Braune Chaoten randalieren
Pirna. Im Nachgang der verhinderten Demonstration der Jungen Landsmannschaft Ostpreußen anlässlich der Bombardierung Dresdens vor 65 Jahren randalierten ca. 200 Rechtsextreme in Pirna.
Abgeordnetenbüro angegriffen
Randalierend und Parolen brüllend sind am Abend des 13. Februar 2010 circa 400 Rechtsextreme durch Pirnas Altstadt gezogen. Eskaliert sind die Ausschreitungen in einem Angriff auf das Bürgerbüro der SPD-Landtagsabgeordneten Dagmar Neukirch auf der Langen Straße 43. Mit zahlreichen massiven Steinwürfen zerstörten die Randalierer die komplette Fensterfront des Bürgerbüros.
Personalien aufgenommen
Eine Person hielt sich zum Zeitpunkt des Überfalls in den Geschäftsräumen der SPD auf. Er verschanzte sich in den hinteren Räumen und rief die Polizei. Die Meute zog danach Richtung Busbahnhof und stieg in dort abgestellte Reisebusse. Die Polizei stoppte die acht Busse auf der B172a und nahm die Personalien von den rund 400 Personen fest. Die B172a war wegen diesem Polizeieinsatz für über 1,5 Stunden blockiert. Nach Feststellung der Personalien durften die Busse ihre Reise unter Polizeigeleit fortsetzen.
Laut Augenzeugen sollen die Rechtsextreme schon am frühen Sonnabendmorgen mit Bussen nach Pirna gekommen sein, um von dort aus mit S-Bahnen weiter nach Dresden zu fahren. Auf ihrem Rückweg ist es vor der Abfahrt aus Pirna zu den Krawallen gekommen. Die Koordination der Busse soll ein Pirnaer NPD-Stadtrat übernommen haben.
Sebastian Reißig von dem Pirnaer Verein Aktion Zivilcourage e.V., deren Büro ebenfalls in der Langen Straße 43 ist, äußert sich entsetzt.: „Die braunen Chaoten haben hier ihre Maske abgelegt und ihr wahres Gesicht gezeigt. Nicht friedliches Gedenken, sondern Gewalt, Zerstörung und Hass leitete ihr Handeln.“
Die Aktion Zivilcourage versteht sich als überparteiliches Bündnis. Der Verein setzt sich aktiv und positiv für die Stärkung von Demokratie, Offenheit, Zivilcourage, Toleranz und Vielfalt ein. Außerdem engagieren der Verein sich für die Zurückdrängung von Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Diskriminierung, Rassismus und Gewalt. Der Fokus liegt dabei auf dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.
Mehr:
http://www.aktion-zivilcourage.de
Kommentar:
Was ist das für ein Deutschland, in dem sich - anlässlich einer Kundgebung für Frieden und Versöhnung - 6.000 Vorgestrige zusammenfinden können? Was sagt diese Zahl aus über das Potenzial rechtsextremer und nationalistischer Gesinnung? Nur engagierten Bürgern und einem starken Staat ist es zu verdanken, dass der in Dresden angehäufte braune Haufen nicht demonstrieren konnte.
Entsprechend tobte sich der Mob in Pirna aus.
Schon wieder mal klirren in Deutschland die Fensterscheiben. Mich bringt das um den Schlaf,
Ihr Fritz R. Stänker



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- Quelle: red
- Erstellt am 15.02.2010 - 12:57Uhr | Zuletzt geändert am 15.02.2010 - 13:15Uhr
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