Twinning - eine Form der Wirtschaftsförderung

Berlin. Am 8. und 9. Mai 2006 fand im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) eine Tagung zum EU-Instrument Twinning statt. Ziel der Veranstaltung war die Diskussion mit Vertretern der Europäischen Kommission und der Bundesressorts zu den Twinning-Programmen in den neuen EU-Mitgliedsstaaten, auf dem Balkan sowie in der gesamten EU-Nachbarschaftsregion.

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BMWi-Twinning-Tagung zur europäischen Verwaltungszusammenarbeit

Zudem wurde der Wechsel des deutschen National Contact Points für Twinning (NCP) vom Ministerium der Finanzen zum Wirtschaftsministerium bekannt gegeben. Seit März 2006 ist der NCP in der Abteilung für Europapolitik verankert. Neben der Durchführung von Twinning-Projekten im Geschäftsbereich des BMWi hat das Ministerium nun auch die Aufgaben der nationalen Twinning-Koordination übernommen.

Die fast 100 Teilnehmer der Tagung waren Experten aus der öffentlichen Verwaltung auf Bundes- und Länderebene, der Behörden und Institutionen aus dem Geschäftsbereich des BMWi sowie der Durchführungsorganisationen für das Twinning-Instrument.

Das EU-Instrument Twinning unterstützt seit 1998 die Nachbarländer der EU bei der Reform ihrer administrativen Strukturen und bei der Übernahme des europäischen Rechtsbestandes (Acquis Communautaire). Dies erleichtert eine enge Zusammenarbeit auf Verwaltungsebene und stärkt das wirtschaftliche Zusammenwachsen. Die guten Erfahrungen mit Twinning bei den Beitrittsländern haben die EU veranlasst, das Instrument auch auf die Regionen der GUS, des Westbalkans und der Mittelmeeranrainer auszuweiten. Die Teilnehmer waren sich einig, dass ein weiteres Engagement in diesen Regionen unerlässlich zur Etablierung stabiler Partnerstrukturen sowie zur Verbesserung der Handelsbeziehungen ist.

Deutschland ist eines der aktivsten EU-Länder im Twinning-Programm. Das BMWi hat bereits 116 Twinning-Projekte mit einem Finanzvolumen von über 100 Mio. Euro gewonnen. Mit der deutschen Beteiligung wird Einfluss auf die bilateralen Beziehungen und die Sicherung deutscher wirtschaftlicher Interessen genommen, unter anderem durch bessere Chancen für den Markteintritt von deutschen Unternehmen und bei Investitionsausschreibungen. So werden die Partnerschaften auf Verwaltungsebene erfolgreich zum Aufbau von nachhaltigen Kooperationen mit den Partnerländern und zur Stärkung der beiderseitigen Wirtschaftsbeziehungen genutzt.

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  • Quelle: /BMWi
  • Erstellt am 15.05.2006 - 17:35Uhr | Zuletzt geändert am 15.05.2006 - 17:35Uhr
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