Chancen für Geringqualifizierte und Langzeitarbeitslose

Dresden. Nach dem neuen Förderprogramm für 2.500 zusätzliche Lehrstellen trat gestern mit der Veröffentlichung im Sächsischen Amtsblatt ein neues Förderprogramm zur Qualifizierung von Arbeitslosen in Kraft. Wirtschafts- und Arbeitsminister Thomas Jurk (SPD) setzt damit seine Offensive für mehr Ausbildung und Qualifizierung fort.

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Mit neuem Förderprogramm zu anerkanntem Berufsabschluss

"Ohne anerkannten Berufsabschluss sind die leider ohnehin nicht rosigen Aussichten einen Arbeitsplatz zu finden, finster", so Minister Thomas Jurk. "Neuere Untersuchungen zeigen, dass bei Neueinstellungen Bewerber ohne Berufsabschluss nur ganz selten in die engere Wahl kommen. Darum wollen wir arbeitslosen Menschen helfen, einen Berufsabschluss zu erwerben und damit ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern."

Die Vermittlung in das Programm erfolgt über die Arbeitsagenturen, ARGEN und Optionskommunen. Bei den Consultbüros der Sächsischen Aufbaubank - Förderbank können sich bis 18. Mai 2006 geeignete Träger, wie Bildungsunternehmen oder Berater, bewerben, die als Koordinatoren das Programm betreuen wollen. Wenn diese Struktur steht, können voraussichtlich ab Juli 2006 die ersten Teilnehmer mit der Qualifizierung beginnen. Am Beginn der Ausbildung steht die so genannte "Kompetenzbilanzierung", mit der den persönlichen Kenntnissen und Fähigkeiten entsprechend der geeigneteste Ausbildungsberuf gefunden werden soll. Auch die anschließende Qualifizierung ist individuell abgestimmt auf die Vorkenntnisse und Berufserfahrung des Teilnehmers.

Zur Kompetenzbilanzierung läuft ebenfalls eine öffentliche Ausschreibung. Bis 29. Mai 2006, 12.00 Uhr, können dafür Angebote beim Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit eingereicht werden.

Für das Förderprogramm, finanziert aus Mitteln des ESF und komplementären Landesmitteln des Freistaates Sachsen, stehen 30 Mio. Euro bereit. Bei Bedarf kann noch aufgestockt werden. Die neue Förderung soll Frauen und Männern ohne qualifiziertem Abschluss und Langzeitarbeitslosen den Wiedereinstieg in den 1. Arbeitsmarkt erleichtern.

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  • Quelle: /SMWA
  • Erstellt am 28.04.2006 - 22:21Uhr | Zuletzt geändert am 30.04.2006 - 17:41Uhr
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