Wahlkreisbüro angegriffen
Zittau. Nachdem in der Nacht von Freitag, dem 29. Februar 2008, zu Samstag zum wiederholten Mal Fensterscheiben der Geschäftsstelle der LINKEN in der Oberlausitz in Görlitz eingeschmissen wurden, kam es in den frühen Morgenstunden des 2. März 2008 zu einem erneuten Übergriff auf Räume der Partei. Betroffen ist diesmal das Zittauer Wahlkreisbüro des Bundestagsabgeordneten Dr. Ilja Seifert, welches sich innerhalb der dortigen Geschäftsstelle der Partei befindet.
Die Räumlichkeit wurde bereits im vergangenen Jahr Opfer mehrerer Anschläge, die am 27. Juli 2007 in der Zerstörung von vier Schaufensterscheiben gipfelten.
Im aktuellen Fall wurde gegen 03:45 Uhr die Zerstörung einer Fensterscheibe im Büro des Bundestagsabgeordneten bemerkt. Seifert zeigte sich bestürzt über die fortwährenden Angriffe und forderte eine zügige Bearbeitung durch die Behörden.
Kommentar:
Gleich, ob es politisch motivierte oder sonstige Dummbeutel sind, von denen immer wieder die Scheiben der Linken eingeworfen werden, ganz gleich, ob den Linken die Märtyrerrolle gerade recht kommt: Wehret den Anfängen!
Die wachsende soziale Kluft im Lande, das Erwachen der linken und rechten Ränder des Parteienspektrums, Stimmung gegen die Großen der Wirtschaft - eine Wiederholung der Geschichte nach achtzig Jahren kann niemand wollen.
Schon deswegen müssen Polizei und Bürger Sorge tragen, dass Steinewerfer keine Chance haben,
meint Ihr Fritz Stänker


Normale Partei
Von Susann am 08.03.2008 - 15:49Uhr
Die LINKE kann aber anderen Parteien einen Denkzettel verpassen, in dieser Leistungsgesellschaft, in der vor allem Konsumdenken vorherrscht und alles nur eine Frage des Geldes ist.
Um eine genaue Zahl von den ehemaligen Mitgliedern der SED, die immer noch in der neuen LINKEN sind, zu bekommen, sollte man vielleicht alle ehemaligen Mitarbeiter der Stasi von der Mitgliedschaft zu Parteien ausschließen??
Normale Partei?
Von Erich am 08.03.2008 - 10:41Uhr
Die Linke hat kluge Köpfe und greift gekonnt Themen auf, für die die bürgerlichen Parteien zu dröge sind. Die SED-Substanz der Linken aber ist unverbesserlich; ich vermute, dass die noch immer die große Mehrheit der Mitglieder stellt, da wären Zahlen mal interessant. Sicher gab es in den Fünfzigern Leute, die an das bessere Deutschland und den Neuanfang glaubten und deshalb in die SED eintraten, spätestens seit den Achtzigern steckten sich aber nur noch Dummköpfe und Karrieristen das "Bonbon" ran. Selbst heute kann die Linke auf extremes Gedankengut nicht verzichten - siehe "Kommunistische Plattform". Und die West-Expansion, die linken Romantikern und Protestlern eine Heimstatt gibt, Leuten, die den "real existierenden Sozialismus" nie an eigener Haut erlebt haben, funktioniert doch nur wegen der Schwäche der SPD.
ganz normale Partei
Von Leser am 05.03.2008 - 21:27Uhr
In meinem Begriffsspektrum ist das Wort normal mit dem der Mitte gleichzusetzen. Die großen Volksparteien ordnen sich dann i.d.Regel rechts oder links der Mitte.
DIE LINKE bezeichnet sich nun als links - die NPD als rechts. Beide Parteien werden daher vom Verfassungsschutz beobachtet, da sie zu den extremen Außen in der politischen Landschaft zählen - oder gibt es noch eine Partei links neben der LINKEN? (außer vielleicht die APPD;)
Ich kann so recht keinen der beiden Kommentare zustimmen - Herr Stänker dramatisiert mit zu sehr und warum ich DIE LINKE nicht als normale Partei bezeichnen möchte habe ich oben bereits erläutert.
Dennoch ist es schade, dass sich das politische Miteinander nicht friedlich gestalten lässt...
Sehr einfach Herr Stänker
Von Wilfried Haberkorn am 04.03.2008 - 22:25Uhr
Hallo,
ich finde das Sie hier zum wiederholten Male sehr einfach herangehen. Die Partei DIE LINKE ist wohl mittlerweile eine ganz normale Partei geworden. Sie setzen sie mit Extremisten gleich, was ungerechtfertigt ist.
Diese wiederholten Anschläge sehen eher so aus, als wenn es sich um eine gewollte Straftat handelt und kann nicht eben mal mit einem Jugendlichen vergleichen werden, der des Nachts volltrunken eine Telefonzelle zerstört.

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- Quelle: /FRS
- Erstellt am 02.03.2008 - 22:00Uhr | Zuletzt geändert am 02.03.2008 - 22:00Uhr
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