theaterwoche Dresden - vieles ist neu

Dresden. Nichts ist so konstant wie die Veränderung - das trifft auch für die Jüdische Musik- und Theaterwoche Dresden zu, die im Jahr 2013 ihre 17. Auflage erlebt. Nachdem im Vorjahr Namen und Trägerorganisation geändert wurden, präsentiert das gestandene Festival nun eine neue Leiterin samst neuem Konzept.

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Erstmals unter jüdischer Leitung

Ende 2012 hatte sich Festivalleiter Michael Rockstroh nach sieben von ihm verantworteten Festivalauflagen neuen beruflichen Herausforderungen zugewendet, Geschäftsführerin und künstlerische Leiterin ist jetzt - auf Beschluss des Vorstandes des Trägervereins Jüdische Musik- und Theaterwoche e.V. - die vormalige Organisationsleiterin und stellv. Leiterin des Festivals Valentina Marcenaro (Abbildung).

Rockstroh hatte das Festival ausgehend von einer kleinen Spartenveranstaltung der osteuropäisch-jiddischen Kultur weiterentwickelt und die zeitgenössische Kulturproduktion Israels ins Programm aufgenommen. Der stellvertretende Trägervereins-Vorsitzende Ingo Wobst fasst das so zusammen: "Der Vorstand dankt Herrn Rockstroh ganz herzlich für seine hervorragende Arbeit in den vergangenen sieben Jahren. Denn insbesondere durch ihn, seine jeweiligen Organsationsteams und das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder und Freunde wurde das Festival gerade in den vergangenen Jahren zu einem unverzichtbaren Kultur-Player in Dresden und strahlt von hier weit nach außen."

Neuer Wind

Mit der Kulturmanagerin Valentina Marcenaro, Jahrgang 1973, steht die Jüdische Musik- und Theaterwoche Dresden erstmals unter jüdischer Leitung. Die gebürtige Italienerin und Mutter zweier Kinder arbeitet seit einigen Jahren auch als Eventmanagerin bei der Jüdischen Gemeinde zu Dresden. Dort verantwortet sie die Nachwuchsarbeit und die Veranstaltungsorganisation. Ihr Projekt „Young & Jewish in Dresden“, das sich an junge Erwachsene von 18 bis 35 Jahren richtet, wird vom Zentralrat der Juden in Deutschland unterstützt.

Marcenaros Hintergrund passt: Sie hat in Trento (Italien) deutsche und englische Sprach- und Literaturwissenschaft studiert, in Dresden eine Gästeführer-Ausbildung gemacht und an der TU Dresden den Master in Kulturmanagement erworben. Mit Ihrer Person ist die Erwartung einer stärkeren Verknüpfung des Festivals mit der jüdischen Gemeinde und dem jüdischen Alltagsleben in Dresden verknüpft. Außerdem erhofft man sich, für das Festival jüngere Zielgruppen erschließen zu können.

Fokus: Polen und Tschechien

Die Jüdische Musik- und Theaterwoche des Jahres 2013 wird - in Hinblick auf die jüdische Kultur - auf die Verflechtungen Deutschlands und Sachsens mit Polen und Tschechien fokussieren. Dazu sollen die historischen Verbindungen mit einer frischen Sicht auf die Gegenwart kontrastiert werden, um eine weiterentwickelte Wahrnehmung
zu ermöglichen.

Israelisches Kulturfenster

Neu ist auch ein fester Programmblock, der sich einzig und allein zeitgenössischen israelischen Kulturproduktionen und -entwicklungen widmet. Als "israelisches Kulturfenster" fungiert er unabhängig vom jeweiligen Festivalthema.

Mehr:
http://www.juedische-woche-dresden.de

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  • Quelle: TEB
  • Erstellt am 21.02.2013 - 08:25Uhr | Zuletzt geändert am 21.02.2013 - 08:59Uhr
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