Gemeindezusammenschlüsse im Landkreis Görlitz
Landkreis Görlitz. Der Freistaat Sachsen verschlankt sicht: Seit 1990 nimmt die Zahl der Städte und Gemeinden kontinuierlich ab - von einst 1.626 auf 438 per 1. Januar 2013. Allein das Jahr 2012 hat 19 sächsischen Kommunen ihre Eigenständigkeit gekostet. Zum Jahresbeginn 2013 werden auch im Landkreis Görlitz freiwillige Zusammenschlüsse von Kommunen wirksam.
Fritz R. Stänker: "Verlust von Bürgernähe ist Kollateralschaden!"
Der sächsische Innenminister Markus Ulbig sieht die Kommunalhochzeiten positiv: "Es ist erfreulich, wie offensiv und zielgerichtet viele Gemeinden in den letzten beiden Jahren den Prozess eines freiwilligen Gemeindezusammenschlusses betrieben und erfolgreich abgeschlossen haben. Das im letzten Monat in Kraft getretene Gesetz zur Erleichterung von Gebietsänderungen wird weitere Impulse zur Schaffung zukunftsfähiger Gemeindestrukturen im Freistaat setzen.“
Gerade in den vom demografischen Wandel gebeutelten Regionen sind die Zusammenschlüsse nur formal freiwillig, denn im Grunde genommen sind sie unausweichlich.
Im Landkreis Görlitz wird die Gemeinde Berthelsdorf in die Stadt Herrnhut eingegliedert, außerdem vereinigen sich die Gemeinden Eibau, Niedercunnersdorf und Obercunnersdorf zur Gemeinde Kottmar.
Im Nachbarlandkreis Bautzen wird dei Gemeinde Guttau nach Malschwitz eingegliedert.
Kommentar:
Veränderung ist gewöhnlich unbequem, und so schwant den Bürgern jener Kommunen, die sich anderen anschließen, meist nichts Gutes - werden sie nun von der neuen Muttergemeinde als Bürger zweiter Klasse behandelt? Auch die Gefahr, dass traditionsreiche Ortsnamen von der Landkarte verschwinden, bekümmert so manchen Heimatfreund.
Wie stark Identität wirkt kann aus den Diskussionen um jene neue Ortsnamen abgelesen werden, die zu endlosen Doppelnamen wie Ebersbach-Neugersdorf (schon einzeln nicht sonderlich originell, zusammen nur furchtbar, wie schön wäre doch zum Beispiel Spreeborn gewesen!) in der Oberlausitz oder im Erzgebirge zu Lauter-Bernsbach führten.
Dennoch: Soll der Verwaltungsrucksack halbwegs überschaubar bleiben, sind Gemeindefusionen unvermeidlich.
Dass darunter die vielbeschworene Bürgernähe leidet, gehört zu den Kollateralschäden,
meint Ihr Fritz R. Stänker



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- Quelle: red | Fritz Rudolph Stänker
- Erstellt am 29.12.2012 - 02:44Uhr | Zuletzt geändert am 29.12.2012 - 03:01Uhr
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