Europäischer Verkehrs- und Entwicklungskorridor

Dresden. Am 18. und 19. Juli 2006 lädt die Abteilung Landesentwicklung des Innenministeriums zur Auftaktveranstaltung für ein EU-Projekt ein, das sich der Raumentwicklung eines wichtigen europäischen Verkehrs- und Entwicklungskorridors widmet. Im Rahmen des Programms "INTERREG III B CADSES" treffen sich in Dresden die sechzehn Projektpartner aus Deutschland, Polen, der Tschechischen Republik, der Slowakei und der Ukraine.

Anzeige
cms[SKYSCRAPER]

Auftaktveranstaltung für EU-Projekt zur Raumentwicklung am 18. und 19. Juli unter der Federführung des Innenministeriums in Dresden

Das Projekt "ED-C III Via Regia" (European Development Corridor III) verfolgt das Ziel, eine gemeinsame Strategie zur Entwicklung dieses auch für Sachsen wichtigen europäischen Raumes zu erarbeiten. Dabei gibt es viel zu tun: Insbesondere die infrastrukturelle Ausstattung und die Verkehrsangebote zwischen den Städten und Regionen sind unzureichend. Gerade in den Grenzräumen sinken die Reisegeschwindigkeiten aufgrund von ungenügend ausgebauten Straßen und veralteten Schienensystemen deutlich ab. Eine gut ausgebaute und leistungsfähige Infrastruktur ist aber eine wichtige Voraussetzung für vitale Austauschbeziehungen und nachhaltiges Wirtschaftswachstum.

Das Projektgebiet entlang des historischen Handelsweges "Via Regia" beinhaltet im Wesentlichen den Paneuropäischen Verkehrskorridor III. Das Gebiet gehört zu insgesamt zehn Paneuropäischen Transportkorridoren, die im Zuge der EU-Erweiterung als vorrangige Verkehrsachsen definiert wurden. Der Korridor mit rund 25 Millionen Einwohnern verbindet von West nach Ost wichtige ökonomische Zentren wie Berlin, Dresden, Breslau, Krakau, Kattowitz, Rzeszów und Kiew.

Als eine der zentralen Ost-West-Achsen in Europa nimmt er nach der EU-Erweiterung und dem zu erwartenden steigenden Warenaustausch zwischen alten und neuen EU-Mitgliedstaaten eine besondere Bedeutung für Europa ein. Er ist von besonderer Relevanz für die zukünftige ökonomische Entwicklung der beteiligten Länder und damit für die Stärkung der Kohäsion und Integration der EU.

Das Projekt "ED-C III Via Regia" hat eine Laufzeit von zwei Jahren und wird unter der Federführung des Innenministeriums des Freistaates Sachsen umgesetzt. Schwerpunkt ist die Erarbeitung einer Raumentwicklungsstrategie für den gesamten Korridor. Darüber hinaus sind weitere Arbeitsaufgaben die Verknüpfung des Korridors mit den Verbindungen zu den Nord-Süd-Achsen und die Suche nach Entwicklungspotenzialen im nahe gelegenen Umfeld.

Das Projekt wird im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative INTERREG III B CADSES aus dem Europäischen Fonds für Regionalentwicklung (EFRE) kofinanziert. Nachdem im März 2006 das Projekt durch ein transnationales Steuerungsgremium bewilligt wurde, soll es nun mit der Veranstaltung am kommenden Dienstag und Mittwoch organisatorisch und inhaltlich auf den Weg gebracht werden.

Kommentare Lesermeinungen (0)
Lesermeinungen geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion, sondern die persönliche Auffassung der Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zu sinnwahrender Kürzung vor.

Schreiben Sie Ihre Meinung!

Name:
Email:
Betreff:
Kommentar:
 
Informieren Sie mich über andere Lesermeinungen per E-Mail
 
 
 
Weitere Artikel aus dem Ressort Weitere Artikel
  • Quelle: /SMI
  • Erstellt am 17.07.2006 - 10:32Uhr | Zuletzt geändert am 17.07.2006 - 10:32Uhr
  • drucken Seite drucken